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Wie du eine Jahresplanung effektiv durchführst

Jahresplanung
Einmal im Jahr – meist zu Anfang des Jahres – ziehe ich mich an einem Wochenende zurück und mache meine ganz persönliche Jahresplanung.

Dazu fahre ich in ein gutes Business-Hotel und verbinde das mit meinem Hobby Eishockey. Ein Wellness-Hotel hat sich dabei nicht bewährt, da die Verlockung stundenlang dem Müßiggang zu frönen, dort zu groß ist.

Warum nicht zu Hause? Dort gibt es meiner Meinung nach zu viel Ablenkung aus dem Alltag und der gewohnten Umgebung. Hier also nun der Abschluss meiner Artikelreihe zur Jahresplanung mit dem genauen Vorgehen für dich zum Nachmachen.

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Wie führe ich die Jahresplanung durch?

Die Planung des kommenden bzw. begonnenen Jahr steht im Mittelpunkt, doch jeder Ausblick beginnt mit einem Rückblick.

Reflexion – ohne Rückblick kein Ausblick

berufliche Reflexion

  • Aufzeichnungen sichten
    Da meine alten Reviews immer in Evernote gespeichert sind, habe ich die Aufzeichnung vom Vorjahr schnell zur Hand und beginne mit dem Durcharbeiten der alten Notizen. Habe ich sie durchgelesen, dienen sie sogleich als Vorlage für das neue Review.
  • Berufliche Reflexion durchführen
    Anhand der Fragelisten zur beruflichen Selbstreflexion gehe ich alle Punkte durch und schreibe zu jedem einzelnen Punkt einen Absatz auf. Wichtig ist, dass man zwar die wesentlichen Fakten erfasst, sich aber nicht zu lange an Formulierungen und dergleichen aufhält. Die Aufzeichnungen sind schließlich nur für dich allein.

Sind die beruflichen Dinge abgehakt, so gönne ich mir meist eine kleine Pause und widme mich dann der persönlichen Selbstreflexion.

Reflexion im privaten Bereich

  • Aufzeichnungen sichten
    Auch die private Reflexion beginnt mit dem Rückblick.
  • Persönliche Selbstreflexion anhand der Fragelisten
    Die im Artikel gezeigte Frageliste dient als Basis und auch hier gilt es wieder zu jeder Frage einen kurzen Abschnitt zu notieren.

Doch damit längst nicht genug, es gilt Schlüsse und Folgerungen zu ziehen.

  • Vergleiche und Schlüsse ziehen
    Abschließend vergleiche die Aufzeichnungen mit dem Vorjahr und definiere mir 2-3 Ziele, die im kommenden Jahr als Schwerpunkt dienen sollen. Dabei ist es völlig unerheblich, was das Ziel ist, es muss nur 100% persönlich und authentisch sein.

Nach diesem ersten Block der Reflexion, der bei mir meist 3-4 Stunden dauert, ist Pause angesagt und das Gehirn gehört durchlüftet. Ob bei einem Spaziergang oder – wie bei mir der Fall – bei Sport ist eine Frage der persönlichen Vorlieben. Es zählt die frische Luft und der klare Geist.

Die Pause kann dabei auch länger ausfallen, je nach Belieben. Wichtig ist, dass man nun nicht aufhört und die folgende Punkte auch vornimmt.

Der Ausblick – die Planung für das kommende Jahr

  • Ziele aus Reflexion formulieren und schriftlich fixieren
    Die Ziele aus der Reflexion schreibe ich nach der Pause auf. Dabei merkt man mit etwas Abstand auch, ob das wirklich die richtigen Ziele sind.
  • Durchsicht meiner Ideen aus dem Evernote
    Als nächstes schaue ich mir meine Ideen an, die ich im Laufe des Jahres notiert habe. Ihr seht, Notizen spielen eine große Rolle in meinem Leben. Jede Idee schreibe ich immer sofort auf und benutzt – Überraschung – auch dafür Evernote. Und wie wichtig das ist, merkt man eben an solchen Tagen.
  • Durchsicht meiner Bucketliste
    Bucketliste? Nie gehört? Dann lese mal bei Thomas Mangold nach. Es ist quasi eine Wunschliste für Erwachsene, nur das die Wünsche nicht vom Weihnachtsmann oder dem Christkind erfüllt werden, sondern man schon selbst aktiv werden muss.
  • einzelne Punkte auf die ToDo-Liste setzen
    Aus Ideen und Bucketliste ergeben sich ein paar Punkte, die ich im kommenden Jahr angehen möchte. Wichtig ist dabei, sich nicht zu viel vorzunehmen, denn je mehr man sich vornimmt, desto glorreicher scheitern die meisten. Welche Punkte das sind, ist höchst individuell und bunt gemischt.
    Für 2015 wollte ich zum Beispiel endlich mal mit dem MTB über die Alpen fahren und beruflich ein Großprojekt leiten, nur um mal zwei Beispiele zu nennen. Das sportliche Ziel habe ich dann doch nicht realisiert und mich statt dessen anderen sportlichen Herausforderungen gewidmet. Das berufliche Ziel ist jedoch in Erfüllung gegangen.
  • Fixe Events, Termine und Urlaub planen
    Alle mir bereits bekannten Events und Termine trage ich abschließend in meinen Kalender ein. Da ich ein Freund langer Wochenenden und damit mehrerer kürzerer Urlaube bin, mache ich auch hier eine grobe Planung. Und natürlich werden alle sportlichen Ziele – also die entsprechenden Wettkämpfe – eingetragen.

Ist dieser Teil abgeschlossen, ist es Zeit, sich der Wellness oder dem Sightseeing zu widmen. Auch hier gilt, jede Ablenkung ist gut und wichtig. Je abgelenkter ich bin, desto eher kommen mir noch ergänzende Ideen. Dafür habe ich immer Zettel und Stift dabei, aber natürlich tut es auch das Smartphone.

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Gibt es noch mehr?

Bereits ganz schön umfangreich, oder? Aber noch nicht alles! Meist am zweiten Tag widme ich mich noch zwei wichtigen Dingen, die man nicht vernachlässigen sollte.

  • Finanzplanung
    Schluss mit lustig – jetzt geht es ums Geld. Jahrelang habe ich diesen Aspekt in meinem Jahresreview vernachlässigt, aber das ist nicht der richtige Weg. Es gibt ein gutes Buch „Finanzielle Jahresplanung“*, in welchem eine Möglichkeit der finanziellen Jahresplanung erläutert wird. Danach gehe ich vor.
  • Werte bestimmen
    Dein Handeln wird bestimmt von deinen Werten. Und genau diese solltest du kennen. Auch so ein Aspekt, über den ich mir eigentlich nie wirklich Gedanken machte. Doch irgendwann habe ich mich durchgerungen und habe gemäß eines Vorgehens, das Thomas Mangold in seinem Buch Die Selbstmanagement-Formel * beschreibt, meine Werte bestimmt. Nun gilt es sie jährlich zu überprüfen, da sich Werte natürlich auch im Laufe der Zeit ändern.

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Fazit – warum du eine ausführliche Jahresplanung durchführen solltest

Ich weiß, eine solch aufwändige Jahresplanung ist nicht einfach. Die Ausdauer ist jedoch lohnenswert, das sagt meine Erfahrung.

Seit ich die Jahresplanung durchführe, lebe ich bestimmter und zielgerichteter. Auch gönne ich mir mehr und lasse mich nicht so durch den Alltag treiben. Pro-Aktivität ist hier das Schlagwort.

Durch das schriftliche Fixieren deiner Ziele machst du einen Vertrag mit dir selbst und dieser Aspekt ist nicht zu unterschätzen. Das ist der gravierendste Unterschied zu den sogenannten Neujahrsvorsätzen, die meist spätestens nach wenigen Wochen ad acta gelegt werden oder gar vergessen sind.

Links:

Mit dieser Vorlage und der nötigen Flexibilität in der Durchführung bist du gut gerüstet für deine Jahresplanung. Hinterlasse einen Kommentar, falls du Fragen hast oder deine Erfahrungen mit den anderen Lesern teilen möchtest.

Du fandest den Artikel für dich nützlich? Dann ist er sicher auch für deine Freunde wertvoll. Teile ihn und ich würde mich sehr darüber freuen. Vielen Dank dafür!

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Torsten

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Über den Autor: Torsten Pretzsch

Torsten ist 2008 von der Couch aufgestanden, um ein sportlicheres Leben zu führen. Begonnen mit einer Laufrunde von nur 15 Minuten lief er Jahre später Marathon und absolvierte einen Ironman.

Als Teamleiter und Projektmanager war dieser Weg nur durch gutes Selbstmanagement möglich.

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