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Sport bei schlechtem Wetter – so widerstehst du Nässe und Kälte

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Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur unpassende Kleidung. (Sprichwort)

Es steht Lauftraining im Kalender. Ausgerechnet heute! Draußen ist es heute besonders grausig. Nass, kalt, grau und das Thermometer zeigt wenig aufbauende zwei Grad. Na immerhin plus…

Beim Blick aus dem Fenster sehe ich den Regen sich in den Straßenlaternen spiegeln und die Bäume gegenüber zeigen im düsteren Licht der Lampen, dass es auch ordentlich Wind hat.

Lustlos schnüre ich meine Schuhe. Wenigstens diese sind aus Goretex und so werden die Füße hoffentlich trocken bleiben. Wahrscheinlich wohl als einziges Körperteil bei diesem Sauwetter.

Missgelaunt und ohne große Lust trete ich aus dem Haus und trabe los. Nach ein paar Hundert Meter habe ich einen Rhythmus gefunden. Es ist auch nicht mehr kalt und die frische Luft pustet mein Gehirn durch. Das tut gut – auch dem Gemüt.

Patsch – ich bin eine Pfütze getreten. Mist denke ich und schimpfe halblaut vor mich hin. Doch was ist das, die Füße bleiben tatsächlich trocken.

Patsch – die nächste Pfütze. Diesmal mit Absicht und ich grinse. Wie ein kleines Kind springe ich noch ein paar mal von Pfütze zu Pfütze. Mir doch egal, was die anderen denken. Wobei – bei dem Wetter ist der Park ohnehin fast menschenleer.

Mit so viel Spaß vergeht die Laufrunde wie im Flug. Gut gelaunt komme ich nach meiner Runde wieder zu Hause an. Sport bei schlechtem Wetter kann ja doch Spaß machen…

Kleide dich wie eine Zwiebel

Die kleine Geschichte zum Einstieg zeigt dir, dass Nässe und Kälte dich nicht vom Outdoor-Sport abhalten sollte. Um Nässe und Kälte zu trotzen, solltest du dich wie eine Zwiebel kleiden. Trage Lage um Lage übereinander und du wirst nicht frieren. Denn nicht die dicke Jacke ist es, was dich wärmt. Viel besser sind mehrere dünne Schichten übereinander.

Natürlich sollten alle diese Schichten aus atmungsaktiver Funktionsfaser sein. Baumwolle darf maximal als äußerste Schicht zum Einsatz kommen.

Im übrigen – der häufigste Fehler ist, dass du zu warm angezogen bist. Du bist richtig angezogen, wenn du beim Trainingsbeginn leicht frierst. Warm wird es dir im Training automatisch.

Meine Empfehlung für die richtigen Laufklamotten

Doch was heißt das konkret? Was sollst du nun bei Nässe & Kälte beim Lauftraining tragen?

Beginnen wir mit der Hose – eine lange möglichst eng anliegende Laufhose ist hier am wärmsten. Wer mag kann sogar zur Thermo-Laufhose* greifen. Oben rum beginnst du mit einem dünnnen Funktionsunterhemd*  – lang- oder kurzärmlig je nach Temperatur.

Darüber trägst du ein langes Laufshirt*. Wenn es besonders kalt ist, – also deutlich unter 0 Grad – kommt bei mir sogar noch ein weiteres dünnes enges Shirt dazu. Abschließend noch eine dünne Laufweste* oder eine Jacke, als Schutz gegen die Nässe. Softshell oder ähnliches empfehle ich frühestens bei Minustemperaturen – ich trage es zum Lauftraining gar nicht.

Auf dem Kopf gehört in jedem Fall eine Kopfbedeckung, denn über den Kopf gibt der Körper die meiste Wärme ab.

Bei einigen Plustemperaturen nehme ich ein Basecap, darunter lieber eine Mütze*, um die Ohren zu schützen.

Wer am Hals empfindlich ist, der gönnt sich noch ein Halstuch. Und – ganz wichtig Handschuhe*. Es gibt schließlich nicht wenige – die frieren besonders an den Händen. Und das betrifft nicht nur Frauen…

Bevor wir zu den Laufschuhen kommen, noch ein Tipp zu den Socken*. Auch die dürfen im Winter etwas länger sein und wärmer ausfallen. Ich bin zum Beispiel sogar schon in Skisocken gelaufen.

Gegen die Nässe gibt es wasserdichte Laufschuhe. Die sind aus Goretex und helfen besonders im Gelände und bei Schneematsch. Die Goretex-Schuhe halten deine Füße trocken und warm und sind für wärmere Temperaturen nicht geeignet. Ob du solche Schuhe wirklich brauchst, ist Geschmacksache und hängt letztlich auch von deiner Laufstrecke ab. Ich möchte sie nicht mehr missen.

Bei Dunkelheit und Nässe ist eines besonders wichtig – sehen und vor allem auch gesehen werden. Wer keine sehr gut beleuchtete Strecke hat und morgens oder abends laufen geht, kommt um eine Stirnlampe nicht herum. In einem separaten Artikel habe ich dir beschrieben, was es beim Laufen im Dunklen zu beachten gilt.

Sport bei schlechtem Wetter kann richtig Spaß machen. Wichtig ist die richtige Kleidung zu tragen und eine positive Einstellung zu bekommen.

5 Tipps, wie du Nässe und Kälte auf dem Rad überlebst

Wenn es draußen nass ist, verzichte ich gerne auf das Radtraining, doch Kälte hält mich nur bei deutlichen Minusgraden vom Radtraining ab. Und nicht wenige nutzen in jeder Jahreszeit das Rad als Fortbewegungsmittel. Wenn du diese 5 Tipps beachtest, sollte das auch kein Problem sein

#1 – Die Füße gilt es zu wärmen

Der größte Schwachpunkt beim Radfahren sind die Füße. Die kühlen schnell aus und kalte und nasse Füße können einen schnell die Laune verderben.

Es gibt spezielle Winterradschuhe*, doch wer diese Investition scheut, dem empfehle ich zumindest MTB-Schuhe, selbst wenn du mit dem Rennrad unterwegs sein solltest. Zusätzlich haben sich zwei paar Socken in den Schuhen bewährt. Und gegen die Nässe helfen Neoprenüberzüge* für die Schuhe.

#2 – Schütze deinen Kopf

Der Kopf ist der zweite Schwachpunkt. Eine gute Radbrille ist wichtig, denn sonst tränen bei tiefen Temperaturen schnell die Augen. Und natürlich gibst du auch beim Radfahren die meiste Wärme über den Kopf ab. Da nützt auch der Helm nichts.

Unter dem Helm ziehe ich daher stets ein Buff* – also ein Tuch. Das hat den angenehmen und sehr wichtigen Nebeneffekt, dass zusätzlich die Ohren geschützt sind.

#3 – Helle Kleidung ist jetzt besonders wichtig

Selbst wenn du nur tagsüber auf dem Fahrrad unterwegs bist, dunkle Kleidung ist in der dunklen Jahreszeit tabu. Zumindest gilt das für die Oberbekleidung. Und warum nicht eine Warnweste über die Klamotten tragen? Die Stylepolizei sitzt in dieser Jahreszeit garantiert nicht auf dem Rad.

Ansonsten gilt – wie bei allen Outdoorsportarten – auch hier das Zwiebelprinzip mit mehreren dünnen Lagen. Als oberste Schicht empfehle ich dann allerdings in jedem Fall eine winddichte Jacke*.

# 4 – Beleuchtung auch am Tag

Ich habe es schon erwähnt, mag es aber in einem weiteren Tipp noch einmal verdeutlichen. Es ist jetzt besonders wichtig, dass du ordentlich gesehen wirst. Deshalb empfehle ich unbedingt den Einsatz von Reflektoren. Es bietet sich auch ein blinkendes einfaches Rücklicht an, welches sich problemlos auch am Rennrad an den Bremsseilen befestigen lässt.

# 5 -Pannenschutz geht jetzt über alles

Schon mal bei Nässe und Kälte einen Platten gehabt? Ich schon und das ist wirklich nervig und unangenehm. Abgefahrene Reifen haben jetzt ausgedient, denn sie sind nicht nur ein Sicherheitsrisiko, sondern auch erhöhen auch die Pannengefahr.

Auch der Luftdruck darf nun ein klein wenig geringer ausfallen. Und ein Crossrad oder ein MTB sind ohnehin im Winter besser geeignet als das Rennrad. Im übrigen meide ich im Winter auch oft die Radwege, da auf diese Unmengen Rollsplitt liegt. Auch wenn die Autofahrer sich eventuell noch so genervt fühlen…

7 Alternativen, wenn gar nichts geht

Manchmal geht es einfach nicht – bei Glatteis oder Unwetter macht es wenig Sinn, draußen Sport zu machen. Hier folgen 7 Indoor-Alternativen:

  • TRX – der Schlingentrainer für zu Hause
  • Noch einfacher – weil gänzlich ohne Hilfsmittel – Bodyweighttraining
  • Wie wäre mit Schwimmen? Es gibt kaum ein besseres Ausdauertraining für den ganzen Körper.
  • Wenn es mal schnell gehen muss, dann bietet sich das 7-Minuten-Training. Mehrere Runden davon ergeben ein richtig starkes Workouts für den ganzen Körper.
  • Laufband ist für mich die Höchststrafe. Lieber sitze ich als Alternative zum Outdoorsport auf dem Spinningrad, nutze einen Crosstrainer oder das Ruderergometer.
  • Eine weitere Alternative – einen Fitnesskurs im Studio. Ob Indoorcycling in der Gruppe oder ein Zumba-Kurs. Die Vielfalt ist grenzenlos.
  • Apropos Studio – wie wäre es statt dem Training mit einem Saunabesuch? Ins Schwitzen wirst du auch dort garantiert kommen und zusätzlich werden deine Abwehrkräfte gestärkt.

Sport bei schlechtem Wetter – ja gerne!

Sport im Freien kann auch bei nasskaltem Wetter Spaß machen. Wichtig ist die richtige Kleidung und eine positive Einstellung.

Denk dran: Sport tut dir gut – gerade wenn es draußen nass, kalt und grau ist.

Wenn du noch mehr Tipps haben möchtest, schau bei fitvolution vorbei. Meine Bloggerkollegen von fitvolution.de haben eine Blogparade zum Thema „Im Winter zum Training motivieren“ gestartet und dieser Beitrag ist ein Teil davon.

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Ach übrigens – ich wünsche dir mehr Zeit für Sport in deinem Leben.

Dein Torsten…

Über den Autor: Torsten Pretzsch

Torsten ist 2008 von der Couch aufgestanden, um ein sportlicheres Leben zu führen. Begonnen mit einer Laufrunde von nur 15 Minuten lief er Jahre später Marathon und absolvierte einen Ironman.

Als Teamleiter und Projektmanager war dieser Weg nur durch gutes Selbstmanagement möglich.

Hier im Blog unterstützt er dich, endlich mehr Sport zu machen. Mehr über Torsten…

Und das meinen die Leser:

Ich find den Blog super, da gibt es immer einige Tipps und das Buch ist sowieso das Beste - sehr motivierend und ich erkannte mich echt total wieder. Bis auf, dass ich noch lange nicht soweit bin zwecks Marathon oder sonstiges. Aber den Hintern vom Sofa habe ich hochbekommen und dank dir lieber Torsten und der tollen Gruppe hier bin ich echt super motiviert.

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Gabi Haubenwallner
*Affiliate-Links – du bekommst ein gutes Angebot natürlich ohne Zusatzkosten für dich und ich finanziere damit den Blog.

3 Kommentare

  1. Ich finde auch, dass Sport in den kalten Monaten wichtig ist, wenn es geht eben draußen. Auf jeden Fall braucht man aber frische Luft und ein paar der verbliebenen Sonnenstrahlen und wenn es eben ruhigere Aktivitäten mit der Familie sind. Zu Hause hab ich dann auch einen Stepper und ein Springseil und hin und wieder gehts ins Schwimmbad mit dem Kinde 🙂
    Aber ich muss noch anmerken: Licht am Rad – unbedingt! Nur kein blinkendes! Es ist weder zugelassen noch erhöht das gegenüber normaler Beleuchtung die Sichtbarkeit. Mich persönlich macht es eher aggressiv, wenn mir einer blinkend entgegenkommt (ok, das ist wirklich subjektiv). Also vernünftige Beleuchtung und man sieht Radfahrer auch 😉

  2. Handschuhe!! Handschuhe sind bei dem nasskalten Wetter unerlässlich. 😉

    Diese Erfahrung habe ich gestern Abend gemacht. Vom Parkplatz losgelaufen, Mütze auf dem Kopf (dank diesem Artikel) und nach etwa 15min habe ich meine Strecke stark verkürzt und bin mit erhöhter Geschwindigkeit zurück ans Auto, weil mir die Finger fast abgefroren sind. 😉

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