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5 ungewöhnliche Gründe, warum ich Radfahren mehr als Laufen liebe

„Besorg Dir ein Fahrrad. Wenn Du lebst, wirst Du es nicht bereuen.“ (Mark Twain)

Ich liebe es, laufen zu gehen. Ich mag die Einfachheit. Laufschuhe an und los geht es – egal wo.
Laufen ist ein toller Sport und unter den Ausdauersportarten auch sicher am beliebtesten.

Wer meinem Instagram Profil folgt, weiß aber, dass ich nicht nur laufe. Auch wenn die vielen Laufartikel in letzter Zeit es vermuten lassen.

Wenn ich ehrlich bin, die Wahl und keine entsprechenden Ziele habe, dann nehme ich zum Ausdauertraining lieber das Rad als die Laufschuhe zu schnüren. Deshalb werde ich dir in den kommenden Wochen einmal die Schönheit des Radfahrens näher bringen.

Heute erfährst du, warum ich Radfahren mehr als Laufen liebe.

Dank Radfahren kenne ich meine Umgebung

Als ich vor 16 Jahren nach München zog, war alles neu und spannend. Sobald ich etwas Zeit hatte, durchstreifte ich die Stadt. Und das meist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Diese sind natürlich in der Großstadt gut ausgebaut, doch mit der Zeit sind es immer wieder die gleichen Wege, die man fährt und auf denen man sich bewegt. Das änderte sich erst mit meinem Einstieg in den Sport.

Plötzlich entdeckte ich, wie viele Parks ich eigentlich in meinem Umfeld habe. Fand Wege, wie ich ohne Großstadtverkehr mit dem Rad an die Isar und aus der Stadt komme. Entdeckte die besten Eisdielen der Umgebung und natürlich die vielen tollen Seen in Münchens Westen.

Für mich ist das Rad noch immer mehr Sportgerät als Verkehrsmittel für den Alltag, aber dank der vielen kleinen und großen Runden in und um München, kenne ich die Stadt und das Umland sehr gut. Wenn du also irgendwo neu bist, schwinge dich aufs Rad und entdecke deine Umgebung…

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Radfahren ist weniger anstrengend

Achtung – jetzt folgt ein Geständnis: Ich strenge mich nicht gerne an. Na super, wirst du jetzt vielleicht denken, was für ein mieses Vorbild.

Ist aber so – Sport ist für mich in erster Linie Erholung vom Alltag und Stressabbau. Das merke ich mit jedem Tag mehr. Wettkämpfe reizen mich mit jedem sportlichen Jahr immer weniger, der Bewegungsdrang ist aber zum Glück geblieben. Sport ist zur Gewohnheit geworden.

Und in den meisten Fällen ist es auf dem Rad weniger anstrengend. Zumindest dann, wenn du nicht im Gebirge unterwegs ist. Setze dich auf dein Rad und cruise einfach mal durch die Gegend. Ich liebe es, sportlich flott, aber ohne Schnappatmung die Landschaft an mir vorbei fliegen zu lassen.

Auf dem Rad kann ich besser abschalten

Dieser Grund mag dich überraschen, schließlich erfordert Radfahren einfach mehr Konzentration als Laufen. Und das ist richtig – egal ob ich mit dem Rennrad auf den Nebenstraßen umher düse oder mit dem MTB durch Wälder und über Berge – ohne Konzentration landest du eher früher als später auf der Nase.

Aber gerade dieses Mindestmaß an Konzentration sorgt dafür, dass mein Kopf irgendwann Ruhe gibt. Es gibt so viel zu entdecken und das sorgt dafür, dass ich nach einiger Zeit geistig völlig entspanne. Im Gegensatz zum Laufen übrigens, wo das Kopfkino die meiste Zeit ziemlich stark an ist.

Will ich also geistig abschalten, setze ich mich eher auf das Rad. Gilt es über ein Thema nachzudenken, bieten sich die Laufschuhe an.

Radfahren lässt sich (manchmal) besser in meinem Alltag integrieren

Wie bitte? Jetzt spinnt er doch, magst du jetzt denken. Schließlich ist man auf dem Rad meist deutlich länger unterwegs und überhaupt, zum Laufen braucht es doch nur Laufschuhe.

So weit richtig, doch mein Weg ins Büro ist eine typische Pendlerstrecke. Und mit 42km auch für mich zu weit, um täglich mit dem Rad zu fahren. Trotzdem nutze ich es regelmäßig, eine Strecke zu radeln. An den täglichen Marathon denke ich lieber gar nicht erst.

Mit dem Auto oder der Bahn brauche ich in etwa eine Stunde, um diese Strecke im Großstadtverkehr zurück zu legen. Nutze ich das Rad, sind es etwas weniger als 2. Ich habe also nur eine Stunde mehr fürs Training gebraucht und dabei 2 Stunden ordentlich gesportelt. Praktisch, oder?

Anderes Beispiel – des Öfteren muss ich beruflich längere Strecken im Auto verbringen. Sobald es das Wetter zulässt, fährt mein Rad dabei regelmäßig mit. Komme ich an einer besonders schönen Gegend vorbei, stoppe ich gerne für ein oder zwei Stunden für eine Radrunde. Auf der Strecke zwischen Wien und München liegt ziemlich mittig der Attersee / Mondsee – ich sag dir – eine Runde um die Seen lässt jeden kommenden und vergangenen stau viel leichter ertragen.

Und es bringt Abwechslung ins Training und auch das Autofahren ist nicht mehr so langweilig, wenn man die Strecke in Abschnitte teilt. Und noch ein Vorteil gibt es an Wochentagen – für mich stellt das manchmal die einzige Möglichkeit dar, überhaupt im Hellen zu trainieren.

Radfahren ist abwechslungsreicher

Ok – das ist sicher der gewöhnlichste unter den ungewöhnlichen Gründen.

Der Radius beim Laufen ist begrenzt. Selbst bei langen Läufen in der Marathonvorbereitung bietet die Strecke nicht viel Abwechslung. Keine Frage – es gibt richtig tolle Laufstrecken. An der Isar, im Nymphenburger Schlosspark oder – bei richtig langen Läufen – eine Kombination aus den Münchner Parks bei einer großen Stadtrunde.

Aber das ist nichts gegen eine große Runde auf dem Rennrad oder ein Tour mit dem MTB in den Bergen. So habe ich auf dem Rad meinen Lieblingssee erst so richtig lieben gelernt. Den Walchensee in Oberbayern. Zu gern bin ich am Abend nach dem Projekt in Oberbayern Richtung Berge gefahren. Dann rauf aufs Rad, am Kochelsee vorbei, die Kesselbergstraße hinauf geradelt und dann eine ganze Runde um den Walchensee. Das war Urlaub im Alltag und Erholung pur vom zeitweise stressigen Projekt.

Zwei völlig unterschiedliche Seen verbunden durch einen kleinen, aber feinen und nicht zu steilen Pass – was braucht man mehr zum Radlerglück?

Apropos Abwechslung – alles zu seiner Zeit

Jetzt hast du meine Ode an das Radfahren bis zu Ende gelesen. Gibst du mir Recht? Oder bist du eher der Läufer oder magst du anderen Sport? Wie auch immer – was mir wichtig ist, dass du dich nur auf eine Sportart versteifst. Probiere regelmäßig etwas neues aus und entdecke deinen Lieblingssport.

Tipps & Tricks, um endlich mehr Sport zu machen, findest du in meinem kostenlosen E-Book.

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Ach übrigens – ich wünsche dir mehr Zeit für Sport in deinem Leben.

Dein Torsten…

Über den Autor: Torsten Pretzsch

Torsten ist 2008 von der Couch aufgestanden, um ein sportlicheres Leben zu führen. Begonnen mit einer Laufrunde von nur 15 Minuten lief er Jahre später Marathon und absolvierte einen Ironman.

Als Teamleiter und Projektmanager war dieser Weg nur durch gutes Selbstmanagement möglich.

Hier im Blog unterstützt er dich, endlich mehr Sport zu machen. Mehr über Torsten…

Und das meinen die Leser:

Ich freue mich immer auf deine Beiträge, weil sie informativ, übersichtlich, kurz und knapp und dennoch angenehm lang sind zum Lesen. Jede Woche gibt es neue spannende Themen.

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Joanna Boer
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Ein Kommentar

  1. „Nichts ist vergleichbar mit der einfachen Freude, Rad zu fahren.“ – John F. Kennedy

    Ich dachte mir, dass ich mein Kommentar ebenfalls mit einem passende Zitat beginnen möchte. Denn der Spruch von Mark Twain trifft den Nagel perfekt auf den Kopf. Fahrradfahren ist mehr als nur ein Sport. Und ich bin sehr beeindruckt, wie sie es Herr Pretzsch in nur 5 Stichpunkten schaffen all das zu formulieren was ich schon seit Jahren im Inneren denke. Sensationell.

    Es stimmt einfach: man entdeckt seine Umgebung besser, weil man das Radeln nicht so intensiv ist und man aus diesem Grund mehr Kilometer machen kann als beim Joggen. Wenn ich jogge schaffe ich höchstens 4 Kilometer am Stück. Danach bin ich aber auch erledigt. Mit dem Rad um weites mehr. Und ich kann nebenbei mir noch die Landschaft anschauen und bemerken, wie schön doch die Natur ist. Beim Joggen versuche ich ausreichend Luft zu bekommen und bin dermaßen im Tunnel, dass ich eigentlich nichts mitbekomme von meiner Umwelt. Das finde ich schade beim Joggen… daher gehört jeher mein Herz dem Rad!
    Auch aus diesem Grund fahre ich schon seit Jahren mit dem Rad zur Arbeit. 8 Kilometer hin und wieder zurück. Egal bei welchem Wetter. Passend dazu:

    „Das Wetter muss schon scheußlich sein, wenn ich das Rad in der Garage lasse.“ – Gustav Kilian

    Und vor einigen Monaten habe ich dann erfahren, dass ich mir auch ein Dienstfahrrad leasen kann. Das hat mich wirklich überzeugt, sodass ich mich näher darüber informiert habe. Finanziell lohnt es sich auch super für mich. Ich fahre ja auch fast jeden Tag!

    In diesem Sinne: vielen Dank für die Artikel und einen schönen Start in den Frühling.

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