Fünf Gründe, jetzt deinen eigenen Triathlon zu absolvieren

Ein eigener Triathlon? Ja, warum nicht! Hier erfährst du, welche Vorteile dein eigener Triathlon hat und warum auch du einen machen solltest.

Ein Gastbeitrag von Schorsch

Einen eigenen Triathlon zu absolvieren ist für viele unter normalen Umständen – aber auch in der Corona-Krise – eine verrückte Idee. Ein Wettkampf muss schließlich ordentlich organisiert und die Zielzeit offiziell dokumentiert sein.

Zugegeben, ein Rennen mit vielen hundert Teilnehmern ist sowohl in Krisenzeiten, als auch im »normalen« Leben für viele ein besonderes Ereignis. Sport lebt ja schließlich auch immer vom Wettkampf und vom Vergleich mit anderen, die bei einem eigens organisierten Wettkampf fehlen.

Es gibt allerdings gute Gründe, einen eigenen Triathlon zu absolvieren – ganz besonders für Einsteiger.

Gegen den Corona-Blues

Mit der Corona-Krise hat es uns Sportler ja alle gleichermaßen erwischt. Wettkämpfe wurden reihenweise abgesagt und auch jetzt – im Frühjahr 2021 – ist noch nicht absehbar, ob und wie Wettkämpfe im Sommer und Herbst stattfinden werden.

Da wundert es nicht, wenn manche Athleten die Motivation verlieren und kein konkretes Ziel mehr sehen, auf das sie hin trainieren könnten. Was den Sport betrifft, ist dieser Zustand besonders für all jene belastend, die eigentlich schon im letzten Jahr ihre Triathlon-Premiere feiern wollten und seitdem in einer Warteschleife hängen.

Aber auch für alle, die erst in der Pandemie diesen großartigen Sport für sich entdeckt haben, sind die fehlenden Wettkämpfe ein echtes Problem.

Vielleicht kennst Du das ja von Dir selbst:

Du bist Deine ersten 10 km am Stück gelaufen und hast dann auch noch das Radfahren für Dich entdeckt. Jetzt fragst Du Dich, was Du als Nächstes in Angriff nehmen könntest! Klar, dass Triathlon da in die nähere Auswahl kommt. Und egal, ob Du noch nicht ganz sicher bist oder Dich schon für entschieden hast. Mit Deinem ersten Triathlon musst Du nicht aufs nächste Jahr warten.

Ein eigener Triathlon? Ja, warum nicht! Hier erfährst du, welche Vorteile dein eigener Triathlon hat und warum auch du einen machen solltest.

Triathlon – wie gemacht für einen eigenen Wettkampf

Da der Triathlon aus drei Disziplinen besteht, ist es im Training wichtig, sich auch auf das Zusammenspiel dieser Sportarten zu konzentrieren. So ist es sinnvoll, in den Wochen vor dem Wettkampf nach einer Trainingseinheit auf dem Rad noch eine kleine Runde zu laufen.

Das sogenannte Koppeltraining soll den Körper auf den Wechsel der Disziplin vorbereiten, der teilweise ganz schön anstrengend sein kann. So kann der Kreislauf schon einmal verrückt spielen, wenn man aus dem Wasser steigt, in dem man ja quasi waagerecht liegt, und zu rennen beginnt.

Dieses Koppeltraining besteht aber schon aus zwei Dritteln dessen, was einen Triathlon ausmacht. Daraus einen eigenen Triathlon zu basteln ist also überhaupt nicht schwer und passt auch bei langjährigen Triathleten gut in die Vorbereitung.

Es gibt aber noch mehr Gründe, warum Du Deinen eigenen Triathlon absolvieren solltest.

1. Du bist extrem flexibel

Was absolut für einen eigenen Triathlon spricht, ist die Flexibilität, die Du damit hast.

Du kannst Dir einfach einen Kalender schnappen, ein Wochenende im Sommer aussuchen und das Wettkampfdatum festlegen.

Die passende Triathlonveranstaltung zu finden, ist dagegen schon unter normalen Umständen deutlich komplizierter. Denn im Vergleich zu Laufveranstaltungen gibt es wesentlich weniger Triathlonwettkämpfe, von denen sich zusätzlich nicht alle für den Einstieg anbieten.

Das macht die Startplätze teilweise sehr begehrt und sorgt dafür, dass die Rennen schon früh im Jahr ausverkauft sind. Außerdem hat nicht jeder von uns das Glück, einen dieser Wettkämpfe vor der Tür zu haben.

Organisierst Du Dir Deinen eigenen Wettkampf, geht das relativ kurzfristig direkt vor Deiner Haustüre. Du sparst Dir die frühzeitige Planung und eine lange Anreise.

2. Du kannst die Strecke wählen

Der zweite Punkt, der für einen eigenen Triathlon spricht, ist die Streckenwahl.

Das Streckenprofil kann nämlich je nach Triathlonveranstaltung von ganz flach und angenehm bis hin zu sehr hügelig und gemein alles sein. Wie Du Dir vorstellen kannst, sorgt das auch dafür, dass nicht jeder organisierte Wettkampf für Dich infrage kommt und die Auswahl damit noch weiter schrumpft.

Planst Du Deinen eigenen Triathlon, kannst Du Dir selbstverständlich auch die Strecke selbst aussuchen. Wenn Du regelmäßig mit dem Rad in der Nachbarschaft trainierst, fallen Dir sicher recht schnell passende Strecken ein, auf denen Du gut fahren kannst.

Ebenso verhält es sich wahrscheinlich mit den Laufstrecken, oder? Und schwimmen könntest Du natürlich im heimischen Baggersee – Schwimmbäder sind ja aktuell noch geschlossen.

So hast Du Dir schnell eine Strecke erstellt, die Du kennst und die gut zu absolvieren ist.

Schorsch auf dem Fahrrad

3. Du kannst Dir die ganze Organisation sparen

Die Streckenplanung ist natürlich ein bisschen Orga, allerdings im Vergleich zu einem offiziellen Wettkampf extrem gering. Du musst zum Beispiel keine Startunterlagen abholen, wie das normalerweise der Fall ist. Außerdem musst Du nicht Dein ganzes Equipment für die Wechselzonen packen und darauf achten, dass im Wettkampf alles am richtigen Ort liegt.

Frühes Aufstehen, eine aufwändige Verpflegung und die Anreise am Renntag sparst Du Dir auch, wenn Du Deinen eigenen Wettkampf planst. Die Startzeit kannst Du schließlich selbst festlegen.

Und die Wechselzone – also der Ort, an dem Du von der einen Disziplin zur anderen wechselst – kannst Du ebenfalls selbst planen.

Wenn Du in einem See schwimmen gehst, musst Du Deine Ausrüstung nur am Ufer bereitlegen und von einem Freund oder einer Freundin beaufsichtigen lassen – und schon hast Du keinen Stress mehr.

Als langjähriger Athlet kann ich Dir sagen, dass das um Welten einfacher ist, als wenn Du Dich dabei an Vorgaben vom Veranstalter halten musst. Da ist man nämlich manchmal richtig froh, wenn man an der Startlinie steht und die Orga hinter sich hat.

4. Du musst Dir keine Gedanken um die Konkurrenz machen

Für viele Einsteiger ist die Konkurrenz im Triathlon einer der Punkte, warum sie mit der Anmeldung zu einem Rennen lange zögern. Das liegt aus meiner Sicht besonders am Perfektionismus vieler Triathleten, die schon als Hobbysportler nicht selten mit derselben Ausrüstung im Rennen unterwegs sind wie die Profis selbst.

Nicht selten sind diese Agegrouper – wie man die Altersklassenathleten auch nennt – auch ähnlich gut vorbereitet und verfügen über ein vergleichbares Betreuerteam wie die Profiathleten. Viele Neulinge glauben daher, dass sie am Renntag eine »schlechte« Leistung abliefern und sich vor versammelter Mannschaft blamieren würden.

Darüber musst Du Dir keine Gedanken machen, wenn Du Deinen eigenen Triathlon absolvierst. Niemand ist mit Dir auf der Strecke und niemand wird vor Dir ins Ziel kommen. Du wirst also als Sieger vom Platz gehen und ganz oben auf dem Treppchen landen.

5. Du kannst den Sport ganz bequem kennenlernen

Das alles sorgt dafür, dass Du den Triathlon-Sport ganz entspannt und stressfrei kennenlernen kannst. Du hast im Vorfeld wesentlich weniger Stress und Du weißt, was Dich auf der Strecke erwartet.

Du kannst vor Deinem Wettkampf alles schon einmal testen, indem Du zum Beispiel ein Koppeltraining auf der von Dir ausgewählten Strecke absolvierst. Du kannst Dich beim Wechseln entspannt umziehen und in Ruhe verpflegen, wenn Du das möchtest. Du kannst aber auch ganz bewusst an Deine Grenzen gehen.

Wenns nicht klappt, ist niemand da, der es mitbekommt. Und Du kannst es am Wochenende darauf ein weiteres Mal versuchen.

Übergangslösung DIY-Triathlon

Falls Dir bei einem so organisierten Triathlon ein wenig der Wettkampfcharakter fehlt, bietet sich aktuell auch unser DIY-Triathlon an.

Diesen virtuellen Triathlon bieten wir seit 2018 als Möglichkeit für Einsteiger an, Triathlon unabhängig von einem »richtigen« Wettkampf kennenzulernen.

Virtuell kannst Du Dich dabei ein bisschen mit anderen messen, Deinen Wettkampf aber dennoch in Ruhe absolvieren.

Du kannst den Termin, an dem Du Deinen Wettkampf absolvierst, in diesem Sommer frei wählen oder Dich mit anderen Teilnehmern in der Facebook-Gruppe absprechen. Dort kannst Du Dir natürlich auch Tipps, Tricks und Motivation abholen.

Ganz wie bei einem »richtigen« Triathlon bekommst Du beim DIY-Triathlon aber auch eine Urkunde und eine Medaille. Aber das ist nicht alles! Denn von jeder Anmeldung geht ein gewisser Betrag als Spende an die Athletes for Charity.

Auch Torsten hat 2020 schon am DIY Triathlon teilgenommen und ist dieses Jahr auch wieder am Start.

Hier erfährst Du mehr über den DIY-Triathlon, an dem Du übrigens auch mit der ganzen Familie teilnehmen kannst.

Schwimmen musst Du übrigens nicht unbedingt beim DIY-Triathlon.

Du siehst: Es gibt nur gute Gründe, um jetzt einen eigenen Triathlon zu absolvieren.

Der Autor

Als begeisterter Triathlet und Kraftsportler ist Schorsch nun schon mehr als 15 Jahren sportlich aktiv. Seit 2015 hilft er außerdem anderen als Trainer, Buchautor, Redakteur und Co-Founder von Tri it Fit dabei, im Triathlon Fuß zu fassen und sich stetig zu verbessern. Darüber hinaus hat er in dieser Zeit als Sportler auch das Mentaltraining für sich entdeckt, das besonders auf langen Distanzen wie Ironman und Ultramarathon sehr wertvoll sein kann.

Den Podcast und die Artikel, die er gemeinsam mit Lotta veröffentlicht, findest Du unter https://tri-it-fit.de

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