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Mindmap, das ultimative Mittel gegen das Chaos in deinem Kopf

Mindmap

Herrscht in deinem Kopf manchmal Chaos? Gedanken und Aufgaben schwirren umher? Du hast viele Ideen, aber du bist selten in der Lage, sie ordentlich zu Papier zu bringen. Du machst dir zwar hin und wieder Notizen, aber am Ende sind diese Gedankenfetzen reichlich nutzlos.

Falls du dich hier auch nur ansatzweise erkannt hast, solltest du es mal mit Mindmap versuchen. Mind-Mapping ist eine schöne Methode, um Ordnung in dein Gehirn zu bekommen.

Die Motivation hinter Mindmap

Tony Buzan, ein britischer Psychologe hatte bereits zu Schulzeiten und erst recht später im Studium genau die Probleme, die ich dir in der Einleitung aufgezählt habe. Er notierte sich fleißig gerade beim Lernen, aber hatte am Ende Schwierigkeiten, diese Notizen zu ordnen und mit ihnen etwas anzufangen.

Unser Geist funktioniert nicht so, dass er strukturiert von Notiz zu Notiz voran schreitet. Nein – unser Geist ist sprunghaft und denkt vor allem in Bildern. Das nutzte Buzan und erfand eine Methode, deine Notizen in Bilder zu verarbeiten. Schon große Geister wie da Vinci nutzten ähnliche Techniken, auch wenn das sich noch nicht Mindmap nannte.

Was ist ein Mind Map?

Ein Mind Map ist ein Stadtplan deiner Gedanken zu einem bestimmten Thema. Selten sind europäische Städte am Reißbrett geplant und deshalb gibt es breite Straßen und enge Gasse und das alles sehr verwinkelt.

So geht es auch im Gehirn zu und Mindmaps sind ein Werkzeug, der mittels eines kreativen Prozesses deine Gedanken ordnen kann. Dabei wandern die Gedanken aus dem Gehirn auf Papier und dadurch wieder ins Gehirn zurück. Es funktioniert ähnlich einem Brainstorming, nur das man bereits die Gedanken strukturiert.

Daher ist ein Mind Map perfekt geeignet, wenn man ein solches Brainstorming allein durchführen möchte oder muss.

Wie erstelle ich ein Mind Map?

Wie gehst du nun vor? Schnapp dir ein Papier am besten im Querformat (alternativ: Computerprogramm, aber dazu später) und ein paar Farbstifte. Das Hauptthema platzierst du nun zentral in die Mitte des Blattes und umrundest es. Idealerweise schreibst du nicht nur den Text, sondern verwendest auch Symbole und kleine Skizzen. Das lockert auf und bringt Spaß in die Sache.

Ausgehend vom Hauptthema verzweigen sich nun Äste zu Unterthemen. Die Äste sind dabei sprichwörtlich zu sehen und keine gerade Linie. In deinem Gehirn gibt es keine geraden Linien. Das Unterthema besteht am Besten auch nur aus einem Wort.

Von dort wird dann jeweils weiter verzweigt und so entsteht eine Struktur von Ästen zu kleinen Zweigen, die dann zum Beispiel konkrete Handlungen oder eben Informationen sein können und dementsprechend beschriftet werden. Hier das Mind Map, welches mir beim Verfassen dieses Artikels geholfen hat.

 

Mindmap

Wobei kann ich Mind Map verwenden?

Da du jetzt weißt, wie man Mind Map erstellt, hast du sicher schon ein paar Ideen im Kopf, wobei du sie anwenden kannst. Nicht? Hier mal willkürlich 4 Möglichkeiten, um Mind Mapping anzuwenden:

  • Alles was du besprechen willst
    Egal ob ein Telefonat oder ein Meeting, alles was du besprechen willst, solltest du dir vorher notieren. Andernfalls ist die Gefahr groß, dass man ein paar Dinge vergisst. Und damit du alle Punkte schnell und kompakt in der Übersicht hast, eignet sich ein Mind Map perfekt. Wie wäre es zum Beispiel, den Inhalt einer Agenda eines Meetings per Mind Map zu verschicken? Ich mache das des öfteren so und diese etwas andere und weniger langweilige Art kommt gut an.

 

  • Projektplanung im Kleinen wie im Großen
    Als Projektmensch ist es für mich täglich Brot, Projekte zu planen. Meist handelt es sich um komplexe Zusammenhänge, die man am schnellsten und einfachsten erst erkennt, wenn man sie visualisierst. Auch  hier hilft ein Mind Map. Dabei muss man nicht nur an große Projekte im Berufsleben denken. Nein – am besten geeignet sind Mind Maps bei kleinen Projekten im Privaten. Du willst deine Wohnung renovieren? Ein Auto kaufen? Eine Feier oder einen Urlaub planen? Oder du hast sehr viel zu Lernen? Probiere es mit Mind Mapping!

 

  • Präsentationen erstellen
    Du musst öfters Präsentationen erstellen? Weißt aber nicht, wo du beginnen sollst und wie du sie strukturierst. Auch hier nutze ich immer Mind Maps. Das Thema steht im Zentrum und dann wird erstmal alles drumherum gebastelt. Danach bringe ich das in Reihenfolge und die Basis steht. Erst dann kann man mit dem Entwerfen der Folien beginnen.

 

  • Blogartikel schreiben
    In eigener Sache – nahezu jedem Blogartikel hier geht ein Mind Map voraus. Auch hier steht das Thema im Mittelpunkt und dann positioniere ich die Unterthemen drumherum. Das ganze lasse ich dann gerne noch paar Tage wirken, bringe es in Struktur und der Schreibprozess selbst ist dann der Abschluss, der schnell und einfach von der Hand geht. So verhindere ich Schreibblockaden.

Die Tools zum Mind Mapping

Obgleich auf ein Blatt Papier und mit Buntstiften gemalt,immer noch die kreativste und schönste Form einer Mind Map ist, bin ich darin leider nur sehr wenig talentiert. Trotzdem will ich natürlich nicht darauf verzichten und nutze deshalb Softwaretools. Es gibt einige Software zum Mindmapping. Dabei ist von teuer bis kostenlos alles dabei. Ich stelle euch hier drei Programme vor:

  • SimpleMind
    Ich nutze nach einigem probieren unter Windows SimpleMind. Das finde ich optisch extrem gelungen (siehe Beispiel weiter oben), gut anpassbar und das beste, es gibt es für alle gängigen Plattformen. Da man mittels Dropbox einfach synchronisieren kann, kann ich so unterwegs am Handy oder Tablet mit dem Mind Map beginnen und es zu Hause am Laptop dann beliebig fortsetzen. Weiterer Vorteil von SimpleMind ist, dass die Optionen sich in Grenzen halten. oder anders gesagt, mit wenigen Klicks bekommt man unheimlich schicke und gute Ergebnisse. Und genau die Einfachheit liebe ich! SimpleMind kostet als Einzellizenz 23,99€ + Mwst. oder 37,50€+Mwst. als empfehlenswerte Famlienpackung mit 4 Lizenzen.

 

  • Freemind
    Es gibt allerdings auch eine sehr gute kostenlose Alternative – Freemind. Freemind hat einen relativ mächtigen Funktionsumfang und das empfinde ich als Nachteil. Ich habe es jahrelang genutzt, und mich ständig dabei erwischt, wie ich mehr Zeit mit dem Formatieren als dem Erfassen meiner Gedanken zugebracht habe. Das halte ich nicht für zielführend und außerdem finde ich die Optik nicht so hübsch wie bei SimpleMind.

 

  • MindNode 2
    Auf dem Mac, den ich seit einigen Monaten nutze, funktioniert SimpleMind zwar auch. Dennoch habe ich mich für MindNode entschieden und den Wechsel nicht bereut. Auch hier kann man schnell und ohne viel Firlefanz Mindmaps erstellen. Ein sehr gutes Argument für MindNode ist das Integrieren von Notizen, welches dort einfach und schnell geht. Sehr praktisch! Ebenso praktisch die Integration in die iCloud, weshalb die hübschen Mindmaps online verfügbar sind. MindNode gibt es im App-Store für 29,99€. 

Nutzt du schon Mind Maps? Sehr gut! Wenn nicht, dann hoffe ich , dass du mit diesem Artikel neugierig geworden bist. Die Anwendungsgebiete sind vielfältig und nahezu unendlich und ich kann es dir nur empfehlen!

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Über den Autor: Torsten Pretzsch

Torsten ist 2008 von der Couch aufgestanden, um ein sportlicheres Leben zu führen. Begonnen mit einer Laufrunde von nur 15 Minuten lief er Jahre später Marathon und absolvierte einen Ironman.

Als Teamleiter und Projektmanager war dieser Weg nur durch gutes Selbstmanagement möglich.

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8 Kommentare

  1. Hallo Thortsen,
    für meine Projekte benötige ich meistens ein Mind Mapping. Meistens, nach dem erstellen, schlafe ich eine Nacht darüber und nehme am darauf folgenden Tag das alte Mind Mapping und gestalte mir ein neues. Wie ich festgestellt habe, entwickeln sich diese Mind Mapping 🙂

    LG

    Roger

  2. Hallo Torsten,

    den Begriff „Projektmensch“ finden wir naturgemäß wunderbar 🙂 Uns als Projektmenschen leisten Mind-Maps zur Visualisierung ebenfalls immer wieder gute Dienste. Vor allem, wenn es darum geht Projektstrukturpläne zu erstellen oder User Stories zu „sortieren“.

    Beste Grüße
    Holger

  3. Hallo Torsten,

    vielleicht noch als Ergänzung – auf meinem Blog sind speziell zum Thema Lernen auch noch zwei Artikel zu den Mindmaps erschienen. Hier sind die Links:

    Mindmaps, so kommt Kreativität in dein Lernen

    und

    Zeit für mehr Kreativität

    Liebe Grüße
    Christine

  4. Hi Thorsten,

    dein Blog gefällt mir und dieser Artikel auch. Sehr gut, weiter so.

    Als alternative Mindmap Software kann ich noch https://www.xmind.net/de/ empfehlen.
    Früher nutzte ich Freemind aktuell lieber XMind. In der Grundversion ist XMind kostenlos und bietet sehr viele Funktionen inkl. eine Anbindung an Evernote.

    Gruß Mario

  5. Hallo Torsten,

    auch zum Strukturieren von Lernstoff, zum Beispiel für Themenwortschatz oder Grammatikthemen bei Sprachen, oder bei der allgemeinen Zielsetzung, also zur Erstellung von Lernplänen und Lerntagebüchern sind Mind Maps großartig geeignet! Sie eignen sich sehr für visuelle Lerntypen – beim Ordnen von Wortschatz können kleine Bildchen gezeichnet oder gemalt werden oder auch Fotos hinzugefügt werden, es gibt inzwischen tolle Software dafür. Ich finde, dass auch XMind ein gutes Programm ist.
    Natürlich kann man eine Mind Map auch per Hand schreiben und zeichnen, dann auch mit verschiedenen Farben.

    Diese Mind Maps sind nicht nur zum Strukturieren selbst geeignet, sondern dann später auch zum Wiederholen des Vokabulars. Stell Dir vor, Du hast Dir Mind Maps erstellt zum Thema „Einkaufen“, „Restaurantbesuch“ oder „Apotheke“. Du kommst also in die Situation – dann musst Du Dir nicht mühselig alle Vokabeln zusammensuchen, sondern klappst Deine entsprechende Mind Map auf und bist sofort bestens vorbereitet!

    Und Spaß macht es außerdem, denn ellenlange Vokabellisten abarbeiten ist dagegen nicht gerade der Hit …

    Herzliche Grüße
    Christine von „Sprachenlernen leicht gemacht“

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