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Pareto Prinzip oder 80/20-Regel – warum weniger meist mehr ist

Pareto Prinzip

Heute geht es um Mathematik. STOP nicht weglaufen und hier geblieben. Eine einfache Rechnung besagt, dass 80+20 = 100 ist. Das war es auch schon mit Mathe. Es geht vielmehr um eine Methode des Zeitmanagement, die Pareto Prinzip oder 80-20 Regel genannt wird. Kein Grundlagenbuch kommt ohne die sehr alte Regel aus, doch nur wenige Grundprinzipien des Zeitmanagements werden auch so oft falsch interpretiert.

Wer war dieser Pareto und welches Prinzip hat er entdeckt?

Vilfredo Pareto war ein italienischer Ingenieur, Ökonom und Soziologe des späten 19. und frühen 20.Jahrhunderts. Er untersuchte die Verteilung des Besitzes in Italien und fand 1897 heraus, dass 80% des Besitzes auf 20% der Bevölkerung verteilt war. Pareto forschte weiter und stellte schnell fest, dass diese Regel auf viele Bereiche anwendbar ist.

Pareto Prinzip im Zeitmanagement

Einer dieser Bereiche ist das Zeitmanagement. In 20% der Arbeitszeit erreichen wir 80% des Ergebnisses. Das bedeutet, mit Konzentration auf das Wesentliche lässt sich nahezu genau so viel erreichen, wie mit überbordenden Perfektionismus.

Dabei spielt die mathematische Berechnung keine Rolle, sondern es geht um eine Sicht im Herangehen an Aufgaben und Projekte. Natürlich gilt das nicht für alle Lebensbereiche, aber doch für sehr viele. Denn umgekehrt führt obiges Beispiel dazu, dass wir in der verbleibenden 80% der Zeit, nur noch 20% des Ergebnisses schaffen.

Wer schon einmal seine Tätigkeiten genauer untersucht hat, dem dürfte das nicht fremd sein. Sei es bei der Erstellung von Dokumenten im geschäftlichen Umfeld, wo 80% der Zeit mit Formatierung und nur 20% mit dem Inhalt zugebracht werden. Aber auch im täglichen Leben kann man das beobachten. Die meisten Menschen tragen zum Beispiel 20% der Kleidung in ihrem Kleiderschrank in 80% der Zeit.

Weitere Beispiele für das Pareto Prinzip

  • im Einzelhandel wird 80% des Gewinns mit 20% der Waren gemacht
  • in Meetings kommt man in 20% der Zeit gewöhnlich zu 80% der Beschlüsse
  • auf 20% der Straßen einer Stadt findet 80% des Verkehrs statt
  • 80% der Anwender einer Software benutzt nur 20% der Funktionen
  • du telefonierst 80% der Zeit mit 20% der Leute, die du im Laufe eines Jahres anrufst

Was bedeutet das? Ein Fazit…

Die Schlüsse des Pareto Prinzip sind nicht ganz so einfach und werden auch oft – besonders im ökonomischen Kontext – falsch interpretiert. Nicht das Weglassen der 80% führen zum Erfolg, sondern das Erkennen dieser. Oder anders gesagt: Tue die richtigen Dinge und nicht die Dinge richtig!

Auch stellt das Pareto Prinzip einen klaren Gegenpol zum Perfektionismus dar. Mache deine Aufgaben gut, aber mache sie nicht perfekt. Und vor allem: lasse die Dinge weg, die nichts mehr zum Ergebnis beitragen.

Perfektionismus ist in den aller seltensten Fällen notwendig, wird somit oft als Vorwand zur mangelnden Effektivität vorgeschoben. Auch sind dieser Perfektionismus genau die 80% der Zeit, die nur unwesentlich zum Ergebnis beitragen, in den meisten Fällen der Auslöser für Stress, Überstunden und damit verbundenen Frust.

Denk daran, wenn du das nächste Mal zum x-ten Mal ein Dokument unformatierst oder du seit Stunden die Wohnung halbherzig putzt. Was hilft dir noch? Automatismen und Checklisten sind zum Beispiel eine Möglichkeit, sich auf das Wesentliche und bewusst richtige zu konzentrieren. Verzichte auf Multitasking und lasse dich nicht ablenken.

Nochmal, weil es entscheidend ist:

Tue die richtigen Dinge und nicht die Dinge richtig!“

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Über den Autor: Torsten Pretzsch

Ich bin 2008 von der Couch aufgestanden, um ein sportlicheres Leben zu führen. Begonnen mit einer Laufrunde von 15 Minuten lief ich Jahre später Marathon und absolvierte einen Ironman.

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