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Ein ganzes Jahr ohne Zucker und Alkohol – geht das? Ein Selbstexperiment…

Ein Gastbeitrag von Stefanie Liebich

Bevor ich von meinem 365-Tage-Experiment erzähle, erstmal kurz zu meiner Person. Ich bin eine 37-jährige sportbegeisterte junge Frau, die sich ein Leben ohne Sport nicht vorstellen kann. Seit etwa meinem 20. Lebensjahr (plus/minus paar Jahre… Ich weiss es nicht mehr genau) mache ich Sport.

Schon immer hatte ich das Problem, dass ich bei ungesunder Ernährung und zu wenig Bewegung, rasant zunehme. Ich weiss nicht, was mein Körper mir damit sagen will, aber leider gehöre ich zu der Fraktion Mensch, die Schokolade nur sehen müssen und dann Ruck Zuck ein Kilo mehr auf den Hüften hat. Aus diesem Grund, habe ich irgendwann mit Sport im Fitnessstudio begonnen. Zu der Zeit wog ich etwa 60 kg, was bei meiner Körpergröße von 1,54 cm echt nicht schön aussah.

Mit Sport im Kampf gegen den Hüftspeck

Also begann ich ganz klassisch mit den typischen Kursen wie „Bauch Beine Po“, „Bodyworkout“ und „Cardio“-Kursen. Ich merkte schnell, dass ich mit Sport und halbwegs vernünftiger Ernährung gut abnehmen konnte. Aber das Wichtigste an all dem ist, dass ich immer Spass daran hatte. Ich hatte nie das Gefühl, ich muss jetzt ins Studio gehen, sondern ich wollte es immer. Das macht das Ganze erheblich leichter.

Durch verschiedene Wohnorte in meinem Leben, kam ich auch immer wieder mal in neue Fitnessstudios und lernte andere Sportarten und Kurse kennen. Ich habe zum Beispiel die Kurse von Lesmills für mich entdeckt. Wie zum Beispiel „Bodypump“ für die Kraftausdauer oder „Bodyattack“ als Cardiokurs. Ich finde das Prinzip von Lesmills einfach super. Der Vorteil ist, dass man über 3 Monate immer das Gleiche macht und erkennbare Steigerungen sieht und sich immer auf gleichbleibende Qualität der Kurse verlassen kann. Wer kennt das nicht? Du gehst super motiviert in einen Kurs, ohne Kurs und Trainer zu kennen und kommst völlig gefrustet wieder raus. Entweder, weil er dich unter- oder überfordert hat.

Sport ist für mich zum Auspowern und Abschalten da

Ich habe aber auch andere Sachen probiert. Zum Beispiel die Kampfsportart Wing Tsun. Es hat mir grundsätzlich Spass gemacht, ab ich habe folgendes für mich gelernt. Ich kann beim Sport nicht denken. Sport ist für mich zum Auspowern und Abschalten da. Mir nach dem Job auch noch beim Sport Dinge zu merken und zu lernen, war einfach nicht drin. Zum Auspowern bei Wind und Wetter habe ich ein Jahr Bootcamp im Freien gemacht. Das kann ich jedem nur empfehlen. Dort habe ich gelernt, dass der Körper noch viel mehr leisten könnte, wenn der Kopf es zulassen würde. Sehr oft sagt die Kopfstimme „Ich kann nicht mehr. Hör auf. Ist doch alles viel zu anstrengend.“ Aber wenn der Wille da ist, kann man über die Grenzen hinausgehen, auch wenn es schwer ist. Also: Raus aus der gemütlichen Komfortzone…

Irgendwann begann ich mit dem Laufen. Hier einen Kilometer, da einen Kilometer. Wenn ich darüber nachdenke, ist es schon krass, wie ich mal angefangen habe. 1 Minute laufen und 1 Minute gehen. So hat sich das weiter gesteigert.

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Bisher habe ich diverse Läufe mitgemacht, bis zum Halbmarathon. Ich bin vielleicht nicht die Schnellste (Mittelfeld würde ich sagen) Aber darum geht´s ja auch nicht. Am Ende zählt der Spass an der Sache. Mein nächstes Ziel ist mein erster Marathon in Barcelona.  Ich bin gespannt. Training läuft.

Sport allein hilft nicht – Essen als Stressventil

Sport ist toll, aber ohne die passende Ernährung nur halb so wirkungsvoll. Du kannst dich noch so sehr abstrampeln. Wenn die Ernährung schlecht ist, macht Sport nur wenig Sinn. Das habe ich im letzten Jahr deutlich gemerkt.

Es gibt Situationen im Leben, in denen sich alles nur noch darum dreht, überall zu funktionieren. Man läuft wie in einem Hamsterrad… Man läuft und läuft und läuft. In solchen Momenten merkt man anfangs gar nicht, wie sehr man sich beginnt zu verändern. Meine Erfahrung zeigt, dass sich Stress bei mir das Ventil Futtern und Trinken sucht.

In stressigen Zeiten merkte ich, dass ich immer mehr ungesundes Dinge gegessen und getrunken habe. Mein Körper brauchte scheinbar ein Ventil. Und Sport hat wohl nicht gereicht. In Spitzenzeiten gab es abends 1 Flasche Wein, 1 Packung Eis und 1 Tüte Chips.

Ich dachte mir… Es kann doch nicht sein, dass ich nicht selbst entscheiden kann, was und wieviel ich esse. Wenn das so weitergeht, werde ich eine dicke Kugel, die sich nur noch von Mist ernährt. Es muss doch möglich sein, auf Zucker und Alkohol zu verzichten.

365 Tage zucker- und alkoholfrei – ein Experiment

Nach meiner allabendlichen Fressattacke setzte ich mir das Ziel „365 Tage zucker- und alkoholfrei“. Warum solange? Ich hatte schon mal 2 Monate durchgehalten und dachte mir einfach, dass es auch dauerhaft möglich sein muss. Es ist einfach reine Kopfsache. Dachte ich…

Nun begann ich, meine Nahrungsmittelschränke von Zucker und Alkohol zu befreien. Ich fühlte mich gut und war voller Euphorie und Tatendrang. Die Tage gingen vorbei. Meist ganz ohne Probleme und Heißhunger. Ich war stolz auf jeden Tag, den ich gut überstanden habe.

Wie ein hungriger Tiger

Allerdings gab es auch die anderen Tage, an denen ich wie ein hungriger Tiger herumgelaufen bin, auf der Suche nach etwas, was den Heißhunger eindämpft. Als Alternative gab es dann Obst mit Käse, was am Ende wahrscheinlich mehr Kalorien hatte, als wenn ich Schokolade genascht hätte. So aß ich einfach eine Menge anderer Sachen. Die waren zwar zucker- und alkoholfrei, aber hatten nicht weniger Kalorien und waren nicht immer gesünder. Fazit: Die Waage zeigte mehr als vorher an. Der Frustpegel stieg also und der Heisshunger auch. Es wurde immer schwerer zu verzichten.

Essen ist viel mehr als Nahrungsaufnahme

Ich habe gemerkt, dass essen und trinken nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern auch Genuss ist. Alle essen im Sommer Eis – Ich eine Banane… Alle trinken im Sommer relaxt mit Freunden das Feierabendbierchen – Ich trinke Wasser. Mal ernsthaft…Das ist doch kein Genuss. Am Anfang war ich stolz, dass ich nicht schwach geworden bin und nicht wie die anderen maßlos war. Aber nach einer Weile hat es genervt. Was bleibt einem im Restaurant? Alkohol – gestrichen… Nachtisch – gestrichen… Getränke – nur Wasser und Kaffee… Juchuuu… Genuss ist was anderes.

Also brach ich die Challenge an Tag 75 ab. Ich habe nach dem Experiment scheinbar alles nachgeholt, was ich nicht durfte. Alles was verboten war, schaufelte ich nun in mich rein. Das führte natürlich zu einem weiteren Anstieg auf der Waage. Der beste Weg für mich, ist einfach Kalorien zählen. Ich mache es nicht bis in kleinste Detail. Aber ich schaue, dass ich meine Menge nicht allzu sehr überschreite oder es mit Sport ausgleiche. Ich esse und trinke, was mir schmeckt.

Finde deinen eigenen Weg

Mein Fazit: Ich bin froh, es gemacht zu haben. Es hat mir gezeigt, dass es nicht immer nur darum gehen sollte, ständig nur zu verzichten. Der ganze Healthy- und Superfoodhype ist manchmal etwas überbewertet. Ich denke, man sollte schon auf die Ernährung achten und nicht wahllos in sich rein schaufeln. Jeder muss seinen eigenen Weg finden. Wem Verzicht gut tut, kann das gerne machen. Aber man sollte das, was man isst, bewusst essen und jeden Bissen genießen. Du lebst nur einmal.

Essen und Trinken ist Lebensqualität. Ich weiß das ab sofort noch mehr zu schätzen.

Du kannst alle Tage nachlesen und mir bei meiner Vorbereitung auf meinen sportlichen Plänen folgen auf www.stefanie-liebich-fitness.de

Über die Autorin:

Stefanie Liebich

Ich bin eine 37-jährige sportbegeisterte junge Frau, die sich ein Leben ohne Sport nicht vorstellen kann. Seit etwa meinem 20. Lebensjahr (plus/minus paar Jahre… Ich weiss es nicht mehr genau) mache ich Sport.

Als Fitnessfan und (Fern-)Studentin im Bereich Fitnesstraining und Ernährung berichte ich vor allem auf Instagram von meinem Training und meinen Sport- und Ernährungsexperimenten.

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