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Ohne Ausdauer geht es nicht

ausdauer

Ein Gastbeitrag von Frank Albers:

Nachdem Torsten bereits auf meinem eigenen Blog einen Gastartikel veröffentlicht hat, freue ich mich nun über die Gelegenheit, mich bei ihm zu revanchieren. Und ganz ehrlich: was liegt näher, als auf dem Ausdauerblog über Ausdauer zu schreiben?

Ich bin gerade 51 geworden und stelle fest: all zu viel hat sich nicht verändert. Wieder ein Jahr älter, aber es fühlt sich alles an wie vorher 😉 Keine Ahnung, ob mich das der viel gelobten Altersweisheit ein Stück näher gebracht hat. Zumindest habe ich bisher Einiges an Erfahrungen gemacht und kann auf viele Erfolge, aber auch auf einige Fehlschläge zurückblicken.

Aus den Erfolgen, aber besonders aus den Fehlschlägen habe ich so Manches gelernt.

Ein wichtiger Punkt, den ich gelernt habe: ohne Ausdauer geht es nicht.

Wer bin ich und was für eine Beziehung habe ich zum Sport?

Mein Name ist Frank Albers und ich bin Gründer und Betreiber von www.einfach-effektiv.de. Auf meinem Blog geht es um Selbstmanagement für den Alltag. Im Hauptberuf bin ich (noch) IT-Projektleiter und zusammen mit meinem Blog bin ich – drücken wir’s mal so aus – zeitlich gut ausgelastet 😉 Jahrelang war ich eher der Couch-Potatoe.

Um eine mögliche Midlifecrisis erst gar nicht aufkommen zu lassen, gönne ich mir viel Urlaub und probiere ständig neue Sachen aus, um mein Leben abwechslungsreich zu gestalten.

2012 erhielt ich von meiner Frau einen Gutschein für einen Wochenend-Enduro-Einsteigerkurs (Offroad). Da ich schon seit über 30 Jahren Motorrad auf der Straße fahre, freute ich mich auf die Abwechslung. Und was soll ich sagen: das Ganze hat mir einen Riesenspaß gemacht.

Mittlerweile bereut meine Frau manchmal, mir diesen Floh ins Ohr gesetzt zu haben. Denn das Enduro-Fieber hat mich gepackt.

Weißt du eigentlich was Enduro heißt?

Enduro setzt sich zusammen aus: (spanisch: duro=hart, englisch: endurance=Ausdauer)

Und genau das war es, was ich als Straßenfahrer total unterschätzt hatte. Auf dem Motorrad stehend durch unwegsames und holpriges Gelände zu fahren ist viel viel anstrengender, als sitzend über die Landstraße zu gleiten.

Obwohl ich zwei volle Tage Offroad-Training gebucht hatte, konnte ich nur circa 50 % der Zeit tatsächlich zum Fahren nutzen, weil mir die Ausdauer fehlte und mir Muskeln weh taten, von denen ich gar nicht wusste, dass ich sie habe. Ohne Ausdauer geht´s halt nicht.

Vor kurzem habe ich auf meinem Blog einen Artikel über die Unterschiede zwischen guten Vorsätzen und Zielen geschrieben. Mit guten Vorsätzen alleine erreicht man gar nichts.

Wie oft hatte ich den Vorsatz: Ich will mehr Sport machen, weil

  • ich damit hoffentlich einem Herzinfarkt vorbeugen kann
  • es nicht schlecht wäre, mein Körperfett ein wenig zu reduzieren
  • ich meinem Körper grundsätzlich damit etwas Gutes tue

Aus diesen guten Vorsätzen wurde natürlich nichts.

Wenn man etwas erreichen möchte, nutzen Vorsätze überhaupt nichts. Man muss sich Ziele setzen (z.B. nach der SMART-Formel). Und diese Ziele müssen für mich attraktiv sein. Es müssen MEINE  Ziele sein und ICH muss eine starke MOTIVATION haben, diese auch zu erreichen.

Und so blöd es jetzt auch klingt: scheinbar war ich nicht ausreichend motiviert, mehr Sport zu treiben, um einem Herzinfarkt vorzubeugen …

… aber ich war über die Maßen motiviert, beim nächsten Offroadtraining möglichst an beiden Trainingstagen Motorrad zu fahren. Nicht ein zweites Mal wollte ich wegen fehlender Ausdauer gezwungen sein, mir schon nach 30 Minuten Training wieder einen Platz auf der „Senioren-Bank“ suchen zu müssen und röchelnd nach Sauerstoff zu hecheln.

Und da war sie, die Motivation, mehr Sport zu treiben. Ein Cross-Trainer musste her. Und was soll ich sagen: bei den nächsten Trainings hielt ich wesentlich länger durch. Ich arbeite seither regelmäßig daran, noch besser zu werden.

Ohne Ausdauer geht es nicht

Bisher haben wir über körperliche Ausdauer gesprochen. Es gibt aber noch einen anderen wichtigen Aspekt: nämlich Ausdauer im Sinne von Kontinuität.

Auch ohne Kontinuität geht es nicht. Das gilt sowohl für den Bereich des Sports als auch für die Bereiche Beruf und Persönlichkeitsentwicklung.

  • Wenn du dir Ziele setzt, die du unbedingt erreichen willst, musst du kontinuierlich daran arbeiten
  • Wenn du Fähigkeiten erlernen willst musst du sie häufig wiederholen und permanent am Ball bleiben
  • Wenn du Gewohnheiten ändern willst, erreichst du das am leichtesten, in dem du die dazugehörigen Tätigkeiten täglich durchführst

Don’t break the chain

Kennst du evtl. den amerikanischen Komiker Jerry Seinfeld? Er hat eine ganz einfache Methode für sich selbst entwickelt: er arbeitet täglich an seinen Zielen und seine Methode hat lediglich einen Grundsatz:

Don’t break the chain!

Es ist viel wichtiger und effektiver, jeden Tag 20 Minuten auf dein Ziel hinzuarbeiten, als zweimal im Monat einen Gewaltakt mit 5 Stunden hinzulegen.

Besonders im Sport leuchtet das ein. Ausdauer kann nur kontinuierlich aufgebaut werden.

Die Empfehlung nach der Jerry Seinfeld-Methode:

  • Markiere jeden Tag in deinem Kalender mit einem roten X, an dem du für dein Ziel gearbeitet hast
  • Achte darauf, dass du jeden Tag mit einem roten X markieren kannst
  • Sollte die Kette einmal unterbrochen werden, lass dich nicht demotivieren und mache am nächsten Tag weiter

Welche Kalender?

  • In der analogen Variante kannst du diese Methode mit jedem Zeitplaner oder Wandkalender durchführen
  • Es gibt jedoch auch zahlreiche Software Tools und Apps. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel: dontbreakthechain.com 

Fazit:

Ohne Ausdauer geht es nicht … weder im Sport noch im Beruf. Wenn du in einer Disziplin deine gesteckten Ziele erreichen möchtest, hilft nur stetige Selbstoptimierung und kontinuierliche Verbesserung – am besten täglich.

Über den Autor

Mein Name ist Frank Albers, Jahrgang 1964, wohne in Montabaur und bin als selbständiger IT-Projektleiter, Trainer, Coach, Autor und Blogger unterwegs.

Ich habe zwei große Leidenschaften, die sich auch unverkennbar in meinem Lebenslauf widerspiegeln. Die eine Leidenschaft ist der IT-Bereich, denn seit jeher hatte ich eine starke Affinität zu allem, was irgendwie mit Computern zu tun hat. Die andere große Leidenschaft ist das Selbstmanagement in all seinen Facetten. Seit über 20 Jahren helfe ich Menschen und Unternehmen, ihre privaten und beruflichen Ziele zu erreichen.
www.einfach-effektiv.de

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