Vermisst du Wettkämpfe? Die Magie von Laufevents…

Ein Gastbeitrag von Ronny Leber

New York, Sonntag, der 4. November 2018, 10:19 Uhr morgens.

Bei Sonnenschein und einer Außentemperatur von 8 °C stehe ich in Staten Island, am Fuße der Verazzano-Narrows-Bridge, inmitten tausender Menschen. Gemeinsam warten wir auf den Startschuss des größten Marathons der Welt, des New York City Marathons. Die Tatsache, dass ich hier mit so vielen anderen Laufbegeisterten aus über 125 Ländern stehe, überwältigt mich genauso, wie der Gedanke, dass ich in wenigen Augenblicken eine Strecke von 42,195 km laufen werde. Vor meinen Augen sehe ich die massive Brücke am Weg nach Brooklyn und etwas weiter entfernt, die Wolkenkratzer Manhattans und genau dort befindet sich mein heutiges Ziel. Eine Minute später, um 10:20 Uhr, erfolgt der Startschuss und ich mache mich zu den Klängen von Frank Sinatras Hymne New York, New York auf den Weg… Ich verspüre schon jetzt eine tiefe Dankbarkeit – einer meiner Lebensträume geht in Erfüllung.

Laufevents haben eine ganz spezielle Magie. Ein Grund dafür ist, dass es neben dem Laufen keine andere Sportart gibt, in der sich ein Alltagssportler mit den Besten der Welt messen kann, wo er sich der absoluten Weltspitze gegenüberstellen kann. Abgesehen davon kannst du dich in erster Linie mit dir selbst messen – und genau darin liegt der wahre Reiz.

Warum ist es für dein gesamtes Leben so motivierend an Laufevents teilzunehmen?

1.   Dein individuelles Ziel

Wenn du dich für ein Laufevent anmeldest, auch wenn es Monate in der Zukunft liegt, setzt du dir dein persönliches Ziel, auf das du hinarbeitest. Um dieses Ziel zu verwirklichen, nimmst du es in Kauf dich anzustrengen.

Warum setzen wir uns überhaupt Ziele?

Der offensichtliche Grund ist natürlich der, dein Ziel zu erreichen, doch in Wahrheit geht es eher darum, die Person zu werden, die diese Ziele auch erreichen kann.

Wir setzen uns ein Ziel, das uns herausfordert. Würden wir uns dieses Ziel setzen, wenn es uns nicht in irgendeiner Weise herausfordert und reizt oder wir es schon jetzt leicht meistern könnten? Vermutlich nicht – denn wo läge da die Herausforderung, die uns antreibt?

Setze dir am besten ein Ziel, das zum jetzigen Zeitpunkt für dich (schwer) erreichbar scheint, in Zukunft aber, mit etwas Training, gut schaffbar ist, wie z. B. dein erster 5 oder 10 km Lauf. Ein Ziel, das dich zuerst etwas zweifeln lässt, der Gedanke an die Ausführung, dich aber positiv stimuliert und anspornt.

Was unterscheidet das Hobbylaufen von einer Rennvorbereitung? Normalerweise kommst du einem Hobby nach, wenn du Zeit und Lust hast. Es macht dir Spaß und schafft einen wunderbaren Ausgleich zum Alltagsleben und wenn du einmal nicht laufen gehst, ist es auch kein Problem.

Laufevents haben eine ganz besondere Atmosphäre und Anziehungskraft. Wie du diese Stimmung auf für dich nutzen kannst, erfährst du hier.

Meldest du dich aber für einen 5 km Lauf an, hast du ein klares Ziel vor Augen, auf das du dich vorbereiten musst. Du teilst dir fixe Trainingseinheiten ein und bist dir bewusst, dass es wichtig ist, diese einzuhalten. Schon das Auslassen einiger Einheiten kann dazu führen, das angestrebte Zeit womöglich nicht zu erreichen. Natürlich kannst du dein Training jederzeit ambitionierter angehen und dir zum Beispiel einen Lauftrainer oder Coach engagieren, der dich vorbereitet und leitet.

Ziele motivieren und lassen dich systematisch und konsequent trainieren. Mit einem klaren Ziel vor Augen hast, malst du Bilder in deinem Kopf, die zeigen, wie es aussieht dieses Ziel zu erreichen. Wenn du diesen Lauf in Angriff nimmst, ist das ganz allein dein Moment – es geht nur um dich und dein Ziel.

Ich selbst hatte immer den Wunsch, einmal in meinem Leben einen Marathon zu laufen. Damals hatte ich noch keine Vorstellung, wie es sich anfühlt, so eine lange Strecke zu laufen, doch allein der Gedanke daran hatte etwas sehr Mystisches. 2001 war es so weit: ich lief meinen ersten Marathon, den Vienna City Marathon und erinnere mich noch genau an den großen Bogen mit der Aufschrift “Noch 1 Kilometer bis zum Ziel”. In diesem Moment war ich emotional so überwältigt, dass mir die Tränen kamen. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich genau, ich würde diesen Lauf auf jeden Fall beenden.

Auch der New York City Marathon 2018 war ein Ziel, auf das ich mich monatelang vorbereitet habe um mir dann, Anfang November, einen weiteren Lebenstraum zu erfüllen. Auch jetzt bin ich noch stolz und bewegt, dass ich diese Ziele erreicht habe. Ziele setzen und darauf hinarbeiten bewegt Berge!

Laufevents haben eine ganz besondere Atmosphäre und Anziehungskraft. Wie du diese Stimmung auf für dich nutzen kannst, erfährst du hier.

2.   Motivierende Atmosphäre

Die Atmosphäre bei einem Rennen ist unvergleichbar. Diese Stimmung kannst du bei einem Training unmöglich simulieren: das Kribbeln, das du verspürst, wenn du mit hunderten oder gar tausenden anderen Menschen am Start stehst, die motivierende Musik, die du in dir aufnimmst und natürlich die Stimme des Moderators, der dich in den letzten Minuten auf deinen Start vorbereitet. Selbst das mieseste Wetter kann dir in diesem Augenblick die Stimmung nicht verderben: Schlechtes Wetter gibt es nicht, nur schlechte Kleidung. Was sich wie ein oberflächlich daher gesagter Spruch anhört, ist zweifellos wahr.

Die größte Marathonparty der Welt ist zweifellos in der Stadt, die niemals schläft. Was mich im Big Apple erwartete war unbeschreiblich und beispiellos. Ganz New York befand sich in den Tagen vor und nach dem Großereignis in einem Ausnahmezustand, sie war schlichtweg im Marathon-Fieber. Während des Laufs säumten ca. 2,5 Mio. Menschen die Strecke. An jeder Ecke versprühten Musikbands, Straßenmusiker oder auch mal ein Kirchenchor gute Stimmung. Dieses sportliche Event miterleben zu dürfen war magisch und einzigartig.

Einer der größten Marathonläufe Europas ist der Vienna City Marathon in Österreich.  Seit dem Vorjahr darf ich die Läufer als Moderator in ihren letzten Minuten vor dem Start begleiten, darf sie vorbereiten, aufbauen und motivieren. Für mich ist es jedes Mal etwas ganz Besonders, die facettenreichen Emotionen und Empfindungen der Teilnehmer einzufangen, in die ich mich aufgrund meiner eigenen Erfahrungen gut hineinversetzen kann.

Mit Vergnügen nehme ich jedes Jahr, mit rund 20.000 anderen Teilnehmern, an dem 5 km langen “Vienna Nightrun” teil. Der Lauf geht einmal um die historische Wiener Ringstraße und die Laufzeit liegt bei ca. 15 Minuten bei den Schnellsten und die etwas Langsameren  schaffen es in etwa  einer ¾ Stunde. Doch die Laufzeit ist irrelevant, denn es geht rein um den Spaß, das Dabeisein und die Motivation sich gemeinsam zu bewegen.

Was ich dir hiermit auf den Weg geben möchte: Selbst wenn du nicht der geborene Läufer bist, geht es in erster Linie darum, dich zu motivieren, um dein Ziel zu erreichen, dich der Herausforderung mit dir selbst zu stellen und an deine Grenzen zu gehen. Selbstverständlich ist das in dieser einzigartigen Wettbewerbsatmosphäre leichter zu bewerkstelligen, mit einer Stimmung, die dich dabei unterstützt, dein Ziel zu erreichen.

Laufevents haben eine ganz besondere Atmosphäre und Anziehungskraft. Wie du diese Stimmung auf für dich nutzen kannst, erfährst du hier.

3.   Über die eigenen Grenzen hinaus wachsen

An einem echten Rennen teilzunehmen ist zweifellos etwas Anderes, als gewöhnliche Trainingsrunden zu laufen. Ein Wettlauf pusht und beflügelt dich – somit mobilisiert du während des Laufs noch weitere gefühlte 10%. In dem Moment, in dem du deine Startnummer an dein Shirt heftest, verändert sich alles. In diesem Moment bist du kein Hobbyläufer mehr, sondern ein Wettkämpfer und Teil von etwas Größerem als du selbst.

Vor meiner Teilnahme am NYC-Marathon habe ich monatelang meinen Zieleinlauf im Central Park visualisiert, mir YouTube Videos angesehen, um es mir besser in meinen Gedanken vorstellen zu können und zu verinnerlichen. Das hat in mir noch mehr Disziplin und Motivation hervorgerufen und dann tatsächlich in New York an der Startlinie stehen zu dürfen, verschaffte mir den ultimativen Boost.

Spaß und Freude sollten trotz Kampfgeist nicht zu kurz kommen, daher empfehle ich dir: Genieße diesen Moment, du wirst ihn ewig in Erinnerung behalten.

Das Großartige daran ist: Du quälst dich nicht, weil es dir ein Anderer vorschreibt und du dich seinetwegen foltern musst. Du quälst dich, weil du dir selbst aufgetragen hast, dein Ziel zu erreichen – weil dir genau diese Erfüllung deines Ziels, langfristig viel mehr schenkt, als die Schmerzen in diesem Moment.

Also, worauf wartest du jetzt noch? Informiere dich gleich über die nächsten Laufevents in deiner Nähe und melde dich an, ganz egal ob 5 oder 10 km oder gleich den großen Marathon, Hauptsache, du machst den ersten Schritt.

Wenn du weitere motivierende und inspirierende Beiträge von mir lesen willst, dann freue ich mich, wenn du auf meinem Blog vorbeischaust. Alles Gute und wir sehen uns spätestens beim nächsten Laufevent!

Dein Ronny

 

Ronny LeberDer Autor

Ronny Leber ist Keynote Speaker, Moderator und Impact Legacy Coach und hat im letzten Jahrzehnt über 5 Millionen Menschen auf 5 Kontinenten live unterhalten. In seinem neuen Blog gibt Ronny sein Wissen weiter, wie er Menschen inspiriert und begeistert. Ronny ist nicht nur Stadionmoderator des Österreichischen Fußball-Nationalteams und des ATP Tennisturniers in der Wiener Stadthalle, sondern auch Moderator vieler großer Business- und Lifestyle-Events. Für Tony Robbins ist Ronny seit vielen Jahren als Trainer rund um die Welt unterwegs, um Menschen zu helfen den nächsten Schritt zu gehen.

Mail: office@ronnyleber.com
Website: www.ronnyleber.com
Blog: : www.ronnyleber.com/blog

 

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