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5 Laufbücher, aus denen ich jede Menge gelernt habe

Torsten, woher hast du eigentlich dein ganzes Wissen?

Diese Frage wird mir immer wieder gestellt. Und obgleich ich eher ein Mann der Praxis bin, so geht es natürlich nicht ohne Theorie. Als Autodidakt, der sein eigenes Lerntempo hat, bevorzuge ich zur Wissensaneignung Laufbücher statt langwieriger Ausbildungen in klassischer Schulmanier.

Bücher – ob gehört oder gelesen – sind dabei für mich der wichtigste Baustein. Doch nicht nur, um sie zu lesen, sondern vor allem auch, um darin nachzuschlagen. Im Grunde kann man sagen, dass mein ganzes Wissen eine Mischung aus Theorie aus Büchern und selbst erlebte oder gelehrter Praxis ist.

Deshalb möchte ich heute mal die 5 Laufbücher vorstellen, die mich am meisten geprägt haben. Aber Achtung – es sind nicht nur Bücher über das Training, sondern es sind auch zwei Romane dabei. Lass dich überraschen…

Herbert Steffny „Optimales Lauftraining“

Die Trainingsphilosophie von Herbert Steffny hat mich zweifellos am meisten geprägt. Sein Klassiker „Das große Laufbuch“ ist mein Leitfaden gewesen und hat mich die komplette Reise vom Einsteiger zum Marathonläufer begleitet. Noch heute orientiere ich mich gerne an seine sehr durchdachten und funktionierenden Pläne.

2018 hat Steffny ein neues Buch auf den Markt gebracht, welches sich eher an ambitionierte Einsteiger richtet. „Optimales Lauftraining“ ist der Titel und Steffny begleitet den Laufeinsteiger darin von den ersten fünf Kilometern zum Halbmarathon.

In bewährter Steffny-Manier erklärt der deutsche Laufpapst auf einfache und verständliche Weise alle Facetten des Lauftrainings. Es liest sich flüssig, leicht und sehr praxisorientiert. Ausgelassen wird dabei nichts – der Einsteiger bekommt Ausrüstungstipps und einen Plan, um vom Walking zum Jogging zu kommen. Fortgeschrittene erfahren, wie man sein Training nach Pulsmessung steuert und erste Wettkampferfahrungen sammelt. Auch zum Stabilisationstraining, der Regeneration sowie der Ernährung gibt es jede Menge Wissenswertes.

Das habe ich aus dem Buch mitgenommen:

Für mich zusammen mit dem großen Laufbuch das Nachschlagewerk Nummer 1 in Sachen Lauftraining. Alle Aspekte, die speziell für Hobbyläufer wichtig sind, werden betrachtet. Dass man am besten ins Lauftraining mit einem Wechsel aus Walking und Jogging startet, hat mir Steffny gelehrt.

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Teilnahmebedingung: Mit der Anmeldung zum E-Mail-Kurs erklärst du dich einverstanden, meinen Newsletter zu erhalten. Deine Einwilligung in den Versand meines Newsletters ist jederzeit widerruflich per Link oder an die im Impressum angegebenen Kontaktdaten möglich. Der Newsletter-Versand erfolgt entsprechend meiner Datenschutzerklärung und dient nur zur Bewerbung eigener Produkte und Dienstleistungen, die unter www.ausdauerblog.de. beschrieben werden. Der Newsletter erscheint etwa alle 14 Tage.

Dr. Matthias Marquardt „Die Laufbibel“

Ein zweites großes Nachschlagewerk in Sachen Laufbücher ist „Die Laufbibel“ von Dr. Marquardt. Anders als bei Steffny steht bei Marquardt vor allem die Lauftechnik und nicht die Trainingsplanung im Fokus. „Gesundes Laufen“ propagiert der Sportmediziner und legt in seinem dicken Wälzer viel Wert auf Verletzungsvorsorge und gibt Tipps, wie man den häufigsten Laufverletzungen entgegen wirkt.

Und das ganze sehr fundiert und auch stellenweise sehr wissenschaftlich, was das Lesen nicht immer leicht macht. Ausgelassen wird auf den weit über 500 Seiten dabei nichts, wenn du es also ganz genau wissen möchtest, dann lies „Die Laufbibel“.

Das habe ich aus dem Buch mitgenommen:

Als erklärter Stabi- und Krafttrainingsmuffel zeigt mir Marquardt, dass Laufen eben viel mehr als nur Laufen ist. Hat einer meiner Schützlinge (oder ich selbst) Probleme, so schlage ich bei Übungsempfehlungen neben dem obligatorischen Besuch beim örtlichen Physiotherapeuten gerne in diesem Buch nach.

Dr. Michele Ufer „Mentaltraining für Läufer“

Laufen ist mehr als Trainingsplanung, Lauftechnik und Ergänzungstraining. Laufen ist vor allem Kopfsache. Das zeigt nicht nur dein Schweinehund, der dich auf dem Sofa hält, das zeigt auch, warum manche in Wettkämpfen über sich hinaus wachsen, während andere gut trainierte Läufer nicht annähernd an ihre Trainingsleistungen heran kommen.

Das Buch beginnt mit einem Experiment, welches sehr beeindruckend ist. Der Autor, ein wenig ambitionierter Fußballer mit sehr geringer Lauferfahrung will aus einer Bierlaune heraus an einem Ultramarathonlauf über 250km durch die Wüste teilnehmen. Mit nur 4 Monaten Vorbereitungszeit steht er trotz großer (verständlicher) Skepsis aus seinem Umfeld an der Startlinie. Anfangs versucht er sich noch von Tag zu Tag zu retten, doch schon bald entwickelt er einen Ehrgeiz, wird von Tag zu Tag besser und landet schließlich sensationell auf den 7.Platz.

Mit dieser irren Geschichte startet das Buch, den möglich machte ihm das vor allem sein mentaler Werkzeugkoffer, wie Ufer seine Methoden aus dem Mentaltraining nennt. Und diesen Werkzeugkoffer öffnet er für dich in dem vorliegenden Buch. Spannend – sehr spannend werden verschiedene Methoden des Mentaltrainings vorgestellt und auf den Läuferalltag adaptiert. Von der Standortbestimmung, über die richtige Zielsetzung bis zur Ankersetzung über Visualisierung geht es ans Eingemachte oder besser tief in das Innere deines Gehirns. Dort beginnt der aufregendste Teil des Buches – die Umsetzung. In praktischen Übungen zapft Michele Ufer deine mentalen Ressourcen an und lehrt die Fähigkeiten mental auf eine neue und höhere Ebene zu gelangen.

Das habe ich aus dem Buch mitgenommen:

Ich muss zugeben, bis vor dem Buch war ich äußerst skeptisch, was das reine Mentaltraining angeht. Vieles hielt ich für Hokuspokus, obgleich ich unbewusst längst einige Methoden auf meinem Weg vom Couchpotato zum Ironman angewendet hatte. Das Buch war ein echter Augenöffner für mich und ein paar Übungen habe ich gerne in meinen Trainingsalltag übernommen.

Christopher McDougall „Born to Run: Ein vergessenes Volk und das Geheimnis der besten und glücklichsten Läufer der Welt“

Ich muss zugeben – dieses Buch habe ich nicht gelesen. Nein, ich habe es gehört. Beim Marathontraining für den Berlin-Marathon 2017 begleitet es mich auf meinen langen Läufen und das kann ich dir auch nur empfehlen. Und das nicht nur beim Training für einen Marathon. Doch du solltest aufpassen, es kann passieren, dass du auf deinem Rückweg kurz vor deinem zu Hause nochmal abbiegst und so die eine oder andere Extrarunde drehst.

Denn die Geschichte der Tarahumara-Indianer, die in der unwirtlichen Umgebung der Copper Canyons Mexiko ein sehr ursprüngliches Leben leben und dabei lange Strecken in absoluter Selbstverständlichkeit und in dünnen Sandalen zurück legen, fasziniert unglaublich. Der Mensch ist zum langsamen und lockeren Laufen über viele Kilometer geschaffen. Genau das hat unsere Vorfahren überleben lassen und genau das strahlen die Tarahumara aus. McDougall lässt dich als Journalist und Autor an dieser Geschichte teilhaben.

Eine Geschichte, die unserer modernen Gesellschaft voller Bewegungsarmut, Hightech-Equipment, Nahrungsergänzung und Verletzungen sehr eindrücklich den Spiegel vorhält. Spannend und nachdenklich zugleich – genau das richtige für die langen Läufe.

Das habe ich aus dem Buch mitgenommen:

Ich liebe meine Sportuhr, meine teuren Laufschuhe und Funktionskleidung, die mit Hightech-Fasern atmungsaktiv ist. Doch was ich noch mehr liebe, ist die Bewegung an sich. Wobei – Liebe ist das falsche Wort, es ist mir ein Bedürfnis und ich verstehe heute kaum noch, warum ich dem jahrelang nicht nachgegangen bin. Genau dieses Gefühl vermittelt dieses Buch – eine faszinierende Geschichte voller Abenteuer.

Wie gesagt – am besten hörst du das Buch auf deinen langen Läufen. Ich nutze dafür ein Audible-Abo*. Mit Audible kannst du dir für 9,99€ monatlich ein Hörbuch dauerhaft auf dein Smartphone herunterladen. Selbst dann, wenn das Hörbuch eigentlich deutlich über 20€ und mehr kosten würde. Ein tolle Sache, die du mal ausprobieren solltest. Und den ersten Monat gibt es sogar gratis. Bist du Amazon-Prime-Mitglied sind sogar die ersten 3 Monate gratis*.

Haruki Murakami „Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede“

Haruki Murakami ist leidenschaftlicher Schriftsteller und nicht weniger leidenschaftlicher Läufer. Was liegt also näher, als ein Buch über das Laufen zu schreiben? Vieles, denn Murakami ging dieses Buch alles andere als leicht von der Hand und es wäre wirklich schade, wenn es nie geschrieben worden wäre.

Ist es aber und das ist hervorragend. In sehr persönlichen Geschichten erzählt Murakami auf seine leise und sehr philosophische Weise aus seinem Läuferleben. Wobei – eigentlich ist das Laufen nur eine Metapher für Lektionen, die ihm das Leben lehrt. Da war zum Beispiel der Jugendliche, der unzufrieden mit seinem Körper war und 40 Jahre später am Start eines Triathlons von den gleichen Gefühlen übermannt wurde. Der bis zum Start und auch danach jede Menge Schwierigkeiten meistern musste und schließlich trotzdem glücklich und freudestrahlend im Ziel ankam.

Beeindruckend berichtet er, wie er sein Training für den Marathon auch in stressigen Zeiten unzähliger Termine aufrecht erhält und das Laufen eine Rettungsanker für ihn ist. Und das, obwohl es „einen Lastwagen voller Gründe“ gibt, die gegen das Lauftraining sprechen.

Wenn du auch nur ein Fünkchen Leidenschaft für das Laufen in dir hast, dann wird dir das kleine, aber sehr feine Buch von Murakami immer wieder ein kurzes Nicken, Lächeln oder einen Moment des Nachdenkens bescheren. Unbedingt lesenswert!

Das habe ich aus dem Buch mitgenommen:

„Etwas wirklich Wertvolles kann man oft nur durch scheinbar sinnloses Tun erreichen.“ Für mich der Satz des Buches, denn niemand braucht Wettkämpfe und trotzdem sind sie auch für mich das Salz in der Suppe. Denn – um nochmal Murakami zu zitieren – „….am Ende zählt nur das, was man nicht sehen kann (sondern im Herzen fühlt).

Die 5 besten Laufbücher und ein Extra Tipp…

Am Schluss möchte ich noch ein sechstes Buch empfehlen. In aller Bescheidenheit habe ich selbst ein Buch geschrieben, welches dich auf deinen Weg von der Couch zum Sportler begleitet.

In dem Buch zeige ich dir, wie du wirklich in die Gänge kommst und dauerhaft einen sportlichen Lifestyle führst. Selbst wenn deine berufliche und private Belastung dir derzeit kaum Zeit für Sport lässt, oder du zum jetzigen Zeitpunkt vielleicht noch gar keine rechte Lust auf Bewegung verspürst. Nutze die Tipps & Tricks aus dem Buch, um deinen Alltag zu optimieren und gehe Schritt für Schritt zu deinem Ziel: Endlich mehr Sport!

Wenn du die im Buch beschriebenen Methoden anwendest, wirst du das Geheimnis der Dranbleiber lüften. Für mehr Lebensqualität und mehr Erfolg durch ein aktiveres und sportlicheres Leben. Alles was du dafür tun musst, ist das Buch kaufen, es lesen und vor allem sofort mit der Umsetzung beginnen. Viel Spaß dabei!

Auf geht’s – werde dauerhaft zum Sportler!
Torsten

Ach übrigens – ich wünsche dir mehr Zeit für Sport in deinem Leben.

Über den Autor: Torsten Pretzsch

Torsten ist 2008 von der Couch aufgestanden, um ein sportlicheres Leben zu führen. Begonnen mit einer Laufrunde von nur 15 Minuten lief er Jahre später Marathon und absolvierte einen Ironman.

Als Teamleiter und Projektmanager war dieser Weg nur durch gutes Selbstmanagement möglich.

Hier im Blog unterstützt er dich, endlich mehr Sport zu machen. Mehr über Torsten…

Laufbücher sind spannend und das nicht nur, weil sie Wissen enthalten. In jedem der Bücher zeige ich dir ein wichtiges Learning für mich.

*Affiliate-Links – du bekommst ein gutes Angebot natürlich ohne Zusatzkosten für dich und ich finanziere damit den Blog.

2 Kommentare

  1. Immerhin zwei der 5 Bücher kenne ich auch. Interessanterweise habe ich Born to run geliebt (so inspirierend!), das Buch von Haruki Murakami hat mich jedoch trotz des schönen Schreibstils eher etwas gelangweilt. Was ich statt dessen richtig toll fand, war das Buch Trans-Amerika von Tom McNab – ein echtes „Muss“ für jeden Läufer 🙂

    Liebe Grüsse
    Ariana

    • Wusste ich doch, dass der Leseprofi sich meldet… 😉
      Vielen Dank für die Empfehlung, kommt auf meine Liste. Und sicher kennst du auch von Rich Roll „Finding Ultra“ oder???

      Liebe Grüße in die Schweiz
      Torsten

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