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10 beachtenswerte Tipps für Mountainbike Einsteiger

Es ist Wochenende und der Wetterbericht sagt traumhaftes Wetter voraus. Und tatsächlich, als du im Morgengrauen in Richtung Berge aufbrichst, spürst du schon, dass es ein großartiger Tag wird.

Der Morgentau liegt noch über den Wiesen und über den Bergsee wabert noch ein letzter Rest Dunst, als du dein Mountainbike aus dem Kofferraum holst.

Mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht, aber auch etwas nervös, setzt du deinen Helm auf, ziehst die Handschuhe an, klickst deine Pedale ein und rollst deinen Freunden hinterher. Leicht fröstelnd noch, doch das wird sich bald geben, wenn es die ersten Meter bergan geht. Es wird hoffentlich großartig werden – anstrengend, aber auch richtig gut…

Es gibt wenige Dinge, bei denen man sportliche Anstrengung so wunderschön mit traumhaften Ausblicken kombinieren kann, wie bei einer Runde auf dem Mountainbike. Wenn auch du die Faszination spüren möchtest, habe ich dir heute 10 beachtenswerte Tipps für Mountainbike Einsteiger mitgebracht.

Das Rad allein ist zu wenig – die Ausrüstungsbasics

Beginnen wir mit der richtigen Ausrüstung. Wie bei vielen Dingen hängt der Spaß an der Sache ursächlich auch mit einer guten Ausrüstung zusammen. Das gilt insbesondere auch für das Mountainbiken. Klar, dass wichtigste Utensil ist das Rad selbst.

Im Artikel letzte Woche habe ich dir eine Anleitung geschrieben, wie du das richtige MTB für dich findest. Diesmal soll es zu Beginn um die weitere notwendige Ausrüstung gehen.

Niemals ohne Helm

Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, doch immer wieder sieht man noch immer Mountainbiker ohne Helm. Auf meiner nach oben offenen Unverständnis-Skala liegt diese Tatsache so ziemlich an der Spitze.

Wenn du im Gelände unterwegs bist, ist die Gefahr eines Sturzes außerordentlich hoch. Dazu brauchst du gar nicht wilde Trails zu fahren. Ein unachtsamer Moment und schon ist der Sturz vorprogrammiert. Meistens geht er völlig glimpflich aus, wenn du einen Helm trägst.

Und Handschuhe – denn die sind in meinem Augen gerade beim Mountainbiken ebenso sehr wichtig. Ob du – wie die Profis – geschlossene Handschuhe* trägst oder solche, wo die Fingerspitzen frei* liegen, ist Geschmacksache und hängt natürlich auch von der Art deiner Tour ab.

Was soll ich anziehen?

Schon eher viel diskutiert ist die Frage nach der richtigen Radhose. Ich empfehle dir in jedem Fall eine Radhose mit Gel- oder Schaumstoffeinsatz. Mountainbiker(-innen) haben zwar meist weite und lässige Hosen* an. Auf den gepolsterten Einsatz verzichten sie aber dennoch nicht. Der ist entweder in der Hose bereits integriert oder du trägst eine dünne Radhose mit Einsatz* als Slip und die coole weite Hose obendrüber. Geht beides.

Aber natürlich kannst du auch in engen Radlerhosen Mountainbike fahren. Machen gar nicht so wenige und ich empfinde das auch eher als angenehm, weil es einfach sportlicher wirkt.

Ein atmungsaktives Bikeshirt solltest du obenrum tragen, damit der Schweiß gut nach außen transportiert wird. Ideal empfinde ich das in Kombination mit einem Unterziehshirt. Nahezu alle ambitionierten Biker tragen so ein dünnes Shirt als Baselayer*. Im ersten Moment mag dich der Preis abschrecken, aber die Anschaffung lohnt sich definitiv. Deine Haut bleibt einfach trockener und kühlt entsprechend nicht aus.

Rucksack & Co.

Auf längeren Touren haben die meisten Mountainbiker einen Rucksack* dabei. Und auch ich empfinde das als super praktisch. Was auf dem Rennrad absolut unpassend und störend wirkt, ist durch die aufrechtere Sitzposition auf dem Mountainbike nicht hinderlich.

Ob der Rucksack dann auch gleich eine Trinkblase enthält, ist Geschmacksache. Schlecht ist es gerade im Gelände nicht, wenn du die meiste Zeit beide Hände am Lenker hast und nicht mit einer Flasche hantieren musst.

Du möchtest lernen, wie man richtig Mountainbike fährt? Ausdauerblog liefert dir 10 beachtenswerte Tipps für Einsteiger.

So bereitest du dich auf deine erste Tour vor

Deine Ausrüstung ist komplett und jetzt soll es losgehen? Sehr gut – hier ein paar Hinweise…

Die Kondition

Wichtig ist, dass du dich bei den ersten Touren nicht übernimmst. Ohne eine gute Grundkondition wird so ein Tag in den Bergen eher Qual statt Lust. Und glaub mir, Mountainbiken in den Bergen ist etwas anderes als das gemütliche Rollen in der Ebene.

Mit letzterem solltest du aber in jedem Fall beginnen. So lange, bis du dir eine gute Grundlage geschaffen hast. Ein gutes Training in Sachen Vorbereitung auf Biketouren ist Spinning. Die ständigen Wechsel beim Training mit Musik und Übungen helfen dir, die Wechsel zwischen lockerem Kurbeln und anstrengenden Bergauffahrten zu verkraften.

Auf die Technik kommt es an

Radfahren hast du als Kind gelernt und das ist nun wirklich kein Problem. Ist es auch nicht – zumindest so lange du nicht in schwierigerem Gelände unterwegs bist. Du musst nicht von vornherein ein Profi in Sachen Fahrtechnik sein, aber du solltest in jedem Fall dir vor der ersten Tour ein paar Gedanken gemacht haben.

Die Basis zur Fahrtechnik ist die Grundposition für Kurven und Bergabfahrten. Du stehst mit leicht gebeugten Knien auf deinen Pedalen, die sich beide auf gleicher Höhe befinden. Der Körperschwerpunkt ist mittig über der Kurbel und Knie und Arme sind leicht gebeugt. Mit dieser Position kannst am besten Hindernisse abfedern und auch schnell reagieren.

Eine coole Übung, um deine Balance auf dem Bike zu verbessern, ist das Flaschen aufheben. Stelle deine Trinkflasche auf den Boden und fahre langsam rechts oder links vorbei. Während der langsamen Fahrt versuchst du nun, die Flasche zu greifen. Am Anfang gar nicht so einfach – aber Übung macht den Meister.

Wenn du es ernst meinst, dann buche einen Fahrtechnikkurs

Hast du Spaß an den ersten Ausfahrten gewonnen, bietet sich ein Fahrtechnikkurs an. Diese werden vermehrt nicht nur in den Alpen sondern auch in den Mittelgebirgen immer mehr angeboten. Und es gibt vielerorts auch Kurse speziell für Frauen.

In kleinen Gruppen werden dir dort die Grundlagen vermittelt und du kannst in einer Gruppe auf ähnlichem Niveau unter fachgerechter Anleitung alle Basics der Fahrtechnik üben. Am besten bieten sich Eintages- oder Wochenendkurse an.

Jetzt gehts los – Tipps & Tricks auf der Tour

Die Ausrüstung steht, die grundlegende Technik beherrschst du mittlerweile auch – dann auf in die Berge.

Bikecheck vor der Tour

Vor jeder Tour steht ein kurzer Bikecheck an. Und falls du mit dem Auto anreist, solltest du den Check bereits zu Hause einmal durchgeführt haben. Nicht dass die Anreise umsonst war – das passiert nämlich öfters als du denkst.

Zum Bikecheck gehört eine Prüfung der Bremsen, der Schaltung und aller Teile am Rad. Nichts sollte wackeln oder lose sein und selbstverständlich prüfst du auch deine Reifen. Genügend Luft drauf? Aber auch nicht zu viel?

Bei der Gelegenheit kannst du gleich checken, ob du eine Pannenvorsorge dabei hast. Ein kleines Werkzeugset gehört zur Ausstattung und natürlich auch ein Luftpumpe und Ersatzschlauch. Apropos Ersatzschlauch – den Schlauch solltest du natürlich selbst wechseln können. Oder zumindest jemand dabei haben, der das für dich macht.

Eine MTB-Tour ist kein Rennen

Mit der Vorfreude und der Euphorie zu Beginn lauert eine Gefahr, die du bei einer längeren Tour garantiert bereuen wirst. Übernimm dich nicht und starte deine Tour immer locker und langsam. Eine MTB-Tour in den Bergen darf Genuss sein und ist kein Rennen.

Ich empfehle dir auch regelmäßig Pausen durchzuführen. Das tut nicht nur deinen Beinen gut, sondern entlastet auch deinen Kopf. Gerade in schwierigen Gelände ist permanent eine sehr hohe Konzentration gefordert, die dich schneller ermüden lässt. Die Pausen sind also auch ein Sicherheitsargument.

Esse und trinke genug

Du hast Spaß an der Runde, bist völlig im Flow und vergisst zu trinken und zu essen. Blöder Fehler! Wenn du unterzuckert bist, sinkt nicht nur dramatisch deine Leistung, sondern auch deine Konzentration. Fatal, wenn du auf technisch anspruchsvollen Abschnitten fährst!

Ob du in deiner Radflasche zuckerhaltige Getränke oder Wasser haben solltest, hängt in erster Linie davon ab, ob du zusätzlich Essen dabei hast. Ein paar Notriegel oder -gels sollten selbst dann in deinem Rucksack sein, wenn du weißt, dass unterwegs sicher eine Alm oder ein Gasthof kommt.

Als Genussbiker würde ich bei längeren Touren den Stop im Biergarten oder Gasthof immer einem Riegel vorziehen. Allerdings tritt sich mit vollem Magen natürlich auch nicht so gut.

Mountainbike Einsteiger – habt Spaß und keine Angst

Mountainbiking ist ein toller Sport. Und war jahrelang eine echte Männerdomäne. Das ist zum Glück vorbei, denn immer mehr Frauen entdecken die Schönheit dieses Sports. Angst musst du dabei nicht haben. Mit den genannten Techniktipps hast du eine gute Basis für den Fahrspaß in den Bergen gelegt. Zumal nicht jede Mountainbiketour schwierige Single-Trails und knackige Bergauffahrten enthalten muss. Ein Beispiel für Genusstouren am Achensee gibt es hier…

Wow!!! Was für eine geile Tour! Verschwitzt und müde, aber glücklich klatschst du dich mit deinen Freunden ab und freust dich auf die Belohnung danach, die es bald geben wird. Der Aufstieg war hart und richtig anstrengend. Nicht nur einmal musstest du ein paar Meter schieben, doch oben hat die Aussicht und die Apfelschorle dich entschädigt.
Und dann die Abfahrt erst – anfangs sehr vorsichtig wurdest du immer mutiger und mit jedem Meter machte es mehr Spaß. Spaß – der dir jetzt ins Gesicht geschrieben ist. Das musst du unbedingt wiederholen! Wieder und wieder!

Noch mehr Tipps zum Radfahrern findest du im übrigen auf meiner Pinnwand auf Pinterest. Schau doch mal vorbei  und folge dem Ausdauerblog auf Pinterest.

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Dein Torsten…

Über den Autor: Torsten Pretzsch

Torsten ist 2008 von der Couch aufgestanden, um ein sportlicheres Leben zu führen. Begonnen mit einer Laufrunde von nur 15 Minuten lief er Jahre später Marathon und absolvierte einen Ironman.

Als Teamleiter und Projektmanager war dieser Weg nur durch gutes Selbstmanagement möglich.

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Du möchtest mit dem Mountainbiken anfangen? Hier sind 10 nützliche und beachtenswerte Tipps für alle Mountainbike Einsteiger.

5 Kommentare

  1. Ich muss sagen, dass ich für meine erste Tour mit dem neuen Fahrrad mal Lust hätte richtige Fahrtechnik zu lernen. Ich werde allerdings noch keinen Kurs buchen. Anstelle dessen werde ich mich erst an die von Ihnen beschriebene Übung mit dem Flaschen aufheben heranwagen.

  2. Franziska Bergmann

    Danke für den Tipp einen Bikecheck vor der Tour durchzuführen. Ich denke auch, einen Schlauch als Ersatz und Luftpumpe mit sich zu führen, kann nicht verkehrt sein. Ich würde auch noch überprüfen, ob das Profil vom Rad einwandfrei ist.

  3. Für die erste Tour 2019 haben ich und meine Partnerin uns die Radstrecken um Villach angesehen. Da wir mit dem Mountainbike unterwegs sind finde ich Ihre Tipps zu Kleidungswahl sehr hilfreich. Wie Sie empfehlen, werde ich eine Radhose mit Geleinsatz tragen.

  4. Damals in meiner Ausbildung als ich Sportbekleidung verkauft habe haben wir die Radhosen mit dem eingenähten Schutz immer Crashpants genannt. Und in gewisser weise ist da ja auch treffend. Man braucht sie nur wenn es „crasht“. Beim Mountenbiking ist es in jedem Fall sehr sinnvoll.

  5. Ich dachte, ich habe meine erste Tour mit dem Mountainbike perfekt vorbereitet. Nachdem ich euren Artikel gelesen habe, ist mir aufgefallen: Ich habe das Werkzeugset als Pannenvorsorge vergessen! Auch den Ersatzschlauch hatte ich noch nicht besorgt.

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