Sicherheit beim Joggen – 10 Tipps, wie du dich sicherer fühlst

Sicherheit beim Joggen – So vermeidest du Gefahren beim Joggen und reagierst in unangenehmen Situationen richtig.

Ein Gastartikel von Sabine Maurer

Hast du beim Joggen manchmal ein ungutes Gefühl? Vor allem, wenn früh am Morgen kaum Leute draußen sind, oder es abends schon finster ist? Vielleicht läufst du gerne im Wald, überlegst dir aber, ob und wie dir jemand hier helfen kann, bzw. deine Position finden wird, falls du dich verletzt?

Laufen tut gut, macht Spaß, ist einfach durchführbar und wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus. Aufgrund der Pandemie, und da Indoor-Sport lange nicht möglich war, stieg die Anzahl der Anfänger – auch ich habe dem Laufen begonnen. Für meinen Sicherheitsblog recherchiere ich viel im Internet und stoße immer wieder auf Vorfälle mit bzw. Überfälle auf Joggerinnen und Jogger, sowie auf Berichte von besorgten Frauen und Männern, die unangenehme Erlebnisse schildern.

10 Sicherheits-Tipps beim Joggen

Damit du dich beim Ausüben deines Lieblingssportes sicher(er) fühlst, habe ich einige einfache Tipps zusammengestellt, die dir helfen sollen:

1. Verwende keine Ohrhörer, um damit laute Musik zu hören.

Du solltest wahrnehmen können, was rund um dich herum passiert. Ich weiß, dass gute Songs beim Laufen motivierend sind, aber: Dies übertönt die Umgebungsgeräusche. Läuft jemand hinter dir? Nähert sich eine Person? Braucht ein Radfahrer Platz und klingelt? Sind Menschen mit (unangeleinten) Hunden unterwegs? Fahren ab und zu Autos auf diesem Weg? In belebten Parks wird das Laufen mit Ohrhörern weniger ein Problem sein als auf einsamen Feldwegen. Tipp: Höre deine Musik im Zweifelsfall lieber über den Lautsprecher deines Smartphones, das du in einer flachen Bauchtasche oder am Oberarm trägst. Auch Hörbücher oder Podcasts können dich beim Laufen unterhalten – mit aktiviertem Transparenz-Modus an Kopfhörern wie z. B. den Apple Airpods.

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2. Teile deine Laufroute nicht auf Social Media.

Ich erfahre täglich von vielen fremden Menschen, wo sie unterwegs sind und ungefähr wohnen. Zeigst du die Laufstrecke öffentlich, weiß jeder, wo du regelmäßig läufst. Hast du dann noch fixe Laufzeiten, ist bekannt, wo man dich finden kann – oder dass du gerade außer Haus bist und deine Wohnung leer ist.

Tipp: Bei beliebten Portalen wie zum Beispiel Strava kannst du deine Heimatadresse herausfiltern, indem du eine private Zone im Umkreis der eigenen Adresse generierst und so die Anzeige unterdrückst.

3. Am besten joggst du zu zweit, oder gibst einer Person Bescheid, wo du bist.

Du kannst dich auch von einer Freundin/einem Freund mit Hilfe einer App tracken lassen, wenn du dich damit sicherer fühlst. Es gibt hierfür mehrere Anbieter, suche einfach nach „Begleit-App“. Diese Apps tracken deinen Weg oder übermitteln im Notfall den Standort. Einige sind gratis, andere kosten eine Kleinigkeit.

Tipp: Bekannte Apps sind z. B.:

Auch bei Garmin und Strava gibt es eine Echtzeitansicht deines Standorts:

4. Checke, wo die Notfalltaste deines Handys ist.

Du kannst bei neueren Smartphones, ohne sie entsperren zu müssen, mit einer bestimmten Tastenkombination eine automatische Nachricht an einen Notfallkontakt senden, inklusive Sprachnachricht, einem Foto der Haupt- und Frontkamera und deinem Standort. Bei meinem Android Smartphone musste ich dies erst aktivieren und einen Notfallkontakt (mehrere sind auch möglich) festlegen. Bei iPhones gibt es eine ähnliche Funktion.

Anleitung:

Sicherheit beim Joggen – So vermeidest du Gefahren beim Joggen und reagierst in unangenehmen Situationen richtig.

5. Überlege, Selbstverteidigungstools mitzuführen.

Wenn du dich sicherer fühlst, dann nimm Selbstverteidigungstools mit. Es gibt z. B. Pfeffersprays für Jogger, die man am Handgelenk tragen kann. Eine Befestigung an der Kleidung ist auch mit Gürtelclip möglich. Beachte hierbei aber die Gesetze deines Landes für den Besitz von Pfefferspray.

Alternativ kann ein Schrillalarm gute Dienste leisten. Ich empfehle einen, der nicht nur einen lauten Alarmton, sondern auch Lichtblitze von sich gibt. Wenn es schon dunkel ist, sieht jeder schnell, wo du dich befindest. Den Schrillalarm am besten an einer Gürteltasche oder an der Kleidung (z. B. am Träger deines Shirts) befestigen, so kannst du im Notfall schnell daran ziehen. Eine kleine, aber mit 120 Dezibel sehr laute, Trillerpfeife ist genauso einfach mitzuführen.

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6. Denke an deine Sichtbarkeit.

Im Winter wird es sehr früh und vor allem schnell finster. Schau, dass du sichtbar bist und rüste dich mit Lichtern oder Reflektoren aus. Beliebt sind auch Stirnlampen. Seit mich einmal die Dunkelheit an einem unbeleuchteten Weg überrascht hat, trage ich ebenfalls eine Beleuchtung bei mir.

Tipp: eine Taschenlampe kann ebenfalls ein Selbstverteidigungstool sein. Es gibt z. B. kleine, stark leuchtende Lampen, die Angreifer blenden können.

Hier findest du viele Inputs zum Thema „Laufen im Dunkeln“

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  • Zwei Leuchtvarianten: Ein Modus mit langer Leuchtdauer und ein Modus mit hoher Leuchtkraft

7. Achte auf die Menschen in deiner Umgebung.

Kommt dir jemand beim Joggen entgegen, dreh dich kurz um, wenn die Person an dir vorbeigelaufen ist. Nur um zu checken, ob der- oder diejenige weiterläuft – und nicht vielleicht umdreht und dir folgt.

8. Beende unangenehme Situationen.

Läuft jemand die ganze Zeit hinter dir und ist dir das unangenehm, dann mache einen Schritt zur Seite. Bleib kurz stehen und lass die Person vorbeilaufen. Du kannst so tun, als ob du dein Schuhband bindest oder etwas auf deinem Handy checkst, wenn du das möchtest.

Tipp: Hierzu habe ich einen für dich hilfreichen Blogartikel geschrieben.

9. Begegnungen mit Hunden.

Vorsicht bei Hundebegegnungen. Es gab hierzu schon etliche Zeitungsberichte über Vorfälle mit Joggern, und mir selbst ist schon folgendes 2x passiert: Ich war unterwegs, als mir ein großer Hund entgegenkam. Weit und breit war kein Besitzer, und aufgrund der Uhrzeit auch sonst keine Menschenseele zu sehen. Es ist aber zum Glück nichts passiert.

In solchen Fällen ist es wichtig, Ruhe zu bewahren, das Tier nicht anzustarren oder zu berühren. Gehe einfach in großem Bogen an ihm vorbei. Laufe nicht weg – Hunde haben einen Jagdinstinkt und sind sowieso schneller. Zur Tierabwehr kann Pfefferspray nützlich sein.

Tipp: Hier bekommst du viele Infos zum Thema „Jogger und Hund“

10. Immer sinnvoll – ein Selbstverteidigungskurs.

Zu guter Letzt lege ich dir den Besuch eines Selbstverteidigungskurses ans Herz. Das Wissen, wie du einen Gegner abwehren kannst, erhöht dein Sicherheitsgefühl enorm. Suche dir eine gute Kampfsportschule und verlasse dich nicht nur auf Videos. Richtiges Schlagen und Treten trainieren, die Schlaghemmung abbauen und die Reichweite und Kraft deiner Arme und Beine kennenlernen solltest du am besten „live“ und „vor Ort“.

Tipp: Effektiv sind, neben anderen Kampfsportarten, zB. WingTsun und Krav Maga.

Ich hoffe, dass diese Tipps dir helfen. Prävention macht einen Großteil der Selbstverteidigung aus, und vieles lässt sich damit verhindern. Mein Motto ist: Habe keine Angst, habe einen Plan! Jogge, wo und wann du Lust hast, aber wisse, wie du im Notfall handelst!

Sije Sabine vom Sicherheitsblog


Über die Autorin:

Sabine Maurer

Sabine Maurer ist aktive Kampfsportlerin (WingTsun), Kindertrainerin und Autorin des Kung-Fu-Jugendromans „Sihing Tobias“.

Der Sicherheitsblog wurde von ihr ins Leben gerufen, um mit simplen Tipps das Sicherheitsgefühl hauptsächlich von Frauen und Kindern zu erhöhen. Im Unterschied zu anderen Kanälen geht es auf ihrem Blog jedoch nicht um Verteidigungstechniken, sondern um für jeden verständliche und leicht umzusetzende Tipps, sowie einfach zu handhabende Tools für mehr Sicherheit.

Der Begriff „Sije“ stammt aus dem Kung-Fu.

Webseite: www.sicherheitsblog.com
Instagram: https://www.instagram.com/sijesabine_sicherheitsblog
Tiktok: https://www.tiktok.com/@sabine_sicherheitsblog
Facebook: https://www.facebook.com/SijeSabine


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