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Die einfachste Anleitung zum Laufen im Dunkeln

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Es ist kurz vor 18 Uhr – Zeit endlich Feierabend zu machen. Es war ein anstrengender Tag voller Meetings, Gespräche, Telefonate und konzentrierter Denkarbeit.

Es wird Zeit, endlich mal etwas für den Körper zu tun. Mein Schrittzähler hat sich schon mehrfach beschwert, dass ich mich zu wenig bewege. Und Recht hat er – ich merke es nicht zuletzt am steifen Rücken.

Also raus aus den Büroklamotten und rein in die Laufsachen. Draußen ist es seit der Umstellung auf die Winterzeit bereits finsterste Nacht. Ich ziehe mein knallgelbes Lieblingsshirt über und befestige Leuchtbänder an Hosen und Arme.

Schließlich soll man mich auch gut sehen, wenn ich den knappen Kilometer bis zu den Isarauen jogge. Und noch etwas setze ich neben einer Mütze auf den Kopf – eine Stirnlampe. Wenn man am späten Abend am Fluß joggen geht, ist es finsterer als im berüchtigten Bärenar*** – na du weißt schon…

Am Fluß angekommen schalte ich die Lampe ein und laufe Schritt um Schritt in die Nacht hinein. Am Himmel scheint der Mond und spendet ein wenig zusätzliches Licht, aber in erster Linie sehe ich den hell erleuchteten Weg vor mir.

Ich laufe und der Bürotag fällt von mir ab. Stille – endlich richtige Stille, die nur durch meinen rhythmisches Atem unterbrochen wird. Ein Gefühl von Ruhe und Entspannung kommt über mich – das ist Freiheit, Baby!

Im Herbst und Winter kommst du nicht umhin. Früher oder später wirst du im Dunklen trainieren müssen. Egal ob am Abend oder auch am MorgenLaufen im Dunkeln ist möglich und hat – siehe oben – einen ganz besonderen Reiz. Einen Reiz, den du unbedingt einmal testen solltest.

Laufen im Dunkeln – was gilt es zu beachten

Ich habe als Großstadtmensch ein riesiges Glück, dass ich einen bestens beleuchteten Park mit einer 5km-Runde in meiner Nähe habe. Doch laufe ich direkt vom Büro los, schaut es aus, wie eingangs beschrieben.

Wie ist es bei dir? Hast du den Luxus des beleuchteten Parks? Im Notfall und ohne Stirnlampe kann man auch wunderbar entlang von Straßen joggen, da am Abend der Verkehr ohnehin weniger wird.

Wichtig ist dabei nicht unbedingt, dass du genug siehst. Das ist dank Straßenbeleuchtung meist gegeben. In solchen Fällen geht es vor allem um das gesehen werden. Nicht damit die Nachbarn im Dorf etwas zu tratschen haben, sondern damit dich die Autofahrer sehen. Läufst du auf der Straße, solltest du in jedem Fall helle und – noch besser – reflektierende Kleidung tragen.

Wenn die Tage kürzer werden, bleiben viele lieber auf der Couch sitzen. Das muss nicht sein - mit der einfachsten Anleitung zum Laufen im Dunkeln.

Die Angst im Nacken

Sind wir doch mal ehrlich – auch wenn das Leben in Mitteleuropa vergleichsweise sehr sicher ist, so haben viele am Abend im Dunkeln die Angst im Genick. Geht es dir ähnlich?

Jeder Schatten wirkt im Dunkeln noch bedrohlicher, doch statt Verbrecher, Werwölfe oder andere Monster ist es nur dein Schweinehund, der dich da begleitet oder gar vom Laufen abhält.

Um sich sicherer zu fühlen, helfen ein paar kleine Maßnahmen. Am besten verabredest du dich mit Freunden zum gemeinsamen Lauf im Dunkeln. Ein sehr schönes Erlebnis, wenn die Gruppe im Schein der Stirnlampen gemeinsam durch die Finsternis rennt.

Hast du einen Hund, solltest du ihn auf der Laufrunde mitnehmen. Auch das sorgt für ein sicheres Gefühl.

Doch auch allein gibt es Tricks und Kniffe. Nimm dein Smartphone mit und wenn du dein Lauf über Strava aufzeichnest, kannst du einen Link mit den Livedaten an deine Lieben zu Hause schicken. So haben sie stets deinen Aufenthaltsort im Blick.

Etwas was sehr gut gegen die Angst im Nacken hilft, ist Gute-Laune-Musik und ein unterhaltsames Hörbuch*. Allerdings sollte es möglichst nicht der neueste Krimi oder Thriller sein. 😉

Wenn es wirklich dunkel ist – Laufen mit Stirnlampe

Seit ich öfters direkt vom Büro aus mit dem der Laufrunde starte, habe ich nicht mehr den Luxus einer beleuchteten Laufrunde. So habe ich mich nach vielen Jahren schließlich doch durchgerungen, mir eine Stirnlampe zu besorgen.

Vor einigen Jahren habe ich mal mit einem Billig-Modell vom Discounter experimentiert, aber es schon nach wenigen Versuchen entnervt in die Ecke geworfen. Diesmal sollte es etwas besseres sein…

Moderne Leuchten haben LEDs und verbrauchen so nur sehr wenig Strom. Deshalb sind eigentlich alle gängigen Modelle mit Batterien ausgestattet und diese Lampen halten problemlos selbst auf längeren Strecken.

Gelegenheitsjogger kommen damit womöglich sogar über den ganzen Winter. Ersatzbatterien kannst du also zuhause lassen, die meisten Stirnlampen halten mehrere Monate durch.

Meine Wahl – Petzl Tikka

pelzl_tikkaNach einiger Recherche und ein paar Tipps im Internet habe ich mich für die Petzl Tikka* entschieden. Diese Lampe liegt im vernünftigen Preissegment und wird vor allem für den sehr guten Halt und das exzellente Preis-Leistungsverhältnis gelobt.

Und tatsächlich – mit einem einstellbaren (und waschbaren) Stirnband sitzt die Lampe beim Laufen bombenfest und trotzdem angenehm auf den Kopf. Mit einem Tuch oder einer Mütze funktioniert es wunderbar.

Kleiner Nachteil – über den Basecap kann man die Lampe nur bedingt tragen. Trägst du die Lampe auf der Mütze, wir die nahe Umgebung zu wenig ausgeleuchtet. Trägst du die Lampe unter der Kappe, ist der Schirm sehr weit oben und es sieht mächtig blöd aus. Im Regen wird dir aber eventuell nichts anderes übrig bleiben, da die Tropfen doch im Schein der Lampe stark reflektieren.

Mit einem mittigen Druckschalter schaltet man die Lampe ein und hat die Wahl zwischen zwei Leuchtstufen. Die geringere Stufe ist vor allem auf schwach beleuchteten Wegen und zum Gesehen werden ausreichend. Wird es richtig dunkel, solltest du auf die stärkere Stufe umschalten.

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Im Bild siehst du wunderbar die beiden Leuchtmodi, wobei besonders der helle Modus sogar im Wald locker ausreicht. Sehr praktisch ist dabei der leicht zu verstellende Winkel, so dass du sogar im Laufen die Leuchtweite einstellen kannst.

Insgesamt bin ich mit der Wahl sehr zufrieden – für die große Tour in den Bergen ist die kleine Petzl Tikka sicher nicht die richtige Wahl, für die täglich Laufrunde reicht sie aber allemal.

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Die Alternativen – Tipps aus der Facebook-Gruppe

Die Petzl ist meine Empfehlung und meine Wahl, doch es gibt natürlich für jeden Geschmack, Geldbeutel und Einsatzgebiet noch weitere gute Lampen auf dem Markt.

In unserer genialen Facebook-Gruppe wurden neben  der Petzl folgende weitere Modelle empfohlen:

Stirnlampe ist nicht genug – auch du sollst gesehen werden

Am Ende ist es vor allem an Straßen wichtig, nicht nur zu sehen, sondern auch gesehen zu werden. Deshalb ist vor allem in der Dunkelheit helle Laufkleidung, die selbstverständlich atmungsaktiv sein sollte, zu empfehlen.

Wer zusätzliche Sicherheit möchte, dem bieten sich Leuchtbänder und Reflektoren an der Kleidung an. Diese kleinen und günstige Reflektoren-Bänder* kann man problemlos über Arme und Beine ziehen. Willst du auf Nummer sicher gehen, empfiehlt sich eine Neon-Laufweste*. Damit übersieht dich garantiert keiner.

Die Steigerungsform sind blinkende Armbänder, doch damit hast du eher das Auftreten als laufender Weihnachtsbaum statt eines zusätzlichen Sicherheitsaspekt.

Wenn die Tage kürzer werden, bleiben viele lieber auf der Couch sitzen. Das muss nicht sein - mit der einfachsten Anleitung zum Laufen im Dunkeln.

Laufen im Dunkeln – es geht ja doch

Nicht erst seit Wigald Bonings Bekenntnisse eines Nachtsportlers* weiß man, dass auch im Dunkeln Sport im Freien möglich ist. Du musst also nicht zwangsweise ins muffige Fitnessstudio und dort aufs Hamsterrad äh ich meine Laufband.

Möchtest du übrigens auch im Dunkeln mit dem Rad unterwegs sein, so schau mal hier den Leitfaden für das Radfahren im Dunkeln* an.

Wenn du trotz der Hinweise dann doch lieber am Abend auf der Couch sitzen bleibst, so habe ich abschließen 21 Tipps, die dich zum Sport motivieren.

Läufst du im Dunkeln? Und bleibst du dabei lieber an beleuchteten Wegen oder traust du dich auch in die Dunkelheit? Was sind deine Empfehlungen für Laufen im Dunkeln. Ich freue mich auf deinen Kommentar.

Ach übrigens – ich wünsche dir mehr Zeit für Sport in deinem Leben.

Dein Torsten…

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Über den Autor: Torsten Pretzsch

Torsten ist 2008 von der Couch aufgestanden, um ein sportlicheres Leben zu führen. Begonnen mit einer Laufrunde von nur 15 Minuten lief er Jahre später Marathon und absolvierte einen Ironman.

Als Teamleiter und Projektmanager war dieser Weg nur durch gutes Selbstmanagement möglich.

Hier im Blog unterstützt er dich, endlich mehr Sport zu machen. Mehr über Torsten…

Und das meinen die Leser:

Ich lese deinen Blog immer super gerne, weil ich mich selbst wieder erkenne und da viel für mich rausziehen kann an Tipps und Tricks. Manche Blogs langweilen mich schnell. Das ist hier absolut nicht der Fall. Dein Buch finde ich klasse, weil es mich motiviert hat den Hintern hochzuziehen von der Couch. Danke dafür !

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Sabrina Schlickau
*Affiliate-Links – du bekommst ein gutes Angebot natürlich ohne Zusatzkosten für dich und ich finanziere damit den Blog.

3 Kommentare

  1. Hallo Torsten,
    ja, auch ich Jogge jetzt wieder im Dunkeln. Dank der Zeitumstellung bleibt mir nichts anderes übrig. 😉 Zur Sicherheit trage ich eine Mütze, eine Stirnlampe (von AlienScout) habe ich in der Tasche. Dazu noch eine Laufjacke mit Reflektorstreifen. Das sollte reichen.

    Bis letztes Jahr hatte ich ebenfalls ein Thema mit der „Dunkelheit“. Nachts im Wald war für mich nicht möglich. Wenn ich nachts unterwegs war dann mit diesen richtig hellen Flutlichtstrahlern. 😉

    Dann habe ich meinen NLP Coach gemacht. Und dieses Thema gelöst. Funktioniert! Jetzt bin ich nachts unterwegs und habe nicht mehr dieses Angstgefühl im Nacken.

    viele Grüße, Bernd

  2. Hallo Sportsfreunde!
    Zu Beginn – Danke Torsten!
    Seit dem ich deinen Artikel über Laufanfänger gelesen habe gehöre ich jetzt mit dazu. Bereits 8x habe ich meinen inneren Schweinehund überwunden. Ich, die Couchpotato schlechthin. Jedes Mal grinse ich bis zu den Ohren und freue mich mit von der Partie zu sein. Dein Blog motiviert mich jedes Mal und gibt wertvolle Tipps. Meine „Ausrüstung“ nimmt immer mehr Form an und steigert meine Lauffreude. Also, mach weiter so. Ich bleib dran.
    Herzliche Grüße aus Berlin!

    • Hallo Antje – das ist ja richtig klasse und geht runter wie Öl. Genau dafür schreibe ich den Blog hier!

      Viel Spaß und Erfolg weiterhin und bald ist die Couchpotato eine richtige Sportlerin! 😉

      Viele Grüße aus München
      Torsten

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