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Welches Fahrrad kaufen – die Qual der Wahl als Einsteiger

„Besorg Dir ein Fahrrad. Wenn Du lebst, wirst Du es nicht bereuen.“ (Mark Twain)

Radfahren ist ein toller Sport. Vor allem für den Sommer, wenn es oft zu heiß zum Laufen ist. Aber natürlich kann man das ganze Jahr mit dem Rad unterwegs sein.

Radfahren ist einfach das ultimative Freiheitsgefühl. Der Fahrtwind braust einem um die Ohren – ich liebe das.

Doch bevor es soweit ist, stehen erst einmal jede Menge Fragen im Raum. Fragen, die ich mit dir in diesem und weiteren Artikeln klären möchte. Beginnen wir mit der Frage, welches Fahrrad kaufen?

Was gibt es eigentlich für Fahrräder?

Wie einfach ist das doch beim Laufen. Zum Laufen brauchst du ein paar Laufschuhe und gut. Okay – natürlich gibt es auch da hunderte (oder gar tausende?) verschiedene Modelle. Ein guter Berater in einem Sportgeschäft wird dir aber in jedem Fall ein passendes Model verkaufen.

Der Berater im Radfachhandel wird dir auch weiterhelfen können. Allerdings solltest du vorher schon einmal ein paar Sachen dir überlegt haben. Zum Beispiel, was du mit deinem Fahrrad machen möchtest.

Jetzt magst vielleicht schmunzeln und spontan mit: „Draufsitzen und fahren“ antworten. Doch so einfach ist es nicht. Zu unterschiedlich sind die Einsatzmöglichkeiten eines Fahrrads.

Da die Vielfalt schier grenzenlos ist, bringe ich etwas Licht ins Dunkel. Schauen wir uns doch mal die verschiedenen Modelle etwas genauer an:

  • Citybike

Das typische Citybike ist – wie er Name schon sagt – für die Stadt gemacht. Es hat Gepäckträger und teilweise Körbe montiert, nur wenige Gänge und ist robust und unverwüstlich. Es befördert dich zum Bahnhof, zum Einkaufen oder zum Eis essen – eben das optimale Alltagsrad. Du bist damit eher gemütlich, denn sportlich unterwegs. Die Sitzposition ist sehr aufrecht und damit bequem. Typischer Vertreter dieser Kategorie ist das Hollandrad. Zum Trainieren ist dieses Fahrrad nicht gemacht.

  • Trekkingbike

Sportlicheres Radfahren beginnt in der zweiten Kategorie, dem Trekkingbike. Dieses Rad ist mit Schutzblechen ausgestattet, hat etwas schmalere, aber noch leicht geländetaugliche 28-Zoll-Reifen. Man sitzt auf einem Trekkingbike noch immer recht aufrecht, aber schon sportlicher und kann recht ordentlich in die Pedale treten. Dieses Bike ist immer noch alltagstauglich und damit verkehrssicher und es eignet sich auch hervorragend für Radreisen, weil man wunderbar Gepäcktaschen* montieren kann.

Für mich ist das Trekkingrad das optimale Alltagsrad. Es macht beim Einkaufen im Alltag eine gute Figur und man kann damit wunderbar längere Touren drehen. Eine Unterkategorie der Trekkingbikes sind die Reiseräder.

Verlassen wir die Kategorie der Alltagsräder. Ab hier beginnen die Sporträder und alles was in die Kategorie der Sporträder fällt, muss nicht mehr StVZO-tauglich ausgeführt werden. Lampen oder Klingel findet man hier vergebens und auch Schutzbleche sind nicht werksseitig montiert. Legen wir los:

  • MTB

Dein Fahrrad für jedes Gelände! Du fährst damit durch Wald und Wiesen, auf Berge, aber auch auf der Straße kann man natürlich mit einem MTB fahren. Diese Kategorie in einem Abschnitt zu erklären, würde sämtliche Rahmen sprengen, weshalb ich auf meinen ausführlichen Artikel „Alles was du beim Mountainbike Kauf als Einsteiger wissen solltest“ verweisen möchte.

  • Rennrad

Ein Rennrad ist fürs sportliche Fahren auf der Straße gebaut. Und auch hier ist die Vielfalt größer, als man im ersten Moment glauben mag. Auch hier habe ich im Blog schon viel dazu geschrieben und verweise auf den Artikel „Rennrad fahren: Was du als Anfänger brauchst und wie du startest“

Es wäre zu einfach, hier an der Stelle mit der Aufzählung aufzuhören, denn es haben sich in den letzten Jahren noch weitere Kategorien gebildet, die die Auswahl nicht leichter machen.
  • Fitnessbike

Von der Fahrradindustrie besonders gehypt, ist die Kategorie der Fitnessbikes. Eine genaue Definition dafür gibt es nicht, was nicht selten dazu führt, dass es in erster Linie Marketing ist, was ein Rad Fitnessbike nennen lässt. Klingt halt gut – nicht so langweilig wie Trekkingbike und nicht so super sportlich wie Rennrad. Denn irgendwo dazwischen sind die Fitnessbikes angeordnet. Lenker und Reifen ähneln dem Trekkingrad, Geometrie und nichtvorhandene Beleuchtung und Schutzbleche eher dem Rennrad. Ein Kompromiss – nicht mehr…

  • Crossbike

Ebenso eine Abwandlung von Rennrädern sind Crossbikes oder auch Cyclocross genannt. Auf dem ersten kurzen Blick sind oft gar nicht so schnell zu unterschieden. Doch im Detail sieht das anders aus. Am deutlichsten wird es bei der Bereifung. Die Reifen sind breiter und haben zudem ein deutliches Profil. Eben geländetauglich. Der zweite große Unterschied sind die Bremsen. Nahezu sämtliche Crossbikes sind mit Scheibenbremsen ausgestattet. Rennräder dagegen erst seit kurzem und auch nur sehr vereinzelt. Ein Crossbike ist definitiv vielseitiger als ein Rennrad, aber auch langsamer und schwerer.

  • Zeitfahrrad

Eine weitere besondere Art sind Zeitfahrräder. Diese meist sehr futuristisch aussehenden Bikes kommen im Straßenradsport, aber vor allem im Triathlon zum Einsatz. Signifikantester Unterschied sind der Lenke, bei dem der Fahrer mit den Unterarmen auf dem Auflieger liegt. Das Ergebnis: Deutlich bessere Aerodynamik und damit mehr Speed. Ein weiterer Unterschied zu Rennrädern ist die kompaktere Geometrie und das man Zeitfahrräder mit einem kleineren Rahmen kauft. Wenn du es ernsthaft mit dem Triathlon meinst, wirst du sicher irgendwann ein solches Bike kaufen.

Die Qual der Wahl – welches Fahrrad kaufen?

Die verschiedensten Typen habe ich dir nun vorgestellt und es ist dir auch sicher gelungen, es auf maximal 2-3 Typen einzuschränken. Mit dieser Vorauswahl hast du schon einmal die grobe Richtung festgelegt. Übrigens gibt es für die meisten Typen auch Damen- und Herrenräder und selbstverständlich sollte in Zeiten, wo von der Radindustrie gefühlt nur noch E-Bikes beworben werden, noch erwähnt werden, dass du dich auch für reinen Beinantrieb oder über eine eventuelle elektrische Unterstützung beim Treten entscheiden musst. Und das gilt heutzutage bei fast allen Modellen!

Die Entscheidung ist bei dir und natürlich ist es eine Frage der Einsatzmöglichkeit und des Budgets. Ist dein Rad in erster Linie Sportgerät, wirst du sicher kein E-Bike benötigen. Ist es jedoch eher Alltagsrad und wohnst du zudem sehr bergig, dürfte es schon eine Option sein.

Wo kaufe ich am besten mein Fahrrad?

Bevor du Google nach einem örtlichen Radhändler befragst, solltest du erst einmal überlegen, wo dein Budget liegt und ob nicht eventuell sogar ein gebrauchtes Rad in Frage kommt. Frage dazu doch einfach in örtlichen Radgruppen oder —vereinen. Dort verkauft sicher jemand eines seiner vielen Räder. Denn ambitionierte Radfahrer haben immer mehrere Räder in der Garage oder im Keller stehen. Bei mir sind es aktuell 5 Stück.

Die Velominati-Regel #12 besagt, dass die Menge an Rädern, die man braucht immer n+1 ist. Und es ist tatsächlich so, dass wenn einem erst einmal die Leidenschaft packt, dann füllen sich Keller und Garage nach und nach. Scheint so eine Art Naturgesetz zu sein…

Wie gesagt, ich habe 5 Bikes und alle sind in Verwendung. Ein Rennrad, ein Zeitfahrrad für Triathlon, ein MTB, ein altes Zeitfahrrad, was dauerhaft auf der Rolle eingespannt ist und ein altes MTB was als Stadtrad fungiert. Ganz normal eigentlich… 😉

Mein erstes MTB habe ich geschenkt bekommen. Also 5 Räder habe ich auch und alle sind in Benutzung. Mein erstes Rennrad habe ich bei einem großen Händler sehr anonym (und günstig) gekauft. Ein sehr sportliches MTB kaufte ich gebraucht von einem Bekannten Sportlerkollegen. Mein zweites Rennrad erwarb ich im Online-Versandhandel. Und schließlich mein neuestes Zeitfahrrad bei einem sehr kleinen und örtlichen Händler. Persönliche Betreuung und angenehme Plaudereien inklusive…

Finde das ideale Fahrrad für dich

Du siehst, ich habe schon ziemlich alle Varianten einmal ausprobiert. Alle haben Vor- und Nachteile. Wenn du noch gar keine Erfahrung hast, empfiehlt es sich zum Fachhändler zu gehen und dort sich die Räder einmal anzuschauen und idealerweise auch Probe zu fahren. Je kleiner der Händler dabei ist, desto persönlicher und individueller ist dabei die Beratung. Aber eventuell ist auch die Auswahl etwas eingeschränkt. Probiere es aus…

Und dann wünsche ich dir vor allem – GANZ VIEL SPASS!

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Auf geht’s – werde dauerhaft zum Sportler!
Torsten

Ach übrigens – ich wünsche dir mehr Zeit für Sport in deinem Leben.

Über den Autor: Torsten Pretzsch

Torsten ist 2008 von der Couch aufgestanden, um ein sportlicheres Leben zu führen. Begonnen mit einer Laufrunde von nur 15 Minuten lief er Jahre später Marathon und absolvierte einen Ironman.

Als Teamleiter und Projektmanager war dieser Weg nur durch gutes Selbstmanagement möglich.

Hier im Blog unterstützt er dich, endlich mehr Sport zu machen. Mehr über Torsten…

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