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Die besten kabellosen Sportkopfhörer im Test

Du liebst es, dich im Training durch treibenden Sound zu Höchstleistung zu pushen? Oder magst du eher die Entspannung bei langen Läufen mit einem spannenden Hörbuch auf den Ohren? Was du allerdings so gar nicht magst, sind baumelnde Kabel an Kopfhörern?

Ich mag Musik und spannende Geschichten – beim Intervalltraining lasse ich mich von krachender Rockmusik antreiben und bei allen anderen Läufen (und auch vielen Radfahrten) liebe ich die Abwechslung und Unterhaltung von Podcasts.

Seit Jahren schwöre ich dabei mittlerweile auf spezielle Sportkopfhörer mit Bluetooth. Spezielle Kopfhörer für den Sport nutze ich deshalb, weil nur diese schweißabweisend und damit genügend wasserdicht sind, so dass eine vernünftige Langlebigkeit gewährleistet ist.

Und Bluetooth deshalb, weil ich es absolut nicht ausstehen kann, wenn beim Training irgendetwas an mir herum wackelt. Verstehst du, oder? Wobei ich mir da nicht so ganz sicher bin, wenn knapp 40% noch immer Kopfhörer mit Kabel benutzen, wie eine Umfrage auf meiner Facebook-Seite ergeben hat.

Deshalb möchte ich dir heute drei Sportkopfhörer mit Bluetooth vorstellen. Alle drei habe ich ausführlich getestet und prinzipiell für sehr gut befunden.

Jabra Elite Sport – klein, fein und sogar mit Pulsmessung

Den Test möchte ich mit dem Spitzenmodell beginnen – die Jabra Elite Sport. Dankenswerter weise hat Jabra mir die Kopfhörer zum Testen kostenlos zur Verfügung gestellt. Als einzige Sportkopfhörer im Vergleich haben sie eine Pulsmessung integriert. In Verbindung mit einer entsprechenden App – die Jabra ebenfalls anbietet – kannst du so dein Training auch ohne zusätzliche Sportuhr steuern.

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Meine Erfahrung mit den Jabra Elite Sport

Nach dem Auspacken war ich erst einmal irritiert und skeptisch. Diese kleinen Kopfhörer sollen in mein Ohr passen, dort halten und dann auch noch ordentlich Sound bringen?

Nach einigem Probieren habe ich die richtigen Aufsätze gefunden, so dass die Kopfhörer sehr gut in meinem Gehörgang passt. Denn das ist bei den Jabra Elite Sport essentiell – sie müssen extrem gut passen. Schließlich gibt es kein stabilisierendes Band zwischen den beiden Teilen und wenn sie dir beim Training herausfallen, dürfte das mit einer längeren Suchaktion verbunden sein.

Die Kopplung mit dem Smartphone per Bluetooth war – wie bei allen getesteten Geräten – kinderleicht. Schon beim Einschalten merkt man am Willkommenssound, dass klein nicht unbedingt wenig Volumen bedeutet. Ganz im Gegenteil – die Kopfhörer sind in Sachen Klang im Test hier ganz sicher erste Wahl. Gleiches gilt in Sachen Bluetooth. Die Verbindung ist extrem stabil und ich habe nicht einen einzigen Abbruch bisher erlebt.

Die Ladeschale der Jabra

Wichtigstes Feature ist natürlich die Pulsmessung. Schließlich hat die auch ihren stolzen Preis. Jabra liefert eine eigene Sport-App mit, die ich aber nur ein paar mal testete. Überzeugen konnte sie mich nicht. Muss sie aber auch nicht, denn dank Bluetooth sind die Sportkopfhörer natürlich zu allen gängigen Apps kompatibel.

Wenn du Runtastic nutzt oder – wie in meinem Fall – Strava, dann hast du hier die Möglichkeit, deinen Puls beim Training zu messen. Und das mit extrem guter Genauigkeit. Mehrfach habe ich die Jabra mit den Pulswerten meines Garmin Forerunner 920XT mit Pulsgurt verglichen und die Abweichung betrug maximal 1-2 Schläge.

Die Bauart hat übrigens ihren Preis. Und damit meine ich nicht nur den stolzen in Sachen Euros. Die Jabra Elite Sport sitzen so fest im Ohr, dass man Umgebungsgeräusche kaum noch wahr nimmt. Und das mag ich persönlich beim Outdoortraining nicht so besonders. Und auch wenn es eine Funktion gibt (HearThrough), die die Außengeräusche per Mikrofon nach innen übertragt, ist es nicht das gleiche. Beim Training im Studio oder in den eigenen vier Wänden ist das abgeschottet sein aber ideal. Erst Recht, wenn ich auf der lauten Rolle trainiere.

Vor- und Nachteile der Jabra Elite Sport

Pro

  • Sehr genaue Pulsmessung und damit eine gute Alternative für alle ohne Sportuhr oder Pulsgurt
  • sehr satter, kräftiger Sound
  • ideal für Brillenträger
Contra

  • sehr klein und damit leichter herausfallbar
  • Umgebung nahezu komplett ausgeblendet
  • hoher Preis

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Panasonic RP-BTS50 – Sportkophörer mit Licht

Natürlich hat auch Panasonic Bluetooth-Kopfhörer für den Sport im Programm. Zum Testen wurden mir ein paar RP-BTS50 aus der Wings-Serie zur Verfügung gestellt.

So unsexy der Name ist, die Kopfhörer sehen stylisch aus. Allerdings sind sie nicht gerade klein und man kann sie zum Leuchten bringen.

Das ist eines der besonderen Features, für das Panasonic wirbt. Du kannst ein seitliches LED-Licht aktivieren und wirst somit auch im Dunklen sehr gut gesehen.

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Meine Erfahrung

Mein erster Eindruck nach dem Auspacken – ganz schön groß die Teile. Natürlich steht auch Panasonic, wie bei allen In-Ear-Kopfhörern als erstes das Anpassen auf dem Programm. Dafür liefert Panasonic genug Möglichkeiten mit, so dass die meisten keine Probleme haben dürften.

Das Band, was die Kopfhörer zusammen hält ist sehr locker und bietet keinen zusätzlichen Halt. Als Brillenträger schaue ich bei Kopfhörern mit Bügeln immer besonders genau hin, denn einige Bügel stören schon ziemlich. Bei den Wings ist das vernünftig gelöst, wobei die Bügel schon auf der Brille aufliegen.

Ein deutlicher Pluspunkt ist die Quickcharge-Funktion, denn nach nur 15 Minuten sind sie bereit für 70 Minuten Sport. So verspricht es die Werbung und dieses Versprechen setzen sie auch in die Praxis um.

Nach der völlig problemlosen Kopplung mit dem Smartphone kann es losgehen. Die Kopfhörer sitzen fest im Gehörgang und wie vermutet, sind auch sie sehr dicht gegenüber den Umgebungsgeräuschen. Klarer Minuspunkt beim Joggen draußen in meinen Augen.

Positiv ist dagegen der Sound zu bewerten. Satte Bässe, klare Höhen – zumindest soweit man das bei Kopfhörern solcher Bauart erwarten kann. Die Panasonic sind eindeutig zum Hören von Musik gemacht. Bei Sprache in Hörbüchern und Podcasts leisten sie sich einige kleine Schwächen.

Vor- und Nachteile der Panasonic RP-BTS50

Pro

  • Quickcharge-Funktion – mit 15 Minuten laden, 70 Minuten sporteln
  • satter Sound – gute Bässe, klare Höhen
Contra

  • relativ groß und klobig
  • sitzen sehr fest im Ohr und sind somit sehr dicht gegen Umgebungsgeräusche

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Plantronics Backbeat Fit – der Dauerbrenner

Der ziemlich unbekannte Hersteller Plantronics hat seit langem Bluetooth-Sportkophörer im Angebot, die sich durch viel Mundpropaganda zu einem echten Geheimtipp gemausert haben.

Bereits 2014 habe ich von dem Modell gehört und es mir da auch gekauft, so dass es das einzige nicht gesponserte Gerät im Test ist.

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Meine Erfahrung

Ich möchte gleich zu Beginn eine Warnung aussprechen. Denn ich gebe zu, hier bin ich ein wenig voreingenommen. Denn ich habe die Plantronics (bzw-. deren fast baugleiches Vorgängermodell) nun schon über 3 Jahre im Einsatz.

Und ich greife trotz Auswahl beim Sport immer noch am liebsten zu diesen Plantronics. Das liegt vor allem auch daran, dass man nach wenigen Sekunden die Kopfhörer schon nicht mehr spürt, denn sie sitzen nicht zu fest im Ohr und man braucht auch keine zusätzlichen Earbuds.

Das bringt natürlich leichte Kompromisse beim Sound mit sich. Für Hörbücher und Podcasts ist der Sound ideal, weil man gut hört und trotzdem die Umgebung nicht ausgeblendet ist. In Sachen Bässe muss man so natürlich leichte Abstriche machen.

So sehen die Plantronics nach
3 Jahren intensiver Nutzung aus!

Der gummierte Bügel ist sehr flexibel und stört in keinster Weise die Brille. Überhaupt ist auffällig, wie flexibel auch das stabile Verbindungsband gebaut ist. Die Langlebigkeit und Robustheit ist dementsprechend geradezu sensationell. Egal, ob beim Marathontraining oder stundenlangen Radausfahrten – die Plantronics sind seit fast 1000 Stunden ein stets funktionierender Begleiter.

Apropos Radfahren – gerade weil es dort wichtig ist, Nebengeräusche wahr zu nehmen, sind hier die Plantronics für mich konkurrenzlos. Nicht unerwähnt sollte aber bleiben, dass die Bluetooth-Verbindung ab und zu einmal abbricht. Dann hilft ein schneller Neustart und alles funktioniert wieder. Ist nervig, dauert aber auch nur wenige Sekunden.

Die Verbindungsabbrüche können aber auch am Smartphone liegen, denn seitdem ich ein modernes Samsung Galaxy S8 habe, treten sie nicht mehr auf.

Vor- und Nachteile der Plantronics Backbeat Fit

Pro

  • Langlebigkeit – seit über 3 Jahren mit fast 1000 Stunden Sport im Einsatz
  • kaum zu spüren und man nimmt auch die Umgebung wahr
  • sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis
Contra

  • Größe nicht individuell anpassbar
  • durchschnittlicher Musik-Sound
  • ab und zu Verbindungsabbrüche

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Mein Testurteil – diese Sportkopfhörer solltest du wählen

Einen eindeutigen Testsieger gibt es nicht.

Wenn du Outdoorsportler bist und robuste und langlebige Kopfhörer suchst, dann solltest du in jedem Fall zu den Plantronics Backbeat Fit greifen. Erst recht, wenn du viel Hörbücher und Podcasts hörst.

Für alle Musikfreaks, die satten Sound hören und gleichzeitig den Puls messen wollen, empfehle ich die Jabra Elite Sport.

Übrigens – wenn du einen dieser vorgestellten Kopfhörer gewinnen möchtest, dann mache bei meiner X-Mas-Challenge, dem Fitness-Adventskalender vom Ausdauerblog mit! Ab 1. Dezember geht es los…

Auf geht’s – werde dauerhaft zum Sportler!
Torsten

Ach übrigens – ich wünsche dir mehr Zeit für Sport in deinem Leben.

Über den Autor: Torsten Pretzsch

Torsten ist 2008 von der Couch aufgestanden, um ein sportlicheres Leben zu führen. Begonnen mit einer Laufrunde von nur 15 Minuten lief er Jahre später Marathon und absolvierte einen Ironman.

Als Teamleiter und Projektmanager war dieser Weg nur durch gutes Selbstmanagement möglich.

Hier im Blog unterstützt er dich, endlich mehr Sport zu machen. Mehr über Torsten…

*Affiliate-Links – du bekommst ein gutes Angebot natürlich ohne Zusatzkosten für dich und ich finanziere damit den Blog.

2 Kommentare

  1. Hey Torsten,

    Danke für den Test, bin gerade auf der Suche, nach kabellosen Kopfhörern.
    Dass inzwischen Kopfhörer den Puls messen (und dazu noch genau), hab ich ja noch gar nicht mitbekommen – faszinierend, diese Technik 😀

    Liebe Grüße,
    Sabrina

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