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Widerstehe der Versuchung! 3 Tipps, wie du mehr Selbstdisziplin lernen kannst

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„Manche Leute wollen, dass es passiert, manche wünschen, es würde passieren, andere sorgen dafür, dass es passiert.“ (Michael Jordan)

Ich möchte ehrlich zu dir sein. Die bittere Wahrheit erzählen. Das Geheimnis richtig erfolgreicher Menschen ist nicht Talent, nicht Inspiration, es ist harte, schweißtreibende Arbeit. Und das Vermögen, diese Arbeit ohne Murren und mit einigem Selbstverständnis zu tun. Sie haben einfach diese Selbstdisziplin.

Selbstdisziplin ist die Fähigkeit, mit Willenskraft deinen momentanen kurzfristigen Emotionen und Impulsen hinter deinem langfristigen Ziel zurück zu stecken. Dabei gibt es wenige Eigenschaften, die so unsexy und unattraktiv daher kommen und doch so zwingend notwendig sind.

Auch wenn der Zeitgeist etwas anderes sagt. Der ultimative Kick, die kurzfristige Befriedigung, der schnelle Lustgewinn – so funktioniert unser modernes Leben. So wirst du jedoch nicht erfolgreich. Warum Selbstdisziplin so wichtig ist, und warum du sie trainieren solltest, habe ich dir hier geschrieben.

Widerstehe deinem Impuls – der kurzfristige Effekt der Selbstdisziplin

„Die Undisziplinierten sind Sklaven ihrer Stimmungen, Gelüste und Leidenschaften.“, schrieb Stephen R. Covey in seinem Klassiker „Die 7 Wege zur Effektivität: Prinzipien für persönlichen und beruflichen Erfolg“. Ein Buch, was ich dir dringend ans Herz legen kann.

Nicht zuzugreifen, wenn die Süßigkeiten lecker angerichtet auf dem Tisch stehen oder der Couch widerstehen und dein Trainingsprogramm trotz Unlust abzuspulen, ist durch Willenskraft möglich. Oder eben auch nicht, wie ich sehr oft selbst feststellen muss.

In solchen Momenten, wo du dem Impuls widerstanden hast, passiert etwas in deinem Kopf. Der siegt in diesem Augenblick über das Gefühl, du bist selbstdiszipliniert und damit kommst du ins Handeln.

Dieses Tun unterscheidet erfolgreiche von nicht erfolgreichen Menschen. Das kann natürlich bedeuten, dass du aktuell auf einen Lustgewinn verzichten musst. Auch bedeutet es, temporär Opfer zu bringen, um später die Früchte ernten zu können.

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Woran man undisziplinierte Menschen erkennt

Menschen mit wenig Selbstdisziplin erkennt man an plötzlich auftretenden Stimmungsschwankungen oder daran, dass sie extrem leicht zu begeistern sind und diese Begeisterung nach kürzester Zeit auch schon wieder erloschen ist.

Sie fangen immer wieder an und scheitern genauso oft grandios, weil sich ständig ihre Prioritäten ändern. Sie sind gefangen im Hamsterrad ihrer Gefühle und Triebe und fremdgesteuert.

Wer dagegen seinen kurzfristigen Impulsen widersteht, beherrscht in der Regel auch die Kunst des Nein-Sagens. Das ist essentiell, um dein Leben nach deinen eigenen Wünschen und Vorstellungen gestalten zu können. Einfach ist das nicht und es gehört Mut und der Schritt aus der Komfortzone dazu.

Erfolg durch Selbstdisziplin

Alles, was wir landläufig als Erfolg bezeichnen, sei es im Sport, im Alltag oder im Job wird durch ausdauernde Arbeit erreicht. Und dabei hilft eben Selbstdisziplin stark, denn sie erhöht die Geschwindigkeit, mit der man seine Ziele erreicht. Oder eben ob man sie überhaupt erreicht.

Gerade sportliche Erfolge im Ausdauerbereich sind nur mit einem hohen Maße an Selbstdisziplin schaffbar. Keiner läuft aus einer Laune heraus einen Marathon ohne vorher auch nur ansatzweise trainiert zu haben.

Doch was hilft, um selbstdisziplinierter zu werden? Ziele können unter Umständen dazu beitragen, dauerhaft disziplinierter zu werden. Wenn allerdings dein Ziel weit in der Ferne liegt, ist das aktuell fast schon egal. Da lieg es näher, die folgenden drei Schritte zu gehen

3 Tipps zu mehr Selbstdisziplin

Immer nur eine Veränderung auf einmal

Egal ob du eine neue Gewohnheit installieren möchtest, du gerade mit Sport startest oder eine schlechte Angewohnheit abtrainieren möchtest, es gilt: Immer nur eine Sache auf einmal!

Erfolg wird sequentiell erarbeitet. Stein um Stein und Puzzleteil um Puzzleteil entsteht ein Gesamtbild. Und genau daran scheitern die meisten Menschen. Auch du?

Möchtest du mehrere Dinge auf einmal ändern, führt das in den meisten Fällen zum Misserfolg. Du kannst zum Beispiel nicht gleichzeitig eine straffe Diät starten und nebenbei deine Sportkarriere beginnen. Der Erfolg wird sich womöglich einstellen, aber nur temporär. Der berühmt, berüchtigte Jojo-Effekt lauert bereits an der nächsten Ecke.

Willst du zum Beispiel Sport in dein Leben bringen, so gilt es jeden Tag mindestens eine kleine Übung zu machen. Die Macht der kleinen Schritte ist nicht zu unterschätzen, wenn du dich eben nur auf diese eine Sache konzentrierst.

Konzentriere dich auf den ersten Schritt

Will ich eine neue Gewohnheit trainieren, so trage ich sie mir in meine tägliche ToDo-Liste ein. Ich möchte daran erinnert werden und nicht ständig daran denken. Der Gedanke schreckt oft ab und deshalb gilt es, sich nur auf den ersten Schritt zu konzentrieren. Das gilt vor allem, wenn du bisher eher ein Meister des Aufschieben warst.

Der erste Schritt muss sehr klein sein. So klein, dass du ihn gar nicht auslassen kannst. Wenn du mit dem Laufen beginnst, ist es nicht ratsam an die Mühen zu denken, die dir deine Hausrunde mit dem ätzenden Anstieg am Ende bietet. Es bringt auch nicht viel, wenn du an die Schönheit des Sees denkst, den du umrundest. Viel zielführender ist es, wenn du dich darauf konzentrierst, wie du deine Klamotten anziehst und die Schuhe bindest.

Als nächstes gehst du vor die Haustür und läufst bis ans Ende der Straße – der nächste Schritt ist getan und der Rest läuft. Diese kleinen Schritte helfen dir, deinem Ziel näher zu kommen. Im Grunde genommen ist das nichts anderes als die Anwendung der guten alten Salamitaktik.

Schreibe deinen Erfolg auf

Hast du heute trainiert? Dann trage es in deinen Kalender ein. Am besten kaufst du dir dafür einen Kalender, den du deutlich sichtbar anstreichen kannst. Für jeden erfolgreichen Tag machst du genau ein Kreuz.

Oder du nimmst dir ein Maßband und schneidest die für jeden Erfolg genau einen Zentimeter ab. Wenn das Maßband zerschnitten ist, bist du komplett auf Spur. Fortgeschrittene führen ein Erfolgstagebuch, wo sie alle Dinge notieren, die heute besonders gut geklappt haben.

Und nahezu alle Sportler haben ein Trainingstagebuch, wo sie ihre Einheiten eintragen. Hast du so ein Tagebuch? Onlinedienste wie Strava oder Garmin Connect oder Runtastic machen das heutzutage sehr einfach. Aber im Endeffekt genügt ein kleines Büchlein.

Das Aufschreiben deiner Einheit und das Ankreuzen im Kalender sind bereist die erste kleine Form der Belohnung. Belohnung darf nicht vernachlässigt werden, sonst wird aus Selbstdisziplin reine Pflichterfüllung und das ist auf Dauer zu wenig für Erfolg. Disziplin allein reicht nicht, denn ohne Spaß und Leidenschaft geht es nicht.

Im übrigen ist es kein Beinbruch, wenn du mal einen Tag auslässt. Solange du dir die Frage beantwortest, warum du ihn ausgelassen hast und wie du das zukünftig vermeiden kannst.

Dieses Dreieck aus Handeln, Belohnung und Reflexion ist eine starke Mischung und lässt dich länger durchhalten. Und erst wenn dein aktuelles Vorhaben zur Gewohnheit geworden ist, nimmst du dir das nächste vor und beginnst die drei Schritte von vorn.

Diese Regelmäßigkeit ist es, was deine Selbstdisziplin fördert und fordert.

Trainiere nicht nur deine Muskeln

Selbstdisziplin funktioniert wie ein Muskel und kann und muss dementsprechend trainiert werden. Schaffst du das, wirst du nicht nur länger durchhalten, sondern wirfst auch nicht gleich beim kleinsten Gegenwind die Flinte ins Korn.

Also heute Abend gibt es keine Knabbereien auf der Couch – dem zu widerstehen wäre doch schon einmal ein guter Anfang für mehr Willenskraft und Selbstdisziplin.

Eins noch zum Schluss – was Selbstdisziplin definitiv nicht ist, ist Selbstkasteiung. Immer auf Diät, immer am Trainieren – das führt auf Dauer nur zu Frust. Ab und zu mal alle „fünfe grade sein lassen“, halte ich daher für zwingend notwendig.

Wenn du mehr über Selbstdisziplin lesen möchtest, empfehle ich dir den wunderbaren Artikel auf MyMonkWie man die Selbstdisziplin eines Shaolin-Mönchs entwickelt“.

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Auf geht’s – werde dauerhaft zum Sportler!
Torsten

Ach übrigens – ich wünsche dir mehr Zeit für Sport in deinem Leben.

Über den Autor: Torsten Pretzsch

Ich bin 2008 von der Couch aufgestanden, um ein sportlicheres Leben zu führen. Begonnen mit einer Laufrunde von 15 Minuten lief ich Jahre später Marathon und absolvierte einen Ironman.

Als Führungskraft und Projektmanager war dieser Weg nur durch gutes Selbstmanagement möglich.
Hier im Blog unterstütze ich dich, endlich mehr Sport zu machen. Mehr über mich…

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