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Anfangen – aufgeben – der ewige Kreislauf – 5 Tipps, wie du ihn durchbrichst

„The hardest part of ending, is starting again!“

Das Zitat aus Linkin Parks Song „Waiting For The End“ trifft den Nagel wohl sprichwörtlich ganz gut auf den Kopf.

Wahrscheinlich sitzt du in diesem Moment vor deinem Laptop oder deinem Handy, du liest den Beginn dieses Artikels und nickst zustimmend, richtig?
Jeder von uns war schon einmal an diesem Punkt. Du hast mit etwas begonnen, hast aufgegeben, um dich anschließend erneut aufzuraffen und ein erneutes Mal neu anzufangen. Und jedes weitere Mal fällt dir das Anfangen wieder ein kleines bisschen schwerer. Ja, es stimmt: „the hardest part of ending, is starting again“.

Wozu mache ich das eigentlich? Ich könnte doch meine Zeit genauso gut anders nutzen und und und. Ist es erstmal ein ewiger Kreislauf geworden, ist es umso schwerer ihn zu durchbrechen. Und dabei kann man dieses Thema auf jedes mögliche Hobby beziehen – hier soll es aber wie immer um’s Laufen gehen.

An all die, die hier komplett neu sind und gerade erst mit dem Laufen begonnen haben: Ihr könnt ruhig weiterlesen. Sei es eine Warnung für euch gar nicht erst mit dem aufhören zu beginnen. Für alle anderen, die schon länger dabei sind: Ab heute macht ihr Schluss damit. Heute ist Tag X, streicht ihn euch fett im Kalender an. Ab heute bleibt ihr dauerhaft dran.

#1: Warum überhaupt mit Sport anfangen?

Gerade zu Beginn eines Jahres nehmen wir uns die schönsten Dinge vor, die wir im neuen Jahr umsetzen möchten. Sport steht dabei zumeist ganz oben auf unserer Liste. Anfangs noch voller Motivation, sitzen die meisten doch nach einigen Trainingseinheiten wieder auf der Couch.
„Der gute Wille war da“, hört man oft.

DU hingegen bist hier auf diesem Blog gelandet, weil du – wie der Name schon sagt – endlich mehr Sport machen möchtest. Das ist der erste Schritt in die richtige Richtung. Aber was steckt bei dir dahinter? Was ist DEIN GRUND gewesen?

Lust auf Sport? Warst du vielleicht früher ambitionierter Sportler und hast es aus beruflichen Gründen schleifen lassen? Hast du eingesehen, dass du deine Zeit auch sinnvoller verbringen kannst als zuhause auf der Couch? Machst du es der Gesundheit halber? Läufst du als Ausgleich zur Arbeit? Hast du einen Marathon als Ziel vor Augen? Vielleicht hat dich ein Freund/in motiviert endlich mehr Sport zu machen?

Du siehst, es gibt endlos viele Gründe, warum man mehr Sport machen möchte. Der zweite Schritt in die richtige Richtung war also das Anfangen deines Sports. Führ‘ dir jetzt noch einmal vor Augen, warum DU angefangen hast. Schreib dir deinen persönlichen Grund auf und häng ihn dir irgendwohin, wo du ihn jeden Tag sehen kannst und immer daran erinnerst wirst.

#2: Den Gründen auf der Spur: Warum Aufgeben eine Option ist

Nachdem du dir nun überlegt hast, was dein ursprünglicher Grund war anzufangen, geht es nun darum, warum du aufgegeben hast? Denn auch hier gibt es keine Antwort, die für alle identisch ist. Es war deine persönliche Entscheidung. Schritt drei in die richtige Richtung ist sich den Grund einzugestehen.

Hier einige kleine Anregungen, was der Grund gewesen sein könnte:
  • Du hast mit dem Laufen begonnen und hast dir zu große Ziele gesetzt. Ungeduld war dein Fehler – ein typischer Anfängerfehler also.
  • Darauf aufbauend: Durch ein viel zu unrealistisches Ziel, hast du die Motivation verloren, weil du nach kurzer Zeit noch keine Ergebnisse/Verbesserungen erzielt hast.
  • Ein weiterer Grund ist Langeweile, die von immer identischem Training rührt. Du bringst keine Abwechslung in deinen Trainingsalltag und deine Motivation ist stetig gesunken.
  • Du hast dir ein Ziel gesetzt und viel zu hart trainiert. Das Resultat war eine Verletzung und eine gezwungene Pause.
  • Du hattest überhaupt kein richtig definiertes Ziel.
  • Du wurdest von jemanden dazu überredet mehr Sport zu machen oder überhaupt anzufangen. Du persönlich warst aber nicht vollkommen davon überzeugt.
  • Dein Start war ein Neujahrsentschluss und warum die nicht funktionieren, hatten wir bereits schon einmal thematisiert:
    10 Gründe, warum deine Neujahrsvorsätze wieder scheitern werden

#3: Den Kreislauf durchbrechen

Dauerhaft dranzubleiben ist einfacher gesagt als getan. Glaub mir, auch ich spreche da aus Erfahrung. Manchmal ist ein gemütlicher Abend einfach eine angenehmere Aussicht als ein anstrengendes Training. Gerade nach einem langen Arbeitstag, wenn man müde und fertig ist.

Doch all das nützt nichts. Denn jegliche Gründe, die du findest, sind nur eine Masche mit der du dich herausreden möchtest. Brich den Kreislauf und bleib ab heute dauerhaft dran!

Das unbezahlbare Gefühl nach dem Training

Erinnerst du dich an ein besonders gutes Training? Überlege, lass dir einige Minuten Zeit. Ich kann solche Trainings in meinem Kopf eins zu eins wieder abspielen. Wenn bei mir im Fußball jeder Ball beim Mitspieler ankommt, ich jeden Zweikampf und jedes Laufduell gewinne und wenn sich das im darauffolgenden Punktspiel alles auszahlt. Wenn wir gewinnen und ich mit einer guten Leistung dazu beitrage. Ich weiß, dass sich jedes Training lohnt und das wichtigste überhaupt: ich habe Spaß dabei.

Ein solches Training oder Spiel ist das beste Gefühl, das es gibt. Du bist voller Adrenalin, die Motivation kennt keine Grenzen. Nichts scheint einem zu anstrengend zu sein.  Nutze die Energie, die dir solche Trainings geben und verwende sie als Motivation für jedes weitere Training.

Klar ist aber auch: es kann nicht immer perfekt laufen. Es wird auch Trainings geben, in denen du dir schwertust. In denen jeder Meter eine Überwindung ist. Das gehört dazu und ich sage dir: an solchen Trainingseinheiten wächst du noch mehr.

Du ziehst es nicht nur durch, wenn alles „easy“ erscheint. Du absolvierst dein Training auch, wenn es einfach nur noch anstrengend ist. Das Gefühl danach ist schlicht und einfach unbezahlbar!

Gehen wir umgekehrt an die Sache heran: Hast du dir schon einmal überlegt, was du verpasst, wenn du dein Training einfach aufgibst?
Es beschränkt sich nicht nur auf das gute Gefühl danach.

Gut für Gesundheit & Psyche

Mit regelmäßigem Training tust du deiner Gesundheit etwas Gutes. Ist dein Körper trainiert, kann die Lunge mehr Sauerstoff zum Herzen führen. Regelmäßiges Training kann zu einer dauerhaften Leistungsfähigkeit auf hohem Niveau deiner Lunge führen. Konkret bedeutet das: Der Sauerstoffaustausch in deinem Körper ist dauerhaft effektiver. Dies hat wiederum zur Folge, dass du aufmerksamer, wacher und gesünder bist. Mehr dazu auch hier: Endlich ausgeglichen – wie gut Sport für die Psyche ist

Sich nach einem anstrengenden Arbeitstag auszupowern, ist aber nicht nur gut für die Gesundheit: Dein Kopf wird frei, du kannst endlich abschalten, muss nicht an die Arbeit denken und hast gleichzeitig den perfekten Ausgleich.

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„Wollen“ statt „müssen“ & Gewohnheiten sind die Mittel zum Zweck

Nicht zu vernachlässigen ist auch deine eigene Herangehensweise ans Training. Wenn du dir schon in der Früh sagst, dass du am Abend noch trainieren MUSST, wirst du von Stunde zu Stunde mehr und mehr die Motivation verlieren. Durch die Formulierung „müssen“ hast du ganz automatisch das Gefühl, dass dein Training eine Verpflichtung ist.

Formuliere den Satz dahingegen anders: „Heute WILL ich noch trainieren.“

Probiere es selbst aus. Allein der Austausch dieser beiden kleinen Wörter schafft eine vollkommen neue Wirkung.

Ein anderer Faktor, der dir dabei hilft dauerhaft dranzubleiben und den Kreislauf zu durchbrechen, sind Gewohnheiten.

Baue Regelmäßigkeiten und Routinen ein und, ganz wichtig: Bleib locker. Eine verbissene Einstellung gegenüber deinem Training, bringt dir nicht viel. Der Spaß sollte immer im Vordergrund stehen. Wenn das stimmt, kommt der Rest von ganz alleine! Details, Tipps & Tricks findest du hier: 5 Gewohnheiten, die dich zu einem besseren Sportler machen

Gut Ding will Weile haben

Von Null auf Hundert? – Unmöglich. Und genau das gilt auch für dein Training. Setze dir deine Ziele nicht zu hoch. Denke realistisch, überstürze nichts und vor allem: sei nicht so ungeduldig. Der einzige Leidtragende bist nämlich du, wenn du dir zu hohe Ziele in einer zu kurzen Zeit setzt. Übrigens bleibt durch ein realistisch gesetztes Ziel samt Zwischenzielen die Motivation länger erhalten.

Alles Wissenswerte zum Thema Ziele hier noch einmal kurz und knackig zusammengefasst: Ziele setzen leicht gemacht – egal ob du Kopf- oder Bauchmensch bist

Das Motto der Woche heißt also: Dauerhaft dranbleiben, Kreisläufe durchbrechen und mit dem Aufhören gar nicht erst beginnen!

Wie lange läufst du eigentlich schon? Bist du gerade dabei einen Kreislauf zu durchbrechen und was ist dein konkretes Ziel?

Schreib es in die Kommentare, ich bin gespannt und freue mich von dir zu lesen!

Sportliche Grüße,
Michelle

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Über die Autorin:

Michelle Brey

Fußball, Auspowern, Musik und Schreiben:

Das bin ich. Michelle, 19, aus München.

Mit bereits fünf Jahren bin ich der Leichtathletik verfallen, zwei Jahre später dem Fußball. In der U17 mischte ich die Juniorinnen Bundesliga, die höchste Fußballliga Deutschlands für Mädchen, auf.

Neben dem Sport schreibe ich leidenschaftlich gerne und hoffe hier meine Leidenschaft zum Sport und dem Schreiben vereinen zu können und so Dir, dem Leser, hilfreiche Tricks&Tipps geben zu können! Schau auch gerne mal bei mir auf Instagram vorbei.

Ich freue mich auf Dich. Sportliche Grüße, Michelle

Mehr über Michelle Brey

Und das meinen die Leser:

Deine Blogbeiträge sind sehr gut zu lesen. Du schreibst nicht "besserwisserisch", dir glaubt man, was du schreibst. Dein Buch ist Motivation pur. Wenn ich es nicht gelesen hätte, ich hätte meinen ersten Triathlon nie gemacht

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Margot Ritzinger

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