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Beat Berlin 42 – von Null auf Marathon in nur zwei Jahren

Ein Gastbeitrag von Marcus Kohl

Recht genau zwei Jahre ist es nun her, dass ich mit dem Laufen begonnen habe. Das große Ziel Halbmarathon hatte ich geschafft, den Zieleinlauf am Kölner Dom werde ich nie vergessen.

Meine erste Laufsaison neigte sich dem Ende zu, Zeit Bilanz zu ziehen und neue Ziele zu setzen.

„I don’t think limits!“ (Usain Bolt)

Mit diesem Zitat des Weltrekord-Sprinters  im Kopf entwickelte sich eine Idee. Die „Königsdisziplin“ sollte es sein: Marathon, 42,195 km.

Und es gab für mich nur eine Möglichkeit einen Zieleinlauf am Kölner Dom zu toppen: Zieleinlauf durch das Brandenburger Tor in Berlin. Ein bißchen irre fand ich den Gedanken selbst, aber als ich dann die TV-Übertragung des 2017er Berlin-Marathon sah, stand der Entschluss fest.

Mein erster Marathon – nach dem Dom kommt das Brandenburger Tor

Schnell war mir klar, dass ich dieses Mammutprojekt nicht allein angehen wollte. Da alles mit seinem Einsteigerkurs begonnen hatte, war es nur logisch Torsten vom ausdauerblog zu fragen. Glücklicherweise war Torsten sofort bereit mich zu coachen und mich auf meinem Weg nach Berlin zu begleiten.

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Das Losglück war auf meiner Seite und am 30.11.2017 stand fest, dass ich in der Verlosung einen Startplatz ergattern konnte. Die grobe Wettkampfplanung wurde festgelegt (Halbmarathon im Frühjahr, einen Fünfer, einen Zehner und ein Halbmarathon im Herbst als direkten Vorbereitungslauf). „Um die Motivation im Sommer hochzuhalten“, meinte der Trainer, dass es toll sei eine Sprintdistanz im Triathlon ebenfalls aufzunehmen. Keine Ahnung warum, aber ich hab dem zugestimmt (und – Achtung Spoiler – ich sollte es nicht bereuen).

Das Training selbst begann holprig bzw. gar nicht, weil mich über den Jahreswechsel eine Sehnenreizung im Fuß pausieren ließ und dann über zwei Wochen die Belastung langsam gesteigert wurde. Klappte ganz gut, warf mich aber im Zeitplan etwas zurück.

In Venlo stand der erste größere Wettbewerb 2018 an; den Halbmarathon konnte ich mit neuer persönlicher Bestzeit beenden.

Die Zeit des Triathlontrainings war neu für mich, aber die Abwechslung durch die Kombination dreier Sportarten (Schwimmen, Radfahren, Laufen) hat eine ganz eigene Magie und der Wettkampf beim Indeland Triathlon war ein besonderer Tag. Ich bin mir sicher, dass dies nicht mein letzter Triathlon war.

„Es gibt für niemanden Grenzen und es ist alles möglich. Man sollte über seine Grenzen hinausgehen und es mit dem Unvorstellbaren aufnehmen. Die Magie liegt in der harten Arbeit, im Selbstvertrauen und in der Zuversicht, dass man alles schaffen kann. Die Fähigkeit, die eigenen Ziele zu erreichen, ist nicht denkbar ohne harte Arbeit und Zuversicht.“ (Eliud Kipchoge)

Nun begann die finale Trainingsphase. Deutlich zu merken am Trainingsplan, besonders die langen Läufe am Wochenende wurden streckenmäßig länger und länger. Das hochsommerliche Wetter erleichterte die Einheiten nicht, aber es hatte ja niemand behauptet, dass der Weg nach Berlin ein Spaziergang würde. Mein Vorteil:  An Ehrgeiz und Disziplin mangelt es mir nicht. So zog ich Einheit für Einheit durch- egal ob kurzer Lauf bei niedriger Herzfrequenz, Intervalle, Nüchternlauf oder langsamer Dauerlauf. Dazu gab es immer und immer wieder Stabitraining und Dehnübungen.

Ein letzter Test unter Wettkampfbedingungen war der Halbmarathon in Düsseldorf. Unfreiwillig wurde es auch ein „Gesundheitscheck“, weil in den Wochen zuvor meine Waden signalisierten, dass mein Körper am Limit war. Es wurde einer meiner besten Läufe ever! An diesem Tag passte einfach alles und ich konnte meine bisherige HM-Bestzeit pulverisieren.

Berlin Calling! Das Rennen vor dem Berlin-Marathon

In den Tagen zuvor stieg die Aufregung sehr, aber auch die Vorfreude auf den Saisonhöhepunkt wurde immer größer.  In Berlin angekommen, kämpften wir uns durch Verkehrschaos und ich holte auf der Messe im ehemaligen Flughafen Tempelhof meine Startunterlagen ab.

Der Berlin Marathon ist einer der sechs großen Marathons weltweit. Oder anders formuliert: Es ist alles riiiiesig! Fast 45.000 Teilnehmer, die Laufstrecke führt an vielen berühmten Sehenswürdigkeiten entlang, die Weltelite geht an den Start, regelmäßig werden neue Rekorde aufgestellt. Und ich ein Teil davon. Wahnsinn!

Hier ist der Start, dort das Ziel, dazwischen musst du laufen. (Emil Zatopek)

Race day – mein Tag, auf den ich so lange und hart hintrainiert hatte.  Als Rookie startet man automatisch im letzten der Startblöcke. Für eine solche Großveranstaltung mit so vielen Teilnehmern gefiel mir die Orga gut: klare Ausschilderungen, nix zu verfehlen. Das hilft enorm, besonders wenn man nervös ist. Ein kleines Aufwärmprogramm absolvierte ich und ging dann gemütlich in meinen Block, um Atmosphäre aufsaugen zu können. Die Aufregung war verflogen, ich hatte richtig Bock auf Marathon!

Um 10:12 Uhr ging es für mich auf die Strecke: Beat Berlin 42! Mein Plan war es recht konservativ anzugehen, um den Lauf und das Drumherum zu erleben, im Idealfall sogar genießen zu können. Ok, auch um den Mann mit dem Hammer zu vermeiden. 😉 Bis Kilometer 25 war der Lauf ein Traum. Die Stimmung an der Strecke war gigantisch, immer wieder Musik, Livebands und Anfeuerung in allen möglichen Sprachen. Toll! Zehn Kilometer später wurde es tough, ich musste etwas Tempo rausnehmen. Aber nicht schlimm, denn die Gewissheit ins Ziel zu kommen, war da. Letzte Kräfte mobilisieren. Die vielen Zuschauer halfen enorm- pushten mich und die anderen Läufer.

Dann die letzte Linkskurve, abbiegen auf „Unter den Linden“, das Brandenburger Tor in Sichtweite. Die Emotionen schossen in mir hoch, ich war den Tränen nah! Ich, der vor 24 Monaten keine zwei Minuten am Stück laufen konnte, stand kurz vor der Erfüllung eines Traums. Stolz und Freude beim Zieleinlauf- I did it!!!!

Beat Blood Cancer- Wir besiegen Blutkrebs

„Beat Blood Cancer- Wir besiegen Blutkrebs!“ ist die Vision der DKMS.

„Beat Berlin 42“ – meine sportliche Vision für 2018.

Meine Vision habe ich mit der Vision der DKMS verbunden – daher ist mein erster Marathon ein Spendenlauf!

Jeder Euro zählt! Jeder gibt, wie er kann und mag.

Ich freue mich wahnsinnig, wenn Ihre meine Spendenaktion unterstützen mögt.

Gemeinsam können wir etwas bewegen!

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Über den Autor:

Ich bin Marcus, 38 Jahre alt und wohne in der Nähe von Köln.

„Fährt da kein Bus?“ war jahrelang mein Motto. 2016 den Hintern hoch bekommen, 40 kg abgespeckt, mit Sport angefangen. Seit zwei Jahren Läufer.

Meinen Weg zum Sport findest du hier…

Wenn auch dein erster Marathon ein voller Erfolg werden soll, dann schau mal in den folgenden Artikel. Du findest dort 42,195 Tipps für deinen Erfolg:

2 Kommentare

  1. Herrlich! Auch ich bin dieses Jahr (nach 2 1/2 Jahren Laufen) meinen ersten Marathon in Berlin gelaufen. Danke für deine Erinnerungen! Meine eigenen werde ich wohl für immer behalten können. Der letzte Marathon war es bestimmt nicht!! Beste Grüße aus Bielefeld , Julia

  2. Super Bericht….super Trainer und natürlich nochmal Glückwunsch an Dich Markus….läuft im wahrsten Sinne des Wortes…..klasse und nochmal Hut ab…..hatten auch noch geschaut ob wir dich irgendwie sehen aber war einfach zuviel an läufern in dem Zeitraum als wir guckten……

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