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Was mir Sport gebracht hat und wie mein Weg auch dir hilft

Mein Weg

Das wird der bisher persönlichste Artikel im ausdauerblog. Anhand meines ganz eigenen Weges möchte ich dir zeigen, was mir der Sport gebracht hat und wie das auch dir helfen kann.

Eines schon einmal vorweg – Sport war für mich der Auslöser für weit mehr als nur Bewegung, Fitness und Gesundheit.

Sport war der Türöffner für ein bewussteres und besseres Leben.

Couchpotato, Workaholic und unzufrieden – eine Bestandsaufnahme

Zum Jahreswechsel 2008 reifte in mir die Erkenntnis, dass es so in meinem Leben nicht weiter gehen konnte.

Ich arbeitete regelmäßig 50-60 Stunden pro Woche, ernährte mich ungesund, war Raucher und weit weg vom Fitnesslevel, welches ich als Hobby-Tennisspieler Jahre zuvor hatte. Ein echter Couchpotato halt…

Zu allem kam eine gewisse Antriebslosigkeit und eine latente Unzufriedenheit in nahezu allen Dingen sowie ein Unwohlsein, welches sich auch körperlich immer stärker bemerkbar machte.

Alles was mir an Bewegung Spaß machte, war eine einzige Qual, wie auch einige Kumpel beim seltenen Radfahren lachend feststellten. Nicht zuletzt lag es natürlich auch am Gewicht, obgleich ich von starkem Übergewicht noch ein Stück weit weg war. Aber der Weg war geebnet und so konnte es mit Mitte 30 nicht weiter gehen.

In einem kurzen Anflug von Übermut meldete ich mich für einen Volkstriathlon an.

Einen Triathlon – 400m Schwimmen, 20km Radfahren und 5km Laufen?! Ich, der sich gerade einmal so mit Brustschwimmen über Wasser halten kann.

Ich, der nichts außer ein schweres und altes MTB besaß und ich, für den 20 Minuten am Stück zu joggen, ein Ding der Unmöglichkeit war.

Doch es waren noch gut 4 Monate Zeit und so trabte ich los und stand im Mai 2008 beim Münchner Stadttriathlon mit meinem alten MTB und brustschwimmenderweise am Start.

Was soll ich sagen – es hat Spaß gemacht und letzter wurde ich auch nicht. Im Gegenteil, da waren durchaus nicht wenige hinter mir. Und nun? Wie weiter? Erstmal nachdenken.

Im Sommer 2008 setzte ich mich dafür allein auf das Rad und fuhr in knapp 2 Wochen die Elbe entlang, von Cuxhaven in die sächsische Schweiz. Sowas hatte ich noch nie gemacht und diese „Reise zu mir selbst“ veränderte mein Leben.

Sportfreak, Führungskraft und Blogger – die zweite Bestandsaufnahme

Challenge Roth7 Jahre später sieht meine Welt ganz anders aus.

Wobei eigentlich falsch – ich wohne noch in der gleichen Stadt, habe die gleiche Wohnung und arbeite auch in der gleichen Firma.

Äußerlich also wenig Veränderung, doch ich habe mich verändert und das nicht zu knapp. Sport gehört zu meinem Leben wie Atmen.

Ich habe mir sportliche Träume erfüllt, lief einen (mittlerweile 2) Marathon und als absolutes Highlight absolvierte ich 2014 in Roth einen Langdistanz-Triathlon, also 3,8km Schwimmen, 180km Radfahren und 42km Laufen.

Doch damit längst nicht genug, denn da gibt es noch weitere erfüllte Lebensträume. Ich war in Australien und den USA, fuhr mit meiner Familie Ballon, nahm ein dreimonatiges Sabbatical und wurde – fast schon nebenbei – in meiner Firma zur Führungskraft.

Und das, obwohl mein Arbeitspensum mittlerweile deutlich geringer ausfällt. Dass ich irgendwann auch das Rauchen aufgab, dürfte selbsterklärend sein.

Neben all den Aktivitäten habe ich den Blog hier gegründet, denn wenn ich mein Leben so verändern kann, dann kannst du das auch.

Alles was du brauchst, ist ein Ziel, Zeit- und Selbstmanagement und Ausdauer sowie Durchhaltevermögen. Aber einfach war es nicht und auf dem Weg gab es auch Hindernisse.

Mein Weg – wie ich Steine wegräumte und neue hinzufügte

radfahrenVieles habe ich auf dem Weg richtig gemacht, doch einiges auch völlig falsch.

Ein großer Fehler lag in der anfänglichen Euphorie. Ich hatte mir für 2009 vorgenommen, richtig mit dem Triathlon zu beginnen, kaufte mir ein Rad und begann zu trainieren. Stunde um Stunde sportelte ich und wenn ich nicht sportlich unterwegs war, dann plante ich mein Training und meine sportlichen Aktivitäten.

Ich war Feuer und Flamme und vergaß dabei meine Mitmenschen. Ich lebte völlig gefangen in meiner eigenen Welt – großer Fehler! Denn was ist das Leben ohne liebe Menschen um einen herum?

Zum Glück waren Familie und Freunde nicht nur nach einiger Zeit mächtig genervt, sondern auch sehr ehrlich zu mir.

Lektion fürs Leben: „Egal wie Feuer und Flamme du für ein Projekt bist, vernachlässige niemals deine Mitmenschen, die dir wichtig sind!“

Und das braucht Zeit, Zeit die dringend notwendig ist und die, so war meine damalige Meinung, ich nicht hatte. Oder doch?

Ich begann zu lesen und zu recherchieren und – noch viel wichtiger – auszuprobieren.

Zeit- und Selbstmanagement war das Thema und allein das Befassen mit dem Thema führte sofort zu den ersten Ergebnissen. Ich fragte bei jeder Handlung nach dem „Warum„, optimierte hier und da und eliminierte so Zeit, die ich bisher einfach sinnfrei verplemperte. Stück für Stück für mehr Lebensqualität ebenso wie Schritt für Schritt für mehr Fitness und Training.

Vom Coucpotato zur Challenge RothDieser langsame und beständige Aufbau führte zum gewünschten Erfolg nicht nur beim Sport. Auch im Job konnte ich mich neuen Aufgaben widmen und war dabei keineswegs überfordert, einfach weil sich meine Einstellung geändert hatte.

Doch zurück zum Sport – der Weg ging Jahr für Jahr und Stück für Stück über die ersten Laufwettkämpfe bis zum Marathon, von den ersten kleinen Triathlon, über das Lernen des Kraulen, dem ersten Trainingslager, den ersten Mitteldistanzen bis zur genannten Langdistanz 2014.

Diese kleinen Schritte hin zum ganz großen Ziel haben das für mich möglich gemacht, denn sobald ich einmal etwas schneller und ungeduldiger war, musste ich das bezahlen. Sei es durch eine Aufgabe bei meiner ersten (viel zu frühen) Mitteldistanz oder einer Verletzung durch Überlastung beim Marathontraining.*

Denn so wie sich dein Körper nur langsam verändern kann, so verhält es sich auch mit deinem Geist. So wurde aus einem halb leeren Glas Stück für Stück ein halb volles Glas.

Wie mein Weg auch dir helfen kann

Natürlich ist dieser Weg eine sehr persönliche Sache – eben mein Weg. Doch einen Nutzen kanst auch du daraus ziehen, wenn du bereit und Willens bist, dein Leben ein klein wenig zu verändern.

Hier vier Tipps, die du auf deinem Weg zur Veränderung unbedingt beachten solltest.

  • Schritt für Schritt – jeder Schritt zählt
    Der wichtigste aller Schritte ist der Erste! Denn damit beginnt die Reise und von da an zählt jeder einzelne Schritt. Sehe deine Veränderung als Prozess, der Weg ist das Ziel. Vergiss aber dabei nie, dass ein Weg ohne Ziel dir nicht die richtige Einstellung zur Veränderung geben wird.

 

  • Sport ist wichtig, aber nicht das Zentrum des Lebens
    Die Euphorie gerade am Anfang ist unheimlich wichtig. Du brauchst die Motivation, um überhaupt ins Handeln zu kommen. Doch ACHTUNG – tappe nicht in die Beziehungsfalle. Vernachlässige niemals dein privates Umfeld und deine Beziehungen. Konzentriere dich auf das Wesentliche im Leben.

 

  • Optimiere dich – auch abseits vom Sport
    Beschäftige dich so früh wie möglich nicht nur mit Trainingsplänen, sondern auch mit Zeit- und Selbstmanagement. Setze dir die richtigen Ziele und hinterfrage sie regelmäßig. Hier liegt der Schlüssel, dass du glücklich in deinem Hobby wirst. Denn denk immer dran, es ist in erster Linie (und bei nahezu allen) vor allem eines – Hobby!

 

  • Krempel nicht dein ganzes Leben um, sondern ändere deine Einstellung
    Frage dich warum du tust, was du tust. Dabei musst du keinesfalls dein ganzes Leben ändern, um vom Couchpotato zum aktiven Menschen zu werden. Du musst „nur“ deine Einstellung ändern und das Stück für Stück. Der Rest ergibt sich dann einfach…

Über meinem Weg vom Couchpotato zum Sportler habe ich ein Buch geschrieben. Doch keine Angst, das Ganze ist keine beweihräuchernde Biografie, sondern ein Buch, welches DIR hilft auch diesen Weg zu gehen. Von der Praxis für die Praxis begleite ich dich auf deinem Weg. Neugier?

Dann gehe auf Amazon und kaufe dir „Endlich mehr Sport – Das Geheimnis der Dranbleiber“.*

Was ist deine Geschichte? Hast du ähnliches erlebt und was waren deine größten Fehler auf dem Weg zum Sport? Teile in den Kommentaren deine Erfahrung.

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Ach übrigens – ich wünsche dir mehr Zeit für Sport in deinem Leben.

Über den Autor: Torsten Pretzsch

Torsten ist 2008 von der Couch aufgestanden, um ein sportlicheres Leben zu führen. Begonnen mit einer Laufrunde von nur 15 Minuten lief er Jahre später Marathon und absolvierte einen Ironman.

Als Teamleiter und Projektmanager war dieser Weg nur durch gutes Selbstmanagement möglich.

Hier im Blog unterstützt er dich, endlich mehr Sport zu machen. Mehr über Torsten…

*Affiliate-Links – du bekommst ein gutes Angebot natürlich ohne Zusatzkosten für dich und ich finanziere damit den Blog.

4 Kommentare

  1. Ich finde deinen Blog außerordentlich gut,vor allem sehr offen und ehrlich ohne Schnörkel geschrieben!
    Es zeichnen sich gewisse Parallelen in meinem Leben ab und ich kann deinen Antrieb verstehen. Bei mir hat es zum Triathlon bisher nicht gereicht,aber das war auch nie mein Bestreben. Ich selbst habe erst wieder vor 2 Jahren angefangen zu laufen und mit 52. meinen 1. HM gemacht nach eignen Gefühl ohne Trainings-Plan aber schon mit Konsequenz im Laufen und Disziplin. Vom Rauchen bin ich noch nicht ganz weg,merke aber das ich jetzt mehr will und das ist mein nächstes Ziel!! 🙂

    Dein Blog gibt mir jedenfalls immer neue Impulse und Anreize es weiter zu machen und das Laufen ist Bestandteil meiner Aktivitäten neben dem Aufbau meines Business geworden. Aber ich kann hier sehr gut beides miteinander verbinden !!

    Über einen kleinen Besuch meiner Seite , @neumanncoaching auf FB würde ich mich freuen!!

    Bleibe gesund und weiter so !!

    sportliche Grüße sagt Micha

    • Hallo Micha,

      vielen Dank für das tolle Kompliment. Ja das berühmte „Klick machen“ passiert im Kopf. Ich wünsche dir viel Erfolg beim Laufen und beim Aufbau deines Business.

      Viele Grüße
      Torsten

  2. Moin Torsten,

    super Artikel! Ich mag Menschen, die früher Couchpotatoes waren und den Nutzen in der Fitness / Bewegung für sich entdeckt haben.
    Und der große Vorteil ist dann auch noch, wenn dieser einen Blog hat und vielen Menschen ein Vorbild sein kann.

    Weiter so! 🙂

    Viele Grüße,
    Dustin

    • Vielen Dank für die Blumen! Macht mich ja gleich ein bisschen verlegen.

      Doch es ist richtig, wenn mein Blog nur einen einzigen Menschen dauerhaft zum Sport motiviert, habe ich mein Ziel bereits erreicht. http://fitvolution.de/

      Im übrigen – auch Dustin hat eine spannenden Blog zum Thema Fitness und meine Reise ist auch ihm nicht unbekannt, oder Dustin?

      Servus Torsten

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