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Sport im Alter: Wie du deine besten Jahre sportlich fit verbringst

sport im alter

Frage: Wann ist man alt? Antwort: Wenn man sich so fühlt!

Vorbei die Zeit, als man mit zunehmenden Alter sich immer weniger bewegte. Heutzutage ist oft das genaue Gegenteil der Fall. Sport im Alter ist fester Bestandteil der Gesellschaft geworden. Doch wann beginnt eigentlich „dieses Alter“???

Schaut man sich im Alltag um, sieht man jede Menge Mittzwanziger, die alles andere als fit sind und schon jede Menge Gebrechen und Zipperlein haben. Auf der anderen Seite gibt es 70jährige, die ständig auf dem Rad oder zu Fuß unterwegs sind und ihre verdiente Rente aktiv und fit genießen.

Doch was unterschiedet die beiden und warum lässt ein aktiver Mensch in den besten Jahren die meisten Jungspunde sprichwörtlich alt aussehen. Die Antwort ist einfach: Sport und Bewegung!

Sport im Alter kann ein wahrer Jungbrunnen sein und damit auch du dort drin eintauchen kannst, habe ich dir die wichtigsten Fakten zusammen gepackt, die du beim Sport in den besten Jahren beachten musst. Völlig egal, wann dieses Alter nun so wirklich beginnt….

Was passiert im Alter?

Dein Körper verändert sich und mit zunehmenden Alter (besonders ab 40) werden die Muskeln schneller abgebaut. Weniger hoch ist dagegen der Verlust der Grundlagenausdauer. Das Ergebnis ist, deine Kraft lässt nach, der Körperfettanteil steigt und die aerobe Ausdauer sinkt nur langsam ab. Insbesondere auf kürzeren Distanzen sind Bestzeiten immer schwieriger erreichbar für dich.

Auch braucht der Körper deutlich länger, um sich von harten Trainingseinheiten und Wettkämpfen zu erholen. Deshalb sind Standard-Trainingspläne oft weniger geeignet bzw. sollten zur Verletzungsvorsorge angepasst werden.

Denn eines sollte dir klar sein, Sport kann den körperliche Verfall im Alter nicht aufhalten, aber den Alterungsprozess deutlich verlangsamen.

Treibe Sport und bleibe gesund

Vor nicht all zu langer Zeit hieß es noch, dass man im Alter alles langsamer und ruhiger angehen soll. Das körperliche Anstrengung vermieden und man eher langsam und bedächtig unterwegs sein soll.

Diese Denkweise stammt aus Zeiten, als man in erster Linie noch körperlich hart arbeiten musste und auch in jungen Jahren schon harte Zeiten überstehen musste. Das ist heute zum Glück meist nicht mehr so.

Nur noch wenige Menschen arbeiten körperlich richtig hart und harte Zeiten, wie nach den Weltkriegen, hat zum Glück zumindest in Mitteleuropa auch keiner mehr erleben müssen. Genau deshalb spielt Sport eine immer wichtigere Rolle.

Gesundheit ist die Basis – ein Kreislauf

Voraussetzung für ein sportliches Leben bis ins hohe Alter ist die Gesundheit. Und diese förderst du durch Sport und Bewegung bereits in jungen Jahren. Ein Kreislauf, den es zu beachten gilt.

Sport hält gesund und beugt Beschwerden vor, man fühlt sich jünger als man ist – und sieht meist auch so aus!

Auch hilft Sport, um das leidige Gewichtsproblem in den Griff zu bekommen. Im zunehmenden Alter verlangsamt sich dein Stoffwechsel und du nimmst zu, obwohl du zu keinem Zeitpunkt mehr isst als zuvor. Sport kann auch hier helfen…

Mit der Rente aufs Rad

Dass man dabei auch im hohen Alter noch mit dem Sport beginnen kann, beweist mein Vater. Als er vor einigen Jahren in Rente ging, kaufte er sich ein Rad und strampelt seit dem jährlich an die 2.000km. Mit erstaunlichen Effekten – er ist fitter als vor 20 Jahren, wiegt auch weniger und hat einfach Spaß an der Bewegung. Er genießt seine durchaus sportlichen Touren.

Auch ein Unfall konnte ihn nicht lange stoppen und er stieg danach so schnell es ging wieder auf das (neue) Rad.

Leistungssport im Alter?

Das Sport die Gesundheit fördert, hätten wir geklärt. Doch wie sieht es mit Leistungssport aus? Geht das auch noch jenseits der 40 oder 50? Selbstverständlich, denn Älter werden bedeutet keineswegs, dass man zwangsläufig weniger leistungsfähig oder langsamer wird.

Die meisten Hobbyathleten erreichen erst jenseits der 40 ihr volles Leistungsvermögen. Die Gründe liegen dabei vor allem an den Lebensumständen. Erst jenseits der 40 verläuft bei den meisten die Karriere in ruhigeren Bahnen, die Kinder sind auch schon aus dem Gröbsten raus und Haus und Hof längst angeschafft.

Die Prioritäten ändern sich und plötzlich hat man wieder Zeit für Sport oder nimmt sie sich zumindest. Und ein bisschen versuchen wir auch mit dem Sport die Midlife-Krise zu überwinden – erfolgreich in den meisten Fällen.

Entspannt zur Bestzeit

Die Jagd nach Bestzeiten solltest du aber nicht übertreiben. Insbesondere, wenn du schon viele Jahrzehnte sportlich aktiv bist, wirst du sie auch nicht mehr erreichen. Hast du dagegen erst deutlich jenseits der 30 mit deinem Ausdauersport begonnen, sind Bestleistungen selbstverständlich möglich.

Wichtiger als die Zeiten ist jedoch der Spaß und der Genuss. Das bewusste Erleben eines Wettkampfes oder das Ausprobieren neuer Formate kann nicht nur riesig Freude bringen, sondern auch eine größere innere Befriedigung als die x-te Bestzeit auf immer der gleichen Distanz.

Alter schützt vor Leistung nicht!

Dass auch im hohen Alter noch erstaunliche Leistungen möglich sind, beweisen Athleten aus der ganzen Welt. Diana Nyad schwamm 64jährig von Kuba nach Florida – 180km am Stück! Sister Madonna Buder, eine amerikanische Ordensschwester begann erst mit 48 mit Sport und gilt als die älteste Triathletin der Welt. Mehr als 45 Ironman hat sie seit dem  bestritten und ist seit 2012 die älteste Athletin, die mit damals 82 Jahren einen Ironman erfolgreich beendete. Fauja Singh, der älteste Marathonläufer der Welt, war sogar über 100, als er letztmals die 42 Kilometer lief.

Die lieben Zipperlein

Auch wenn Sport die Gefahr von Herzkrankheiten und typischen Alterserscheinungen wie Altersdiabetes deutlich verringert, so geht es selten ohne kleine Zipperlein ab.

Die Heilung von Verletzungen dauert mit zunehmenden Alter deutlich länger und du solltest es tunlichst vermeiden, einfach drüber weg zu trainieren. Geduld ist gefragt!

Auch wenn der Rücken ab und zu schmerzt, mit dem Training von stützenden Muskelgruppen kannst du diesem Schmerz vorbeugen. Eine Anleitung von einem erfahrenen Trainer ist hier dringend zu empfehlen.

Und noch eine positive Nebenwirkung hat der Sport – du bist deutlich seltener erkältet und dein Immunsystem ist gestärkt.

Sport statt Pillen

Dein Motto mit zunehmenden Alter sollte lauten: Sport statt Pillen. Mit Bewegung und Sport verlangsamst du den Alterungsprozess übrigens nicht nur körperlich, auch geistig bleibst du länger frisch!

Also bewege dich – für Spaß und ein positives Lebensgefühl bis ins hohe Alter hinein.

Dies war heute übrigens der Beginn einer neuen kleinen Serie hier im Blog. In der nächsten Woche gebe ich dir 10 Trainingstipps für den Sportler ab 40 und eine Woche später gibt es konkrete Tipps für Läufer jenseits der 50.

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Auf den Punkt: Sport im Alter

  • Muskeln werden mit zunehmenden Alter schneller abgebaut als die Ausdauer
  • Passe dein Training an dein Alter an
  • Körperliche Anstrengung darf bis ins hohe Alter sein
  • Setze dir Wettkampf- und keine Zeitziele.
  • Bestzeiten sind – je nach Trainingsjahren – jenseits der 50 eher selten
  • Bewegung und Sport verlangsamen den Alterungsprozess

Ach übrigens – ich wünsche dir mehr Zeit für Sport in deinem Leben.

Über den Autor: Torsten Pretzsch

Torsten ist 2008 von der Couch aufgestanden, um ein sportlicheres Leben zu führen. Begonnen mit einer Laufrunde von nur 15 Minuten lief er Jahre später Marathon und absolvierte einen Ironman.

Als Teamleiter und Projektmanager war dieser Weg nur durch gutes Selbstmanagement möglich.

Hier im Blog unterstützt er dich, endlich mehr Sport zu machen. Mehr über Torsten…

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2 Kommentare

  1. Anna-Maria Füsselberger

    Recht herzlichen Dank Torsten für ein Thema, daß sehr selten angesprochen wird. Ich habe erst mit 35 Jahren mit Sport begonnen, war übergewichtig, Ruhepuls 90. Mit 40 bin ich meinen ersten Marathon gelaufen, Ruhepuls 52. Jetzt bin ich 56 Jahre alt, und wie du richtig schreibst, verändert sich in der Regeneration so einiges. Mußte – weil ich es nicht glauben wollte – schon etliche Male schmerzlich erfahren, weil ich einen Wettkampf um den anderen abgespult habe. Ich lerne immer mehr auf meinen Körper zu hören, Trainingsplan hin oder her. Laufe mittlerweile „nur“ noch Halbmarathons. Ich fordere meinen Körper noch immer sehr gerne, gehe auch an meine Grenzen, aber halt nicht mehr um jeden Preis. Da lass ich halt auch einmal ein Training sausen oder mach statt Intervall einen gemütlichen Dauerlauf. Danke für deine interessanten Beiträge! Liebe Grüße aus Österreich Anna-Maria

    • Hallo Anna-Maria,

      ja das war auch meine Meinung, dass dieses wichtige Thema gerne „vergessen“ wird. Ist halt nicht so publikumswirksam, aber dennoch oder gerade deswegen wichtig. Auch ich hab erst mit Mitte 30 so richtig begonnen und merke jetzt mit Anfang 40, dass man andere Wege gehen muss. Der Artikel ist übrigens der Beginn einer kleinen Serie.

      Viele Grüße
      Torsten

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