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Mein Warum: Marathon-Gedanken – noch 5 Wochen bis zum #BerlinMarathon

Die FiBloKo – die erste deutschsprachige Fitnessblogger-Konferenz ist schon wieder eine Woche. Und wirkt trotzdem noch nach…

Zum einen, weil es letzte Woche keinen Bericht zu meinen Berlin-Marathon gab und damit diese Woche ein bisschen was aufzuholen gilt. Und zum anderen will ich heute einen weiteren kleinen Blick zur Seite wagen.

Lotta von Tri-It-Fit fragt, warum Fitnessblogger Sport machen. Also warum und wie ich zum Sport gekommen bin und warum ich darüber blogge. Gute Frage – die ich doch gerne beantworte…

Runter von der Couch – mein sportliches Leben beginnt

Zum Jahreswechsel 2008 reifte in mir die Erkenntnis, dass es so in meinem Leben nicht weitergehen konnte. Ich arbeitete regelmäßig zu viel, ernährte mich schlecht, war Raucher und weit weg vom Fitnesslevel, welches ich als Hobby-Tennisspieler Jahre zuvor hatte.

Doch da war noch etwas anderes. Eine latente Unzufriedenheit mit meinem Leben machte sich breit und damit verbunden eine Antriebslosigkeit, um daran etwas zu ändern. Sport fand fast nur noch im Fernsehen statt und die wenigen Male, bei denen ich mich dazu aufraffte, hatten weniger mit Vergnügen und viel mehr mit Qual zu tun. Ich hatte völlig die Lust und den Spaß an der Bewegung verloren.

Endlich mehr Sport - Das Geheimnis der DranbleiberDoch ins Gedächtnis eingebrannt, hat sich bei mir ein ganz konkretes Ereignis. Welches das erfährst du in meinem Blogpost “Mein Durchbruch – wie ich zum Sportler wurde” oder (noch etwas ausführlicher) in meinem Buch “Endlich mehr Sport – Das Geheimnis der Dranbleiber”.*

Warum “muss” es eigentlich Marathon sein?

Wie du in dem Artikel nachlesen kannst, war mein Ziel von Beginn an Triathlon. Ich wollte mich dem sportlichen Dreikampf stellen, damit es mir besonders im Training nicht langweilig wird.

Laufen war dabei natürlich ein  wichtiger Bestandteil und auch die Sportart, wo ich nach holprigen Beginn die meisten Fortschritte machte. Der erste Halbmarathon war noch hart, aber danach steigerte ich mich in gut 18 Monaten auf eine (für mich) phänomenale 1:43h auf der Halbmarathondistanz.

Damit gab es eine exzellente Basis, um mir den Marathontraum zu erfüllen. Wie es dazu gekommen ist und wie es mir im Debüt und bei meinen weiteren Marathons bisher so erging, kannst du im ersten Trainingsbericht dieser Reihe nachlesen.

Und warum bloggst du darüber?

Marathonläufer gibt es mittlerweile viele. Und auch Triathleten bis hin zur Ironman-Distanz gibt es nicht wenige. Warum blogge also ausgerechnet ich darüber?

Sport hat mein Leben verändert und das nachhaltig und phänomenal. Ich bin entspannter geworden, selbstbewusster und einfach auch geistig fitter und frischer. Und dieser persönliche Fortschritt hat sich auf alle Lebensbereiche positiv ausgewirkt.

Und dafür bin ich dankbar. So dankbar, dass ich gerne auch dir etwas davon zurückgeben möchte. Da ich zudem in Sachen Wissen ein ziemlicher Nerd sein kann, habe ich über die Jahre unzählige Bücher und Fachartikel zum Ausdauersport gelesen und – noch wichtiger – auch alles mögliche ausprobiert.

Wenn man zudem schon fast 20 Jahre im Internet auf diversen Webseiten und mit verschiedenen Projekten aktiv ist, dann liegt ein Blog ziemlich nahe. Möchte man meinen, denn die Idee geisterte fast ein Jahr durch meinen Kopf, ehe der König Zufall mir auf die Sprünge half.

Mein Eishockeyprojekt, an dem ich seit dem Jahre 1999 (!!!) beteiligt bin, wurde gehackt und es gab nur zwei Möglichkeiten. Entweder das Projekt im 20.Jahr des Bestehens einstampfen oder so schnell wie möglich eine neue Seite gestalten.

Ich entschied mich für Letzteres und so entstand an nur einem Wochenende die neue Seite. Und weil ich einmal so im Flow war, war kaum zwei Wochen später auch der Ausdauerblog geboren.

Anfangs noch mit Schwerpunkt Selbstmanagement schwenkte ich bald zu meiner wahren Leidenschaft – dem Ausdauersport. Der Rest ist Geschichte…

So lief die vergangene Trainingswoche

Vorletzte Woche habe ich so etwas wie eine Ruhewoche eingelegt und am Ende standen „nur“ 34km zu Buche. Das lag zum einen an der FiBloKo, die ich besucht habe und zum anderen am Trainingsrhythmus der nach ein paar Belastungswochen immer eine Ruhewoche vorsieht.

Dementsprechend sollte zuletzt wieder eine Belastungswoche folgen. Ich habe von der Konferenz in Hannover nicht nur unvergessliche Eindrücke, sondern auch eine Mini Erkältung mitgebracht. Und so wurde aus meinem geplanten langen Lauf am Dienstag nichts.

Und das, wo doch in Bayern Feiertag war. Doch Safety first und ich hab etwas umgeplant und die Woche um einen Lauf gekürzt. Es war das erste Mal in diesem Trainingsrhythmus, dass ich auf einen lauf verzichtete, aber das gehört dazu.

Mittwoch war wieder so weit fit, dass ich zumindest einen Zehner in Wohlfühltempo absolvierte und Freitag früh folgten die Intervalle. Diesmal 4x1km in deutlich unter 5 Minuten. Und das Ganze morgens vor 7. Gar nicht meine Zeit, aber ich quälte mich durch und war hinterher happy. Geht doch – auch morgens…

Sonntag dann wie gewohnt der lange Lauf. Das beste dabei – das Wetter war extrem angenehm. Etwa 20 Grad, Sonne-Wolken-Mix und ein leichter kühler Wind, so spulte ich meine Kilometer an der Isar ab. Allerdings alles andere als reibungslos und locker…

Die Hindernisse begannen bei Kilometer 14, wenn man mal von ein paar umgestürzten Bäumen vorher absieht. Das Unwetter vom Freitag (Bundesliga-Zuschauer wissen sicher was ich meine) hat definitiv seine Spuren hinterlassen. Doch diese Spuren konnte man noch umkurven.

Weniger leicht waren dann die Schwierigkeiten beim Weg. Meine Idee rechte Isarseite hoch und linke Seite runter. Eigentlich ganz easy und so genau hab ich mir den Weg nicht angeschaut. Tja und wie das so ist, stand ich plötzlich mitten im Dickicht und es ging nur noch ein ganz schmaler zum Teil mit Brennnesseln zugewachsener Pfad voran.

Also Trailrunning vom feinsten mit abwechselnd Laufen, Gehen und Springen und das ganze für etwas mehr als 2 Kilometer. Ich sollte es später bereuen. Ab Kilometer 21 wurde es zäher und ein Gel (das einzige auf der Strecke neben Wasser) weckte zumindest wieder meine Lebensgeister. Dafür nahm mir mein Knie wohl die Belastung übel und meldete sich bei km25 mit Schmerzen. Sehr unangenehm und so entschied ich mich für einen Kilometer ein Power-Walk einzulegen. Passte gut und so konnte ich danach wieder 2km laufen, bevor ich das Prozedere nochmal wiederholte und schließlich nach 30km dann nach Hause lief.

Hat keiner gesagt, dass Marathontraining ohne Komplikationen verläuft. Hoffen wir mal, dass wird bald wieder besser.

Die Woche in Zahlen:

  • 50,2km Laufen in 5:10h

Das plane ich diese Woche

Diese Woche ist wieder Belastungswoche angesagt und ich möchte erstmals über 65km Laufen. Wer weiß, vielleicht knacke ich sogar die 70 Wochenkilometer. Hängt stark von dem Knie ab. In jedem Fall sollen es 4 Läufe werden und dabei natürlich – als wichtigstes – erneut ein 30km-Lauf am Sonntag der Anker sein. Als flottere Einheit plane ich einen Temopdauerlauf in Marathon-Tempo und ergänzt wird das Ganze von zwei mittellangen Läufen.

Kilometerfressen ist angesagt…

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Ich freue mich, dass du mich auf meinem Weg zum Berlin-Marathon begleitest. Alle Geschichten gibt es hier… #beatberlin42

Dein Torsten…

Über den Autor: Torsten Pretzsch

Torsten ist 2008 von der Couch aufgestanden, um ein sportlicheres Leben zu führen. Begonnen mit einer Laufrunde von nur 15 Minuten lief er Jahre später Marathon und absolvierte einen Ironman.

Als Teamleiter und Projektmanager war dieser Weg nur durch gutes Selbstmanagement möglich.

Hier im Blog unterstützt er dich, endlich mehr Sport zu machen. Mehr über Torsten…

*Affiliate-Links – du bekommst ein gutes Angebot natürlich ohne extra Kosten und ich finanziere den Blog damit.

10 Kommentare

  1. Lieber Torsten
    An dieser Stelle wollte ich einfach einmal erwähnen, wie toll ich das Design Deiner Beiträge finde 🙂
    Es ist wirklich spannend, noch mehr über Dich zu erfahren und ich drücke Dir schon jetzt die Daumen für Berlin!
    Liebe Grüsse
    Ariana

    • Doppelten Dank, Ariana. Ja mein Theme ist da zum Glück sehr flexibel. Ich sag ja immer: Inhalt ist das wichtigste, aber nützt nichts, wenn das Design nicht stimmt und so niemand liest.

      Viele Grüße – ich drücke die Daumen zurück, dass du bald wieder völlig fit bist!
      LG Torsten

  2. Drücke dir die Daumen für den kommenden Marathon!

    Großartige Transformation übrigens, die Du seit 2008 durchgemacht hast.

  3. Wie mir scheint, läuft dein Marathontraining ja ganz gut und du bist auf einem tollen Weg Richtung Berlin. Es wird ganz bestimmt ein neues Erlebnis. Ich liebe diesen Marathon.

    Schön, auch Dank der Blogparade von Lotta und Schorsch ein wenig mehr über dich zu erfahren!.

  4. Hey Torsten,

    schön, nun auch deine Motivation zu lesen! Ich finde es super, was für positive Effekte Sport – egal welcher Art – auf uns hat. Mir hat er auch so viel mehr Selbstbewusstsein gegeben, und auch wenn, damit nicht alle Probleme komplett verschwinden, lebt es sich so doch leichter! 😉

    Viel Erfolg dir beim Marathontraining und Alles Gute für dein Knie!

    Wir sehen uns in Berlin,

    Beste Grüße,

    Lotta

  5. Hallo Torsten,

    Schöne Geschichte, wünsche dir viel Spass in Berlin.
    Ist ein geiler Marathon 😉
    Ich möchte den auch nochmal „ganz“ laufen.
    Geniesse deine restliche Trainingszeit und den Big Day erst recht 😉

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