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Hochs und Tiefs im Training – Noch 2 Wochen bis zum Berlin-Marathon

Es ist Freitag – kurz vor dem Wochenende und ich bin frustriert.

Wobei – nein eigentlich sind das nicht die richtigen Worte.

Ich bin genervt!

So ist es besser.

Seit fast 3 Monaten trainiere ich fokussiert auf den Berlin-Marathon. Bin in dieser Zeit über 500km gelaufen und habe sogar größtenteils auf mein geliebtes Radfahren verzichtet. Alles um am 24.9. fit am Start in der Hauptstadt zu stehen.

Und nun das!

Was? Fragst du dich sicher und das völlig zurecht. Zum ersten Mal konnte ich mein geplantes Trainingsprogramm diese Woche so gar nicht durchziehen. Mein Körper bremste mich aus – erst zog es in der Leiste, dann meldete sich die Ferse und schließlich schmerzte die Hüfte. Und das nervt!

Doch ist es wirklich mein Körper, der mich auf der Zielgeraden bremst oder ist es der Kopf? Und gehören Tiefs nicht eigentlich genauso zum Training wie Hochs? Eine gute Gelegenheit einmal darüber zu reflektieren…

Sind die Schmerzen in deinem Körper wirkliche Schmerzen?

Je näher es dem großen Rennen geht, auf dass du dich schon mehrere Monate vorbereitet hast, desto höher wird die Anspannung. Aber auch die Belastung im Training erreicht 3-4 Wochen vor dem großen Tag ihren Höhepunkt.

Zusammen ergibt das eine brisante Mischung, die deiner Psyche und deinem Körper zu schaffen macht. Und so geht es derzeit wohl auch mir.

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Das „Dilemma“ in einer Grafik

Auf Strava gibt es für Premium-Mitglieder eine interessante Grafik, die das wunderbar untermauert.

Der dunkelgrau gefärbte Bereich ist meine Formkurve in den letzten 6 Monaten. Sie steigt stetig an. So soll das sein, denn dafür trainiert man ja. Tja aber da gibt es noch die hellgraue Linie, die dem entgegen steht. Es ist die Ermüdungskurve.

Man sieht wunderbar, wie gerade in den letzten Wochen bedingt durch die langen Läufe die Belastung ziemlich stark ans Limit ging. Was bei mir sich vor allem körperlich und mental bemerkbar macht.

Die Mischung aus körperlicher und mentaler Belastung

Körperlich, weil die Bänder, Muskeln und Sehnen meines nicht mehr ganz jugendlichen Körpers stark belastet sind. Zumal mein sitzender Job auch nicht gerade zur Regeneration beiträgt. Denn diesen Fakt darfst du nie vergessen:

„Kein Sport zu machen, heißt noch lange nicht zu regenerieren.“

Und auch wenn ein Bürojob alles andere als eine körperliche Belastung darstellt, so ist er stellenweise sogar schädlicher, als wenn du im Job zusätzlich neben dem Training auf den Beinen wärest.

Und dann ist eben auch noch die mentale Komponente. Bin ich gut vorbereitet? Zwickt es hier und zwackt es da? Und überhaupt, ich freue mich darauf endlich wieder einmal für längere Touren auf dem Bike zu sitzen. Oder eine schöne Wandertour zu unternehmen.

Neben dem Marathontraining fehlt mir dazu etwas die Zeit – wobei so ganz richtig ist das nicht. Eher möchte ich meinen Körper nicht noch mehr belasten. Schon einmal musste ich einen geplanten Marathon kurz vor dem Ziel absagen. Marathontraining ist für mich körperlich ein Tanz auf der Rasierklinge.

Da musst du jetzt durch

Es scheint eben nicht immer die Sonne. Wie auch letzte Woche am Achensee. Doch dort erlebte ich ein Hoch, was mich zuversichtlich macht. Ich hatte viel Spaß bei dem 23km-Lauf mit einigen Trails, konnte mein Tempo gut halten und überhaupt fühlte ich mich fit.

Quelle: Sportograf.com

Das und die Gewissheit das auch der letzte 30er vor 2 Wochen sehr gut lief, sollte mich für Berlin zuversichtlich machen. Daran gilt es jetzt sich zu erinnern.

Wenn es mal nicht so läuft, dann rufe dir die positiven Erlebnisse in Erinnerung. Reflektiere, was gut im Training läuft und bade dich nicht im Sumpf des Frustes. Ich werde es auf jeden Fall tun!

So lief die vergangene Trainingswoche

Ich hab es ja eigentlich schon geschrieben, wie die letzte Trainingswoche lief. Eine Achterbahn-Fahrt ist wohl das beste Bild. Wobei die macht eigentlich mir zumindest mehr Spaß.

Losgegangen ist es mit der Euphorie vom Achensee. Ich war gut drauf und hoffte, dass die müden Knochen auch bald regeneriert sind. Waren sie aber nicht. Eigentlich wurde es täglich schlechter und nicht besser. So verschob ich meinen geplanten Lauf am Dienstag auf den Mittwoch.

Dort lief ich dann lockere 8km und fühlte mich extrem unrund dabei. So ungefähr sah das dann auch Donnerstag und Freitag im Alltag aus. Erst zwickte die Leiste, dann die Ferse und schließlich auch noch die Hüfte. Wie bemerkte eine Arbeitskollegin so treffend: „Du gehst ja völlig unrund. So willst du einen Marathon laufen?“ Will ich und wie! Nur so richtig konnte ich es mir am Freitag nicht vorstellen.

Fußball-Bundesliga auf der Blackroll

An Training war nicht zu denken – zumindest nicht an Lauftraining. Ich verbrachte den Freitag Abend mit der Blackroll* auf der Gymnastikmatte* und das Spiel setzte sich auch am Samstag fort. Ich wollte unbedingt für einen letzten langen Lauf am Sonntag fit werden.

Aber ich wollte auch nichts riskieren und so entschied ich erst Sonntag Mittag es zu versuchen. 4 lange Läufe über 25km hatte ich bisher absolviert – 2 davon über 30km und ein dritter sollte folgen. Die ersten Kilometer verbrachte ich eher damit in meinem Körper zu hören. Waren da Schmerzen? Nein eigentlich nicht – also weiter. Nach 16km wurde ich mutig und lief die nächsten 3km im Marathontempo. Eigentlich hätten es bis zu 8km im Renntempo werden sollen, aber das hab ich mir dann doch nicht getraut. Ab Kilometer 20 wurde es zäh und ab dem 25ten Kilometer richtig hart. Doch ich zog es durch – ziemlich auf der letzten Rille, aber immerhin.

Es ist geschafft – der letzte lange Lauf vor Berlin in der Tasche und damit findet die bescheidene Trainingswoche ein versöhnliches Ende.

Die Woche in Zahlen:

  • 38,1km Laufen in 3:58h

Das plane ich diese Woche

Die letzten beiden Wochen in Richtung Berlin stehen im Zeichen des Tapering. Was das genau ist, erkläre ich dir nächste Woche. Diese Woche möchte ich erst wieder laufen, wenn ich mich richtig fit fühle.

Dann aber noch einmal etwas härter mit längeren Intervallen im Marathontempo. Zusätzlich soll es Wochenende noch einen letzten längeren Lauf von 15-20km geben, ehe dann die letzte Woche völlig im Zeichen der Regeneration steht.

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Ich freue mich, dass du mich auf meinem Weg zum Berlin-Marathon begleitest. Alle Geschichten gibt es hier… #beatberlin42

Dein Torsten…

Über den Autor: Torsten Pretzsch

Torsten ist 2008 von der Couch aufgestanden, um ein sportlicheres Leben zu führen. Begonnen mit einer Laufrunde von nur 15 Minuten lief er Jahre später Marathon und absolvierte einen Ironman.

Als Teamleiter und Projektmanager war dieser Weg nur durch gutes Selbstmanagement möglich.

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