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Meine 3 besten Entscheidungen beim sportlich werden

sportlich werden

Alles auf der Welt kommt auf einen gescheiten Einfall und auf einen festen Entschluss an. (Johann Wolfgang von Goethe)

Wie du als treuer Leser in diesem Blog sicher schon weißt, war ich nicht immer sportlich. Ganz im Gegenteil – ich war ziemlich eingerostet. Und das wollte ich vor einigen Jahren ändern und tat es auch – nachhaltig! Wenn du es genauer wissen möchtest, kannst du hier meine Geschichte nachlesen…

Auf meinem Weg zum sportlich werden halfen mir drei Entscheidungen. Entscheidungen, die nicht unbedingt auf dem ersten Blick ersichtlich sind und daher vielleicht überraschen. Naja bis auf die erste Entscheidung…

1. Einfach mal anfangen

Ich sitze an einem Donnerstag Abend im Januar 2008 mit einem Weißbier in der Hand in der Kneipe. Wie eigentlich jeden Abend unter der Woche seit vielen Monaten.

Was soll man auch machen, wenn man ständig von Montag bis Freitag auf Dienstreise ist, in einem eher wenig einladenden Hotel wohnt und zudem einem fast zwölfstündigen Arbeitstag hinter sich hat?

Irgendwann mochte ich mal meinen Job. Liebte die Herausforderung, die das Ingenieurdasein so mit sich bringt. Das Programmieren der Steuerungen und schließlich das Leben, dass diese Programme dann während der Inbetriebnahme den Maschinen einhauchen.

Eine richtig spannende Aufgabe und stressig dazu. Und Stress war genau das Problem. Nicht das ich damit nicht umgehen konnte, doch irgendwann war das berühmte Glas voll. Oder leer – wie das Weißbier vor mir. Ich bestellte mir ein neues…

Wenn es im Leben doch auch so einfach wäre. Wenn der Stress zu hoch und die Energie zu niedrig ist, einfach ein neues Glas bestellen. Ist es aber nicht – und das weißt du genauso gut wie ich.

An diesem Donnerstag fasste ich einen Entschluss. Ich wollte wieder Sport machen!  Etwas was seit einigen Jahren immer weniger wurde und schließlich ganz brach lag. Irgendetwas in mir sagte, dass es mir gut tun würde. Mein Schweinehund war das sicher nicht, denn der glotzte mich nur blöd und unverständig von der Seite an.

Als ich am nächsten Abend nach einer nervigen und staugeplagten Fahrt wieder zu Hause ankam, machte ich mir nicht erst einmal etwas schnelles zu essen. Wie ich es sonst immer tat. NEIN – diesmal suchte ich meine Laufschuhe, die ich mir vor mehr als 5 Jahren mal gekauft hatte.

Ziemlich weit hinten im Schrank und ziemlich eingestaubt lagen sie da – optisch aber ganz ok. Also los, bevor ich mir es noch – wie so viele andere Male – anders überlege. Mit einer schlabbrigen Jogginghose und einer viel zu dicken Jacke rannte ich in den kalten Januarabend.

Rennen? Hab ich wirklich Rennen geschrieben? Schlappen oder Stolpern wäre wohl die bessere Beschreibung gewesen, weil meine Raucherlunge schrie bei jedem Schritt. Mit joggen hatte das eher wenig zu tun, und mit Laufen oder Rennen erst recht nicht.

Keine 15 Minuten später war ich wieder zu Hause. Völlig außer Atem und mit schweren Beinen, aber auch mit einem Grinsen im Gesicht. Die frische Luft tat gut – richtig  gut…

Zwei Tage später das gleiche Prozedere – mit schweren Beinen schleppte ich mich einmal um den Block und fühlte mich – ja wie eigentlich – irgendwie befreit.

Da es Sonntag war und die folgende Woche – natürlich – wieder eine Dienstreise anstand, packte ich am Abend meinen Koffer. Und wie ich das so tat, grinsten mich meine Laufschuhe an. Die wollten wohl mit und warum eigentlich nicht? Vor dem abendlichen Bier oder dem morgendlichen Frühstück wird sich doch wohl noch eine kleine Runde ausgehen.

Der erste Schritt ist zweifellos der wichtigste Schritt auf dem Weg zum Sportler. Und der zweite und der dritte. Wenn du die ersten Wochen der Euphorie und der Frustration – also der Gefühlsachterbahn – überstehst, bist du auf einem guten Weg. Doch deinen Hintern musst du schon selbst hoch bekommen, da kann dir niemand helfen. Ein paar weitere Denkanstöße gefälligst? Du findest hier weitere Artikel:

Von 0 auf 5km - der Laufplan für Einsteiger

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2. Nicht nur machen, sondern auch darüber nachdenken

Der Einstieg war einigermaßen gelungen. Endlich tat ich etwas für mich und es hatte nichts mit Essen oder Bier zu tun. Nach ein paar Versuchen fühlte es sich auch besser an, doch irgendwie noch nicht gut. Irgendwie kam ich nicht über die 15 Minuten hinaus, bevor mich die Atemnot überkam.

Ein Teil in mir schob es auf das Rauchen, doch ein weiterer, ziemlich nerdiger Teil wollte der Sache auf den Grund gehen. Also begann ich zu recherchieren und fragte Dr. Google: „Wie kann ich beim Laufen länger durchhalten?“

Die Antwort verblüffte mich. „Langsamer laufen“ stand da. Haha – guter Witz! Ich schlich doch schon wie eine Schnecke um den Block. Langsamer ging wirklich nicht – auch wenn ich es vor vielen Jahren von einer Freundin einmal gezeigt bekommen habe.

Man glaubt gar nicht, wie langsam man eigentlich traben kann. Ich glaubte das zumindest in dem Moment nicht und hatte es wohl verdrängt.

„Gehpausen machen“ stand da auch. Gehpausen? Ist das dieses komische Nordic Walking, was die Hausfrauen von nebenan schnatternd tun? Nur ohne Stöcken? Ist das nicht unter meinem Niveau? Mir dem eigentlich gesunden Mittdreißiger, der nur ein bisschen eingerostet ist? Nun gut – warum nicht einmal probieren. An dem Ort der Dienstreise kannte mich ohnehin niemand.

Zwei Minuten laufen, zwei Minuten gehen – hmmm fühlt sich gar nicht so übel an. Diesmal waren es schon 20 Minuten. Und die nächsten Wochen wurde es mehr, die Laufabschnitte länger und die Pausen immer kürzer. Und irgendwann war es soweit – ich konnte 30 Minuten durchgehend joggen. Man war ich stolz!

Und mutig – denn es gab da etwas, was mich schon länger reizte – Triathlon! Die einzige sportliche Bewegung, die ich die letzten Jahre hatte, war schließlich Rad fahren. Wenn auch meistens nur in den Biergarten. Laufen hatte ich gerade wiederentdeckt, aber Schwimmen?

Also packte ich neben den Laufschuhen in den nächsten Wochen auch meine Badehose in den Koffer. Nimmt ja schließlich keinen Platz weg und der Ort meiner Dienstreise hatte ein Schwimmbad unweit von meinem Hotel.

Die komischen Öffnungszeiten, die die meisten öffentlichen Schwimmbäder in der Provinz so haben, schreckten mich nicht ab. Ich versuchte es.

Schwimmen war echt nicht mein Ding. Schon als Kind habe ich es gehasst und erst mit 10 Jahren Brustschwimmen gelernt. Kraulen konnte ich ohnehin nicht. Aber egal – Triathlon beginnt nun einmal mit Schwimmen. Also schwamm ich – Kopf immer schön aus dem Wasser und nach vorne geschaut.

So ging es schon einmal nicht. So würde mich die Wasserwacht retten und ich niemals ans Ziel kommen. Also wieder ab ins Netz und diesmal fragte ich Onkel YouTube. Die Videos, die man dort findet, schreckten großteils ab und doch gab es auch die Perlen, bei denen ich richtig etwas lernen konnte.

Kopf unter Wasser beim Vorwärtsstoßen zum Beispiel – allein dieser Tipp brachte unheimlich Vortrieb. Die Wasserwacht konnte mich mal – ich war bereit.

Schließlich meldete ich mich Ende Februar 2008 bei meinem ersten Volkstriathlon an. 400m Schwimmen, 20km Radfahren und 5km Laufen – eine echte Herausforderung, die ich gerne annahm.

Wieder begann ich zu lesen, fand einen guten Einsteiger-Trainingsplan und ein Triathlon-Forum, wo sich jede Menge Cracks tummelten. Da war richtig was los und da gab es auch eine kleine Nische von Anfängern wie mich. Zögernd schrieb ich meinen ersten Post und in der Folge wurde mir so manche Frage beantwortet und vor allem gab es jede Menge Aufmunterung und Motivation.

Du musst nicht stundenlang nach Informationen suchen, um endlich in die Gänge zu kommen. Dennoch hilft es ungemein, wenn du dein Handeln regelmäßig reflektierst und du dir ein Grundlagenwissen aneignest. Vor allem dann, wenn es mal nicht so läuft. Finde Lösungen und suche nicht nach Problemen. Hier mal ein paar Anregungen:

Ich war nicht immer sportlich. Ganz im Gegenteil! Doch das änderte ich vor einigen Jahren. Das waren meine 3 besten Entscheidungen beim sportlich werden.

3. Beginne dein Leben zu optimieren und du wirst Zeit finden

Lass uns die Geschichte um ein Jahr vorspulen. Den ersten kleinen Triathlon meisterte ich mit meinem alten Mountain-Bike und brustschwimmend mit Bravour und vor allem ganz viel Spaß. Natürlich im Hinterfeld, aber auch nicht ganz hinten. Ich wollte mehr…

Also kaufte ich mir im nächsten Jahr mein erstes Rennrad und begann strukturierter zu trainieren. Leistete mir eine Pulsuhr und hatte einen Plan. Nur keine Zeit, ihn auch zu erfüllen.

Ich war immer noch ziemlich oft auf Dienstreise, arbeitete viel, hatte viele Interessen und überhaupt – niemals werde ich die für den Plan notwendigen 5-8 Stunden Training in der Woche finden.

Ungefähr in dieser Zeit bekam ich im Job auch mehr Verantwortung, wurde Projektleiter und damit stiegen meine Herausforderungen und meine Probleme. Also noch mehr arbeiten und wieder weniger Zeit zum Sport. Zeit für Freunde und dem Haushalt blieb sowieso kaum noch. Ein Teufelskreis, den sicher nicht wenige kennen, oder?

Eine berufliche Weiterbildung brachte mich auf das Thema Zeitmanagement. Voller Widerwillen ging ich dahin – was wollen die mir schon beibringen. Wollten sie gar nicht! Sie wollten mich zum Nachdenken anregen. Und das gelang ihnen in einem eintägigen Seminar. In dem einen Tag trafen sie einen Nerv bei mir.

Eigentlich unglaublich – ich sog förmlich die Tipps & Tricks wie ein ausgetrockneter Schwamm auf. Kein Theoriekram, sondern handfestes Handwerkszeug. Handwerkszeug, was ich in der Folge in meinen Arbeitsalltag integrierte. Mit erstaunlichem Ergebnis!

Was sonst stundenlang dauerte, ging plötzlich in wenigen Minuten und ich schaffte es endlich, pünktlicher und vor allem mit freierem Kopf meinen Arbeitsplatz zu verlassen. Mein Interesse am Thema war geweckt und diese Neugier hält bis heute an.

Es gibt nicht das perfekte System, die eine Anleitung, die dich erfolgreich macht – das einzige was hilft ist das ständige Hinterfragen deiner Arbeit, deiner Tätigkeiten und damit die Optimierung. Für dich – nicht für andere!

Denn es dauerte nicht lange und die Auswirkungen der Optimierung kamen auch in meinem Alltag an. Plötzlich hatte ich auch privat eine ToDo-Liste und eine Notiz-App (Evernote), der ich bis heute treu geblieben bin. Im Prinzip organisiere ich mich frei nach dem GTD-Prinzip (Getting-Things-Done). Einer sehr ausführlichen, aber wirkungsvollen Methode nach David Allen. Sein Buch findest du hier.* Und hier habe ich einen Artikel über GTD geschrieben. Lies mal rein!

Und noch etwas erstaunliches passierte: Ohne das ich konkret dagegen vorging, verringerte ich meine sinnlos verplemperten Zeiten. Denn die gab es eigentlich zuhauf. Als Single hat man nicht so viele Verpflichtungen, doch positiv ist das nicht wirklich. Vor allem nicht, wenn man statt dessen ziellos im Internet surft oder wahllos den Schrott im TV konsumiert.

Allein das Beschäftigen mit dem Thema Zeit- und Selbstmanagement in der Theorie und dem ständigen Ausprobieren verschiedener Tipps & Tricks führte letztlich dazu, dass ich über die Jahre meine Trainingsstunden immer mehr erhöhen konnte und vor allem – nach anfänglichen Problemen- auch ein ausgewogenes Sozialleben mein eigen nenne.

Manchmal liegen die Lösungen abseits vom Sport. Vor allem, wenn du immer wieder „keine Zeit“ als Hauptgrund angibst. Beschäftige dich so früh wie möglich mit Zeit- und Selbstmanagement. Ich verstehe, dass es oft als trockene Kost und auch sehr theoretisch daher kommt, aber dennoch ist es ein wichtiger Aspekt, der dein Leben lebenswerter macht. Und damit meine ich nicht das ständige Streben nach „höher, schneller, weiter“. Ganz im Gegenteil…

Endlich sportlich werden? Auch du kannst es schaffen

Meine Geschichte fandest du inspirierend? Du möchtest auch endlich sportlich werden? Auf was wartest du dann? Los gehts – auch du kannst es schaffen, dauerhaft zum Sportler zu werden.

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Ach übrigens – ich wünsche dir mehr Zeit für Sport in deinem Leben.

Dein Torsten…

Über den Autor: Torsten Pretzsch

Torsten ist 2008 von der Couch aufgestanden, um ein sportlicheres Leben zu führen. Begonnen mit einer Laufrunde von nur 15 Minuten lief er Jahre später Marathon und absolvierte einen Ironman.

Als Teamleiter und Projektmanager war dieser Weg nur durch gutes Selbstmanagement möglich.

Hier im Blog unterstützt er dich, endlich mehr Sport zu machen. Mehr über Torsten…

Und das meinen die Leser:

Ich verfolge deinen Blog und deine Aktivitäten und finde besonders angenehm, dass du immer mal wieder Bilder mit hoch lädst, sodass man einen guten Eindruck, was, wann, wie viel du so machst. Wirklich spannend!

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Johannes Werner
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